Der Söllinger blickte düster drein und schwieg.--

Pfarrer und Ministrant gingen mit Michael durch die Räume des neuen

Hauses, beweihräucherten und besprenkelten alles. Eine Woche später

trieben drei Viehtreiber wohl an die zwanzig Kühe auf der Straße von

Greinau her ins Dorf und lieferten sie bei Michael ab. Der wohnte

schon vier Tage in seinem Haus. Zwei fremde Mägde, ein Knecht und

jener Italiener, den man von der Sandgrube davongetrieben und

verhaftet hatte, waren da. Und Heufuhren kamen an. Ganz fremde

Gesichter blickten von den leeren Wagen herunter, die durchs Dorf

ratterten.

"Wenn er jeden Pfifferling kaufen muß, wird die Herrlichkeit bald ein

End' haben," brummten die Bauern, "mit den paar lumpigen Wiesen kann

er grad' eine Kuh füttern."

Nach etlichen Wochen kam eine Magd Michaels zum Reinalther und zum

Gleimhans und richtete aus, die Bauern sollten zu ihm kommen.

"So--!? Sonst nichts....?!" rief der Reinalther höhnisch und schaute

das dralle Frauenzimmer hämisch an, "sagst, er soll sich einen ändern

Dummen suchen!"

Und--: "Der hat grad so weit zu mir her!" fertigte der Gleimhans die

Botschaftbringerin ab.--

Gleichsam, als hätte man sie ohne jeden Grund persönlich beleidigt,

kam die Magd zurück und berichtete Michael das Verhalten der beiden

Bauern.

"Geh!--Ist schon gut!" schnitt dieser ihr das Wort ab, als sie

gesprächiger werden wollte. Seine Züge veränderten sich nicht. Nur

seine Augen glommen einmal funkelnd auf.--

In der Wirtsstube Simon Lechls herrschte diesen Abend ein belebteres

Gespräch.

"Jetzt wird er langsam angekrochen kommen und Gründ' wollen," brummte

der Reinalther.

"Da kann er alt werden!" erwiderte der Gleimhans. Und alle nickten.

"Mit seinem Geldhaufen ist er gar nichts!" sagte der Lechlwirt:

"Gründ' machen den Bauern!"

"Das ist's!" bestätigte der Söllinger.

Zur freundlichen Erinnerung · 第 38 / 61 题