Eine Frage beiläufig --

=Melchior=

Nun?

=Moritz=

Aber du antwortest?

=Melchior=

Natürlich!

=Moritz=

Wahr?!

=Melchior=

Meine Hand darauf. -- -- Nun, Moritz?

=Moritz=

Hast du den Aufsatz schon??

=Melchior=

So sprich doch frisch von der Leber weg! -- Hier hört und sieht uns ja

niemand.

=Moritz=

Selbstverständlich müßten meine Kinder nämlich tagsüber arbeiten, in

Hof und Garten, oder sich durch Spiele zerstreuen, die mit körperlicher

Anstrengung verbunden sind. Sie müßten reiten, turnen, klettern und

vor allen Dingen nachts nicht so weich schlafen wie wir. Wir sind

schrecklich verweichlicht. -- Ich glaube, man träumt gar nicht, wenn

man hart schläft.

=Melchior=

Ich schlafe von jetzt bis nach der Weinlese überhaupt nur in meiner

Hängematte. Ich habe mein Bett hinter den Ofen gestellt. Es ist zum

Zusammenklappen. -- Vergangenen Winter träumte mir einmal, ich hätte

unsern Lolo so lange gepeitscht, bis er kein Glied mehr rührte. Das war

das Grauenhafteste, was ich je geträumt habe. -- Was siehst du mich so

sonderbar an?

=Moritz=

Hast du sie schon empfunden?

=Melchior=

Was?

=Moritz=

Wie sagtest du?

=Melchior=

Männliche Regungen?

=Moritz=

M--hm.

=Melchior=

-- Allerdings!

=Moritz=

Frühlings Erwachen: Eine Kindertragödie · 第 12 / 59 题