ARCHELAOS: Und habe mir zwei Zähne daran ausgebrochen.
SYPHAX (leise): Was ein gefräßiges Tier!
ARCHELAOS: Er war im Fleisch des Fischs versteckt. Ihr lacht dazu?!
SYPHAX und ANDERE (lebhaft widersprechend): Durchaus nicht! Nicht im
geringsten!
SEBAS: Du nimmst eben zu große Bissen.
ARCHELAOS: Ich hätte dran ersticken können.
SYPHAX: Mindestens.
NICOMEDES: Zeig' doch den Ring.
PHILEBOS (gibt ihn ihm): Er ist nicht übel.
NICOMEDES (nimmt ihn in der Reihe): Im Fisch, sagst Du?
SYPHAX: Höchst sonderbare Nahrung.
NICOMEDES: Der Stein darin ist hübsch.
CANDAULES: Ein ganz gewöhnlicher Saphir, nichts weiter. Ich hab' mehr
solche, größer noch und reiner. Morgen sollst Du sie sehen, Nicomedes.
SYPHAX (zu dem nun der Ring, der die Runde gemacht, gekommen): Wem
gehört er nun, der Ring?
ARCHELAOS: Mir gab ihn der Fisch und ich geb ihn dem König.
SYPHAX: Für Archelaos ist das Wort sehr hübsch.
EINIGE: Dem König den Ring, dem Candaules!
PHEDROS (der den Ring genommen, um ihn dem König zu geben): Halt, da ist
was eingeschrieben.
NICOMEDES (neigt sich schauend zu Phedros): Syphax hat Recht: der
Karpfen hat gesprochen.
DIE KÖNIGIN und CANDAULES: Was sagt er?
NICOMEDES: Ich seh' nicht deutlich.
PHEDROS: Pharnaces hat scharfe Augen.
PHARNACES (erhebt sich und geht mit dem Ring zu einer der Fackeln, die
die Diener mittlerweile gebracht hatten): Zwei griech'sche Worte.
CANDAULES: Und heißen?