Otto Erich Hartleben

Die Serenyi. Novellen, 6. Auflage. Geh. 2 M., geb. 3 M.

Die Geschichte vom abgerissenen Knopfe. 16. Aufl. Geh. 2 M.

Vom gastfreien Pastor. Novellen. 20. Aufl. Geh. 2, geb. 3 M.

Der römische Maler. Novellen. 6. Aufl. Geh. 2, geb. 3 M.

»_Die Geschichte vom abgerissenen Knopfe_«: Hier offenbart sich ein

humoristisches Genie ersten Ranges. Hartleben macht keine Witze; keine

scharfen, ausgeklügelten Wortspiele, keine raffiniert berechneten

Situationen sollen die Kosten der Wirkung bestreiten. Es ist einzig und

allein sein goldner Humor, der alles durchtränkt; ihn schlürfen wir

hinunter wie einen edlen, klaren, schimmernd hellen Rheinwein besten

Jahrgangs, und wohlige Behaglichkeit umfängt uns beim Genuß.

(Reichsanzeiger, Berlin)

»_Vom gastfreien Pastor_«: In der fröhlichen Erzählung vom »Gastfreien

Pastor« hat Hartleben ein deutsches Seitenstück geliefert zur lustigen

Maison Tellier von Maupassant. Bewundernswert ist die schalkhafte Feinheit,

mit der er den Hauptwitz der Handlung so verschleiert hat, daß z. B. ein

wirklich unschuldiges, weltunerfahrenes Mädchen die ganze Geschichte lesen

könnte und so wenig als der arglose Pastor von Stolberg merken würde, was

eigentlich passiert sei. Wir wollen niemand das überraschende Vergnügen,

das dieser köstliche Schwank jedem Leser bereiten muß, dadurch wegnehmen,

daß wir den Gang der Handlung andeuten.

(Berner Bund)

»_Der römische Maler_«: Diese reizvollen, sprühenden Prosastücke, denen man

es anmerkt, daß sie ihr Autor erst dann schrieb, als er das unabweisliche,

drängende Verlangen darnach spürte, haben alle die seltene Eigenschaft, daß

man sie ein halbdutzendmal lesen kann und jedesmal wieder sein Ergötzen

daran findet. Hartleben ist einer der ungezwungensten und Humorvollsten

unserer modernen Autoren.

(Ostdeutsche Rundschau)

Ingeborg · 第 48 / 57 题