Die Serenyi. Novellen, 6. Auflage. Geh. 2 M., geb. 3 M.
Die Geschichte vom abgerissenen Knopfe. 16. Aufl. Geh. 2 M.
Vom gastfreien Pastor. Novellen. 20. Aufl. Geh. 2, geb. 3 M.
Der römische Maler. Novellen. 6. Aufl. Geh. 2, geb. 3 M.
»_Die Geschichte vom abgerissenen Knopfe_«: Hier offenbart sich ein
humoristisches Genie ersten Ranges. Hartleben macht keine Witze; keine
scharfen, ausgeklügelten Wortspiele, keine raffiniert berechneten
Situationen sollen die Kosten der Wirkung bestreiten. Es ist einzig und
allein sein goldner Humor, der alles durchtränkt; ihn schlürfen wir
hinunter wie einen edlen, klaren, schimmernd hellen Rheinwein besten
Jahrgangs, und wohlige Behaglichkeit umfängt uns beim Genuß.
(Reichsanzeiger, Berlin)
»_Vom gastfreien Pastor_«: In der fröhlichen Erzählung vom »Gastfreien
Pastor« hat Hartleben ein deutsches Seitenstück geliefert zur lustigen
Maison Tellier von Maupassant. Bewundernswert ist die schalkhafte Feinheit,
mit der er den Hauptwitz der Handlung so verschleiert hat, daß z. B. ein
wirklich unschuldiges, weltunerfahrenes Mädchen die ganze Geschichte lesen
könnte und so wenig als der arglose Pastor von Stolberg merken würde, was
eigentlich passiert sei. Wir wollen niemand das überraschende Vergnügen,
das dieser köstliche Schwank jedem Leser bereiten muß, dadurch wegnehmen,
daß wir den Gang der Handlung andeuten.
(Berner Bund)
»_Der römische Maler_«: Diese reizvollen, sprühenden Prosastücke, denen man
es anmerkt, daß sie ihr Autor erst dann schrieb, als er das unabweisliche,
drängende Verlangen darnach spürte, haben alle die seltene Eigenschaft, daß
man sie ein halbdutzendmal lesen kann und jedesmal wieder sein Ergötzen
daran findet. Hartleben ist einer der ungezwungensten und Humorvollsten
unserer modernen Autoren.
(Ostdeutsche Rundschau)