Hier ist dies Lied einer Jugend: Ein Arzthaus in einem
oberbayrischen Dorf ist die unruhevolle Umgebung, in der ein Ich,
eine Menschenseele sich bildet. Die klare Epik großer deutscher
Erzählerart formt Szene um Szene, Bild um Bild in männlich
aufrichtiger Realistik: aber aus dieser Wirklichkeit steigt bald der
Duft der Liebe, blühende Lebensfroheit, ernste Gottestiefe. Diese
»Kindheit« wird bald zu den klassischen Büchern deutscher
Offenbarung gehören.
Leipziger Neueste Nachrichten.
Das Buch ist so ohne Anfang und ohne Ende, wie das Leben ohne Anfang
und ohne Ende ist, und hinter den alltäglichen Vorgängen lebt ein
Raunen und Wehen von dem tiefen Geheimnis, wie der Saft in der
Pflanze steigt, wie das Blut in den Adern kreist, wie die Erde um
die Sonne schwingt und wie alles untereinander zuinnerst verbunden
ist. Ein Buch, das oft zum Aufblicken und Augenschließen und
Nach-Denken, Nach-Fühlen zwingt, ein beseeltes Buch ist es, das von
innen heraus ganz eigen leuchtet.
Frankfurter Zeitung.