Die Katzen schreien aus der Höfe Fluchten,
Naß unterm Tore glotzt des Heiligen Bild.
Wir atmen heiß nach ewiger Liebe Frucht . . .
Du nahest wieder als die Mutter mild,
Mit Hängebrust und gelbem Suppennapf.
Gekreisch der ausgedörrten Kehlen quillt.
Die Windeln steigen aus dem Wasserschaff.
Du legst den Bruder noch im Bett zurecht. --
Nun bist du Mensch, das Puppe herzt im Schlaf.
Zum Ausgehn ist das Wetter dir zu schlecht,
Auch hast du frei heut, brauchst nicht aufzutreten.
Bös irrt ein Glanz durch schwarzen Baums Geflecht.
Es schwirren Pfeile wild verzweigter Reden
Und einer nimmt dich, kaum mehr auszudenken,
So fern schon: Tränengüsse der Erflehten . . .
Wir aber schliefen oft auf diesen Bänken.
V
Nun niemand mehr in dem Bezirke hungert,
Der, seidener Teppich, zwischen Monden hängt
Und niemand hutlos an den Ecken lungert
Und keiner bös sich in die Züge mengt --
Da flüchtet Priester mit der Klingel leis,
Die Dome blühen, Jahre arg beengt,
Und schlagen auf die Dächeraugen weiß,
Die Glocken dröhnend, bunte Blasen, schweben
Und singen im Verein des Höchsten Preis,
Derweil die Flüsse Silberarme heben
Und wirre Landschaft jubelt und zerrinnt,
Doch wir, erwacht von seligen Räuschen, beben
Und bleiben Tastende, verwahrlost, blind
Und suchen dich, die gleichet ewigem Wald,
Da wechseln Höhlen feucht mit Höhen lind.
Wir finden uns heraus als Wanderer alt.