IV

Klagende du aus ächzender Bäume Zweigen,

Die bald leuchtend fallende Nacht begräbt,

Bald entrückt in jenen flimmernden Reigen,

Der um Mondes silbernes Denkmal schwebt:

Noch tönt Stimme dein aus knieenden Wäldern.

Lege um die Brust ein wollenes Tuch!

Ruf im Schlafe an die toten Eltern!

Lös dich auf im herbstlichen Geruch!

Tauch in öligen Strom hinein!

Laß dich tragen von den heißen Winden!

Steige auf im Abendschein,

Daß du hin in Wolken schwindest!

Winke vom brennenden Turme den heulenden Völkern zu!

Dröhne wild als Paukenschlag im glühenden Orchester!

Strahle kühn in unerhörtem Clou!

_Schlinge, schlinge deine Arme fester!!_

V

Du bists, Quartier mit den verhängten Fenstern

Und bunten Mädchen über nassem Strich!

In allen, die vorüberschlenkern

Und denen an den Ecken seh ich dich.

Es ist nicht schön zu hungern

Und zu spazieren durch die Stadt,

Um früh in einem Beisel sich zu treffen,

Sich essen an den Brocken aus den verdreckten Töpfen satt.

Wie arm wir sind! Wir zucken beim Berühren.

Ganz aufgeschwollen bist du und dein Leib ist wund.

Nur manchmal wir wie einstmals uns verführen,

Ich liebe deinen großen Mund!

So alle Tage wir verschlafen.

Du hast noch eine Stunde Zeit --

Wir liegen berstend in den Betten

Und lesen Kriminalromane.

Verfall und Triumph, Erster Teil: Gedichte · 第 29 / 139 题