Ein matter Mond wie dumpfes Gong ertönt.
Nicht reise du in Armut mehr und Körperfülle!
Aufblitze du, o silberne Kanüle,
Und schwebe Bett, aus dem du springst und stöhnst!
Von Stadt und Landschaft knieend vorgelassen --:
Durchjage mich, vernichte mich, o Strahl!
Im Café scheppern die entleerten Tassen,
Ein Zug fällt steil wo in ein dunkles Tal.
Um einen Tag bog ich, der voller Feuer stand,
Der fachte an der vorgegangenen Tage Reihe.
Ein Wurm ich mich durch brennende Gegend wand.
_Wann rauschet über meines Kerkers Dickicht Bläue,_
_Wann liege ich am Meer im Sonnenbrand_
_Und schweife aus durch Wind und Schaum ins Freie?_
V
Ich bin nur Frage und Verkommenheit,
Fetzen im Wind, der um Balkone fährt.
Ich bin der Einspruch im entbrannten Streit,
Gewicht, das eueren Höhenflug beschwert.
Wie plump, hinfällig, kalt und widerlich!
O daß du Vieh dich tief im Stall verkröchest!
Daß dich, der scheu um windige Ecken schlich
Des Nachts --: ein Strolch, ein Strolch bald niedersteche!
Verwickele dich ins Dunkele! Pack dich ein!
An Nasenhaaren baumelt grüner Stein.
In deinen Augen Schimmelmond gerann.
Dein Kopf ist Schorf. Verfrorene Ohren sind
Papierene Schirme, dick verklebt mit Grind.
Aus stinkichtem Maule wächst dir brauner Zahn.