Das Tagebuch des Diebes

Mit Umschlagzeichnung von M. Wiederanders Geheftet 2 Mark. In

Halbleinenband 3 Mark

Das geheimnisvolle Verschwinden der Gioconda aus dem Louvre ist der erste

Anlaß zu diesem phantastisch-mysteriösen Buche gewesen. Welch ein

Tummelplatz in der Tat für die Phantasien eines mit dem ausgesprochenen

Hang zur Mystifikation ausgestatteten Geistes. Und doch ist das Buch weit

mehr als nur ein chaotisches Durcheinander ausschweifender Phantasie.

Zwischen spöttischem Scherz und grotesk schillerndem Humor webt der Autor

einen tieferen Sinn, verbirgt er oft hinter lachenden Ironien ernstes

Empfinden und läßt endlich sein hastiges Buch in dramatischer Steigerung in

einer alpschweren Phantastik ausklingen, aus der man wie aus einem Traum

erwacht. In glitzernden Anspielungen, ernstem Erbeben, tiefem Grauen und

flüchtig leichtem Spiel hat der Autor den Zauber und die Rätsel des

Gioconda-Antlitzes festzuhalten gewußt. Mit Recht gab er deshalb seinem

Buch den Titel »Das Geheimnis der Gioconda«. Alle die für das Ungelöste,

Mysteriöse Sinn haben, werden dem dichterischen Spiel seiner Gedanken gern

folgen, ergriffen von dem dämonischen Reiz dieses spannenden Buches.

Severins Gang in die Finsternis: Ein Prager Gespensterroman · 第 50 / 54 题