Mit Umschlagzeichnung von A. Kubin Geheftet 3 Mark, in Halblederband 4 Mark
50 Pf.
_J. Robert im »Berliner Lokal-Anzeiger«:_ »Das Geschichtenbuch von Hermann
Eßwein: >Megander< enthält Tragikomödien, erzählt in einer Sprache, die
zuweilen an Gottfried Keller, öfter an Jean Paul erinnert. In der Mehrzahl
der acht Erzählungen klingt ein Motiv immer wieder an. Das Motiv vom
Rausch, vom göttlichen Rausch, der uns Vergessen bringt, aber auch
fortreißt zur schöpferischen Tat. Und diese Begeisterung, dieser Taumel,
diese starken phantastischen Kräfte zersplittern an der braven Gemeinheit
des Alltags. Und ein zweites Motiv klingt an: von wirren Träumen und vom
Wahnsinn.«
_Otto Pick im »Pester Lloyd«:_ »Eßwein gelingt es, den Leser durch rein
menschliches Interesse über Gespenstiges und Unerklärliches
hinwegzugeleiten. Dies scheint die Novellen zu den beliebten, kühl
erklügelten Geschichten vom Grauen in wohltuenden Gegensatz zu stellen: daß
sie nie von außen geformt, sondern von innen heraus mit künstlerischer
Notwendigkeit erstanden sind.«
_Dr. M. Schumann i. d. »Augsburger Neueste Nachrichten«:_ »Die Sprache
Eßweins ist meisterlich, und sein Standpunkt über den Dingen kennzeichnet
sich in der Art, wie er das Spießbürgerliche, Nüchterne mit seinem Spott
abtut. In dieser Sprache offenbart sich die ganze hervorragende
stilistische Begabung des Autors. Leicht beweglich, ungezwungen und doch so
wohlgeschliffen in jedem Ausdruck, gewinnt das Erzählte bei jedem Wort an
Selbstverständlichkeit. In dieser Sprache allein ist schon die ganze
Stimmung, die den Geschichten selbst zugrunde liegt, und all das gibt dem
Buch Eßweins einen hervorragenden Wert in der Literatur der sonderbaren
Geschichten; es ist eine der wenigen Erscheinungen auf diesem Gebiete, die
eine selbständige Bedeutung haben.«