Einsame suchen die Einsamkeit.
Weinend gleiten, die schwarzen Flügel
hebend, die Schwäne, und ihre Tränen versinken
ungesehn in den flimmernden Teich.
Aber ins Gedränge,
um die Wärme menschlich Gestalteter nah zu fühlen,
in den singenden Haß hoffender Menge
hast Du Dich verstoßen,
zerrüttet von Melancholie.
Sieh, aus dem Scheitel,
der lange Stunden gebeugt war,
versank das Blut. Aber in mutlose feuchte Nacht
über den stummen Scheitel erhebt sich
Blut des Mondes.
Sag dieses Wort: »Mond.« O
metallne Schönheit reimloser Verse.
Sei monden Deine Stirn, die
zerrüttet von Melancholie
sich aufhebt.
Aber Du wanderst mit den Soldaten,
zogst erstaunt über schmale Schultern
das Kleid der Legion.
Die geschliffne Glätte
schneidend prunkender Bajonette
prüfen eitel Deine waffenlosen Hände.
Dann klebte Schmutz an Kleidern und Gelenken.
Der Leib verfiel vor Hunger. Schreie
verröchelten in Schaum und Blut
neben Dir. Gewitter fiel
wöchentlich in die braunen Zelte.
Du knietest hin, und gut
weitetest Du Dein blindes Herz. Barbarisch erfüllte das Fleisch
der Menge Deine Gesänge.
Dein hartes Lächeln, Demokrat!
Du lagst auf mondenen Erden,
Du wundertest Dich, allein
ein Leib zu sein
und nicht die Flutenden alle,
Leiber wie Dein Leib,
zu werden.
Du hörtest nicht auf, mit gefalteter Stirn
und stumm zu fragen,
was Menschen ertragen,
wie -- schwoll Dein Herz -- mit Dir die Menschen leben können.