AN AMERIKA

Von den genuesischen Hafenmolen

drängten bei jedem Sirenenpfiffe

Hunderte von Polen

schwarz auf die fahrtbereiten Schiffe.

Männer mit wirren Haaren auf den Backen, Blöcken

von Schultern und den runden Lippen dumpf gereizter Tiere,

hastig schwatzende Weiber, stiere

Blicke unter den Tüchern haltend, lumpige Kinder in den Röcken.

O die Auswandrer in den Zwischendecken,

wenn eng die Menge auf den Koffern hockt,

stumpf übers blendende Wasser sieht, verstockt

horcht, wie einer, einer nur kläglich die lange Harmonika spielt,

und zusieht, wie ein Kind sich keuchend auf den Brettern sielt;

und ausfährt, um drüben in gleichem Elend zu verrecken!

Aber keiner soll mehr hungern und verkommen.

Die Hallen brennen. Keiner soll verzichten.

Keiner wird hungern. Freiheit naht. Vernichten

wir uns nicht fürder. Leer

vom Volke ist der Hafen und das Meer

geblieben.

Alle hat die Urmutter an die Erdenbrust genommen.

Jeder wird sie und wird den andern lieben.

Wir wollen selbst die neue Welt errichten!

Polnische Gedichte · 第 4 / 33 题