Eine grosse Anzahl von russischen Kritikern hat, sowohl noch zu
Lebzeiten des Dichters als auch nach seinem Tode, einzelne seiner Werke
in längeren oder kürzeren Abhandlungen besprochen. Die bedeutendsten
darunter sind unbestreitbar: der Vertreter der naturwissenschaftlichen
Anschauungen, Psychiater Dr. Tschisch in seiner Studie »Dostojewsky als
Psychopathologe«, Moskau 1885, und W. Rósanow, der Vertreter
orthodox-mystischer Anschauungen in seiner »Legende vom
Gross-Inquisitor, Versuch eines kritischen Kommentars«, Petersburg 1894.
Die bedeutendsten der übrigen in Zeitschriften und Revueen erschienenen
Artikel sind von Zelinsky im Jahre 1885 in einen Band zusammengestellt
worden, dem er ein Supplement nachfolgen liess; dazu gehören Aufsätze
von: Nekrássow, Belinsky, Dobroljubow, Grigorjew, Miljukow, Strachow,
Achscharumow, Annenkow, M. und W. Solowiow, Kawélin, Obolensky,
Michailowsky, O. Miller, G. Uspensky, K. Slutschewsky (mit
biographischem Abriss), Bulitsch, Arseniew, Tarassow, D. W.
Grigorowitsch und anderen. Von gesonderten Werken über einzelne
Schöpfungen Dostojewskys ist namentlich Andrejewskys Studie über die
Karamasow hervorzuheben.
Personen- und Sach-Verzeichnis.