Nun bin ich wieder heimgekehrt,
Dort draußen war die Angst der Welt;
Hier innen hat sich nichts vermehrt,
Blieb alles ruhig aufgestellt.
Und oben, hör' ich, spielt man noch Klavier,
Jungsanfte Hände schweben über mir.
Ich bin in meinem treuen Bett,
Will lesen wie vor weiter Zeit.
O liebes Glück! Ein Amulett
Ist jede kleine Einzelheit.
Ganz ferne schlagen Blitze um das Zelt,
Wo Haß und Hast und Schreigelächter gellt.
Hier ist das Glück umfaßt geküßt!
Mein Unruhblut ist liebewach,
Als ob mich jemand küssen müßt',
Als stellten Menschen tausendfach
Sich in der Liebe meiner Augen dar,
Als sehnt' ich Küsse für mein wildes Haar!
Oft schien ich lebend eingebaut,
Oft weint' ich ohne rechten Grund.
Doch dieser Raum ist so vertraut
Wie ein geflüstert tiefer Bund.
In Bett und Gondel fließt der nächtige Schein
Und hüllt die Fahrt des weiten Lebens ein.
Komm, Liebste, in das Nahgefühl
Von Welt und Menschen heller Nacht!
Die Leiber wogen im Gewühl,
Verheißung unerschöpfter Pracht.
O Melodie, die sich in Küssen neigt,
Die süß, in Glück verführend, uns umgeigt!