DUDELSACKWEISE DES STERBLICHEN

Ins Grau des Tages bin ich hingestellt.

Die Lebensstraße ist im Staub ein Strich.

Allglück zerstürzt in die Novemberwelt.

Nie war ein Blühen, das nicht bald erblich.

Das Himmelsfenster kann ich nicht zerschlagen.

Ich bin versperrt. Ich kann nur Schritte tun.

Ich muß wie einen Sack mich weitertragen,

Muß nachts im Bett wie eine Leiche ruhn.

Mein Tod bezuckt mein Dasein heimlich fern;

Er grinst in meinen Rücken sein Plaisir:

Wie man sich schindet ohne Ziel und Kern

Im Sterbetaghemd -- niemand weiß wofür.

Man trippelt sich die müden Sohlen wund

Am Gängelband des Lebens. Gram und Graus

Und Lust und Last sind täglich der Befund.

Wir sind in Uns und können nicht heraus.

Wir können nicht die Erde höher heben.

Die Frage krächzt: Was soll der Wille wollen?

Wir blicken nichts vom Leben als das Leben.

Wir sind die Erde, fahrend und verschollen.

Der unendliche Mensch: Gedichte · 第 39 / 79 题