Guter Mensch; du rührst an deiner Saite,
Die wie ein Licht leidend in dir glüht,
Wie eine Bitte, um die du bittest,
Leise und singend träumerisch,
Rührst du die Güte einer ganzen Weite.
Und wo dein Fühlen erblich
Vor Schreck, als du das Nichts im All
Schaudernd erlittest:
Da blieb kein Wall,
Der das Ergießen der Traurigkeit
Noch hemmen könnte.
Dein Auge aber ist so schön
Vom Glanz der dunklen traurigen Macht,
Daß der Raum zittert wie Vogelstimme
Vor Lust für dein Leid --
Daß er zittert, als wollt' er zerbrechen.
Du weißt, auch das Unglück muß,
Muß wie ein bestraftes Kind.
Und deine Lippen, blühend bleich,
Ohne zu küssen, ohne zu sprechen,
Sind Klage und Kuß.
Du siehst den Fremdling an
In flehender Geduld;
Tief verwundert, verwundet dich sein Lachen.
Und du möchtest dann,
Als sei alles, was ist, Schuld, deine Schuld,
Noch das Gute wieder gutmachen.