XXXIII Die Vorrede

Heut übermochte mich--seit langer Zeit

Zum ersten Mal--ein Sturm von Lustigkeit.

Ich lag im Gras. Da blitzt' mir durch den Sinn,

Wie mit dem Papst ich umgesprungen bin.

Unbändig lacht' ich in der grünen Saat

Und freute mich der frechen Jugendtat.

In einer Widmung und Praefatio

Schrieb ich an unsern heil'gen Vater so:

"Die dir im Amt vorangegangen sind,

Die taugten nichts. Das weiß ein jedes Kind.

Sie fälschten, stahlen, raubten allezeit,

Ein beßrer Mensch ist deine Heiligkeit.

Sie waren Schelme. Meinst du nicht? Verglich'

Ich dich mit ihnen, es betrübte dich!

Du billigst meine Rede, weiß ich schon,

Doch gib es, bitt' ich, schriftlich deinem Sohn!

Verkünd es aller Christenheit und gib

Ein Breve: "'Ulrich Hutten ist mir lieb!'"

Ich muß es mir bekennen dann und wann:

Nicht völlig ungerecht bin ich im Bann.

Huttens letzte Tage · 第 39 / 86 题