Tafel XI, Fig. 8, Tafel X, Fig. 29

Art und Unterart verhalten sich in Bezug auf das Vorkommen von

Spatelhaaren ganz übereinstimmend. Untersucht wurden von M. rufus: 3

Exemplare von Peru (2 Stuttgart), 1 von Surinam (dsgl.) und 1 von

Jamaica (dsgl.); von M. rufus obscurus: 1 von Central Peru (Stuttgart),

3 von Surinam (dsgl.), 1 von Cuba und 1 von Tobago (Antillen).

Etwas unterhalb der Nasenlöcher bis nahe zum Mundrand ein meist scharf

begrenztes, annähernd dreieckiges oder trapezoides Feld, sehr dicht

bestanden mit Spatelhaaren vorwiegend mittlerer, aber auch geringerer

Ausbildung, letztere Formen besonders an den seitlichen Rändern des

Feldes und in seinem unteren Theile, wo die Länge der einzelnen Haare

grösser wird. Sonst am Kopfe keine Spatelhaare. — Felder an den Füssen

locker bestanden mit Haaren von wenig ausgeprägter bis annähernd

mittlerer Form.

Gervais (Expéd. de Castelnau, Zool. Mammif. 57, Paris 1855) hat das

Feld an der Schnauze bei M. rufus und rufus obscurus bemerkt und

kennzeichnet seine gröberen Verhältnisse ganz zutreffend: „... la

supérieure [sc. lèvre] est garnie au-dessous du nez de poils sétiformes

très courts et en brosse.“

Dobson (PZS. 1876, 709; auch Catal. 1878, 410) giebt für M. rufus

Folgendes an: „... the nasal apertures ... separated by a considerable

interval (which is covered with short erect hairs dilated at their

extremities [106]) from the margin of the lip ...“ Auffallend bleibt

es, dass diese und ähnliche Beobachtungen an noch einigen

Molossus-Arten im Vereine mit den Angaben der früheren Autoren, die ihm

sicher bekannt waren, Dobson nicht anregten, den Gegenstand weiter zu

verfolgen, und dass er diese eigentümliche Haarform nicht wenigstens

einer Erwähnung in der vortrefflichen allgemeinen Schilderung der

Fledermausorganisation, die er seinem Catal. 1878 vorausschickt, werth

gefunden hat.

Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel · 第 179 / 190 题