Tafel VII Fig. 1. Nat. Grösse [81]

Mus callitrichus Jentink 1879 T. Ned. D. Ver. IV p. LV („6o“) und

LVI („5o“ err., = meyeri); id. 1879 NLM. I, 12; Thomas 1896 AMNH.

(6) XVIII, 246; Trouessart 1897 Cat. Mam. 479.

Mus callithrichus (th laps. aut em. err.) Jentink 1887 Cat. MPB. IX

212; id. 1888 ib. XII, 65; id. 1890 Webers Zool. Erg. I, 120 Tab.

X, 4–6 (Schädel); id. 1893 III, 78; Weber 1894 ib. 474.

Mus chrysocomus („n. sp. 3o“ Jentink 1879 T. Ned. D. Ver. IV p.

LVI); B. Hoffmann 1887 Abh. Ber. Dresd. 1886/7 Nr. 3 p. 20, Tafel

Fig. 1 a–f (Schädel); Thomas 1895 AMNH. (6) XVI, 163 und 1896

XVIII, 247; Trouessart 1897 Cat. Mam. 485; Thomas 1898 TZS. XIV,

403.

Mus fratrorum Thomas 1896 AMNH. (6) XVIII, 246; Trouessart 1897

Cat. Mam. 485.

a, b. fem., in Spiritus, Tomohon, Minahassa, Nord Celébes, III und

IV 94.

c. mas juv., in Spiritus, Tomohon, III 94.

d, e. fem. juv., in Spiritus, Tomohon, III 94.

Als Hoffmann 1887 M. chrysocomus beschrieb, besass das Dresdner Museum

kein Exemplar von callitrichus, er war auf Jentinks Beschreibung

angewiesen. 1894 trafen aber 4 Exemplare ein, die Dr. Jentink die Güte

hatte, mit seinen Typen zu vergleichen und als solche zu bestimmen, man

kann daher an ihrer Identität nicht zweifeln, trotzdem die Beschreibung

der Art (NLM. 1879 I, 12) nicht so zutreffend und genügend ist, dass

sie danach allein sicher erkannt werden könnte. Zwischen dem einzig

vorhandenen Typus von chrysocomus und den mir nun vorliegenden

Exemplaren von callitrichus kann ich aber keine irgendwie wesentlichen

Unterschiede constatiren, sowenig wie zwischen M. fratrorum Thos.

(wovon das Dresdner Museum 2 von Thomas bestimmte Exemplare besitzt)

und callitrichus. Dieser sagt (AMNH. XVIII, 247), dass fratrorum M.

chrysocomus sehr nahe stehe, aber durch Grösse, geperlte

Supraorbitalränder und mächtigere Molaren unterschieden sei, allein die

Schädel der zwei mir vorliegenden Exemplare zeigen diese Perlung nicht,

sondern haben scharfe Ränder wie gewöhnlich; Grösse und mächtigere

Molaren können als Artunterschiede, in Ansehung der bedeutenden

Differenzen der Exemplare nach Alter und Geschlecht, nicht angesehen

werden.

Jentink identificirte ferner einen Schädel ohne Unterkiefer von

Parepare, Süd Celébes (Webers Zool. Erg. I, 120) mit callitrichus und

sagt, dass es sehr leicht sei, die Art nur nach dem Schädel zu

unterscheiden, unterlässt es aber die unterscheidenden Charaktere

anzugeben; er verweist nur auf einige Abbildungen zum Vergleiche (Cat.

MPB. IX Pl. 7, Zool. Erg. I Tab. X), die aber hierfür, in Ansehung der

beträchtlichen Unterschiede nach Alter und Geschlecht und wegen der

nicht hinlänglich deutlichen Details an den Zähnen, nicht genügen. Ich

halte eine solche Identificirung für unsicher und möchte erst weiteres

Material von Süd Celébes abwarten, so wenig ich die Möglichkeit des

Vorkommens von M. callitrichus in Süd Celébes in Abrede stellen will.

Endlich hat Thomas neuerdings (TZS. XIV, 403) M. chrysocomus vom Berge

Data, Lepanto, Nord Luzon, von 8000 Fuss Höhe aufgeführt und bemerkt,

dass die Art von fast allen anderen der Gattung durch das völlige

Fehlen der scharfen Supraorbitalränder unterschieden sei. Ein von

Thomas bestimmtes, ebenfalls männliches, ziemlich adultes Exemplar im

Dresdner Museum von demselben Fundorte zeigt am Schädel ebensowenig

scharfe Supraorbitalränder, während der Typus von chrysocomus von Nord

Celébes, ein noch junges Exemplar, diese deutlich markirt hat, wie auch

aus der Hoffmannschen Abbildung ersichtlich ist, und wie es der von mir

angenommenen Identität mit callitrichus entspricht. Da nun ausserdem

das Exemplar von Luzon einen viel weicheren und nicht so lebhaft

gefärbten Pelz hat wie callitrichus (und chrysocomus) und noch andere

kleine Unterschiede aufweist, so möchte ich, auch unter

Berücksichtigung des entlegenen und hohen Fundortes, trotz notorisch

vorhandener Ähnlichkeiten, die Identität nicht vertreten und nenne die

Exemplare vom Berge Data: Mus datae. Erst bei einer weit besseren

Kenntniss der Mäuse dieser Gegenden, die wohl noch lange auf sich

warten lassen wird, kann man zu einer klareren Einsicht, als es jetzt

möglich ist, gelangen.

Was die speciellen Fundorte von M. callitrichus auf Celébes angeht, so

ist die Art im Norden aus der Minahassa registrirt von Manado,

Langowan, Kakas (Mus. Leid.), Tomohon (Sarasins), Lotta (Mus. Dresd.),

Rurukan 3500 Fuss hoch („fratrorum“ Brit. Mus. und Mus. Dresd.),

Amurang („chrysocomus“ Mus. Dresd.); im Süden von Parepare, welcher

letztere Fundort aber meiner Ansicht nach noch der Bestätigung bedarf.

Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel · 第 128 / 190 题