NYCTINOMUS ASTROLABIENSIS N. SP.

Tafel X Fig. 19 und 30, und Tafel XI Fig. 6.

N. brevipilosus, brunneus (supra: Ridgway III, 11; subtus: III, 15;

alis: III, 18, obscure); capite depresso, rostro lato, labris

mediocriter rugosis; auriculis sejunctis, subtriangularibus,

margine anteriore recto, trago parvo, subquadrato, basi dilatato;

alis medio tibiarum affixis; caudae parte dimidia minore libera;

praemolari superiore secundo brevissimo, incisivis quatuor

inferioribus anguste insertis, bifidis.

Long. tot. c. 100 mm, antebr. 36 mm.

Habitatio: Sinus Astrolabiensis, Nova Guinea.

a. mas, in Spiritus, Bongu, Astrolabebai, Deutsch Neu Guinea.

Oberseite proutbraun (R.), sammetartig, Unterseite broccolibraun (R.).

Flughäute bräunlich, nackt, auf der dorsalen Oberfläche greifen die

Haare nur an den Körperseiten über, auf der ventralen ist ein Dreieck

von der Mitte des Humerus bis zum Knie behaart, in der Farbe ähnlich

wie die Körperhaare der Unterseite, auch greifen die Haare etwas auf

die ventrale Oberfläche der Schenkelflughaut über; 15 mm des Schwanzes

frei, 19 in der Flughaut, aber in ihrer Unterseite. Die Lendenflughaut

inserirt ziemlich in der Mitte der Tibia, die Schenkelflughaut an der

Basis des Sporns, ihr hinterer Rand ist etwas convex. Ohren auf der

Schnauze 3 mm auseinander, 8 mm von der Schnauzenspitze entfernt,

innerer Rand ziemlich gerade, nur median etwas eingezogen, Spitze

abgerundet, äusserer Rand convex, Antitragus nur durch eine schwache

Einsenkung abgesetzt, 3 mm vom Mundwinkel endend, crus helicis

leistenartig, Tragus klein, fast quadratisch, oben etwas abgerundet und

ziemlich stark verdickt, die Basis verbreitert. Ohrmuschel innen fast

nackt, aussen an der Basis etwa bis zur Hälfte ihrer Länge behaart.

Kopf abgeplattet, von der breiten Schnauze nicht abgesetzt, diese ad

maximum 12 mm breit, vorn abgerundet und schräg nach hinten und unten

abgeschnitten, Oberlippe schwach gerunzelt, Nasenlöcher nach vorn und

aussen geöffnet, mit mässig scharfem oberen Wulste, der median nach

vorn spitz zusammenläuft, mit einer medianen Einkerbung nach hinten und

einem erhabenen Fortsatze nach unten. Die Oberseite der Schnauze etwas

warzig mit einzelnen, in Vertiefungen stehenden längeren Haaren, ein

Kranz von an ihrer Spitze verbreiterten Haaren umsäumt die Schnauze

unten, und auch an ihren Seiten stehen solche vereinzelt [79].

Bezahnung. Die beiden oberen Incisiven 1 mm auseinander, p 2 sup. sehr

klein und durch ein relativ grosses Diastema von c getrennt, p 1 sup.

fast halb so gross wie c sup., p 2 inf. dicht an c inf. und fast halb

so gross, p 1 inf. etwas grösser als p 2 inf. Die zwei mittleren

Incisiven sind zweilappig und stehen in der Richtung des Kiefers, die

zwei äusseren nicht ganz so ausgesprochen zweilappig und etwas

dahinter, sowie etwas quer stehend.

Keine Kehlgrube.

Maasse:

Kopf 25 mm

Körper 41 ,,

Ohr 15 × 16 ,,

Tragus 2 × 1.6 ,,

Humerus 26 ,,

Vorderarm 36 ,,

Dig. 1 mit Kralle 7 ,,

,, 2 33 ,,

,, 3 (35 + 14 + 12.5 + 6) 67.5 ,,

,, 4 (33 + 11 + 9 + 1.5) 54.5 ,,

,, 5 (22 + 8 + 4 + 1.5) 35.5 ,,

Femur (?) 15 ,,

Unterschenkel 13.5 ,,

Fuss mit Krallen 9 ,,

Sporn 11 ,,

Schwanz (davon frei 15) 34 ,,

Heller (Abh. Ber. 1896/7 Nr. 8 p. 4) hatte das Exemplar für Mormopterus

beccarii Ptrs. (von Bongu) angesehen, der s. Z. von Salawati

beschrieben wurde (Mb. Ak. Berl. 1881, 484). N. astrolabiensis steht

keiner bekannten Art so nahe, dass eine Differentialdiagnose zu geben

wäre, gehört aber in Dobsons Gruppe b (Cat. 1878, 421 und 422), der

sich die Arten der Petersschen Gattung Mormopterus (Mb. 1881, 482)

anschliessen.

Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel · 第 102 / 190 题