V. brunneus (Ridgway III, 5), alis nigris; auriculis parvis,
triangularibus, apice rotundatis, trago margine interno fere recto,
externo convexo, apice subacuto; alis malleolis affixis; cauda
apice extremo prominente; incisivo primo superiore bifido, secundo
paene ejusdem longitudinis, praemolari secundo [75] superiore bene
evoluto et extrinsecus visibili; incisivorum inferiorum tractu
eodem quo mandibulae margines; pene ossiculo armato.
Long. tot c. 90, antibr. 36.5 mm.
Habitatio: Celébes.
a. mas, in Spiritus, Minahassa, Nord Celébes.
Oberseite vandykebraun, die Haare einfarbig, Unterseite etwas mehr
rostfarben, die Haare an der Basis grau bis schwärzlich, Fell
sammetartig. Flughäute schwarz, an der dorsalen und ventralen
Oberfläche nackt bis auf ein Dreieck zwischen den Körperseiten und der
proximalen Hälfte des Femur, und bis auf ein ebensolches an der
Schwanzbasis; am Knöchel angewachsen; die Schenkelflughaut schliesst
den Schwanz bis zum äussersten Glied ein; Sporn mit einem schmalen
Hautläppchen am mittleren Drittel. Ohren innen sehr sparsam
hellbräunlich behaart, Innen- und Aussenrand convex, crus helicis
lappig, Antitragus gut abgesetzt, 2 mm hinter dem Mundwinkel endend,
Spitze abgerundet, Tragus ziemlich gleich breit in seinem ganzen
Verlauf, am inneren Rande wenig concav, fast gerade, am äusseren
convex, Zacken angedeutet, Spitze schwach abgerundet. Schnauzendrüsen
gut entwickelt, schwach behaart, Nasenlöcher nach aussen offen, innen
vorgewölbt, dazwischen nicht vertieft.
i 1 sup. zweispitzig, i 2 einspitzig und kaum kürzer als die hintere
Zacke von i 1, auch im Querschnitt an der Basis i 1 nicht sehr viel
nachstehend; p 2 sup. innenständig, spitz, ⅔ so gross wie p 1 und von
aussen sichtbar, p 1 ein wenig von c abgerückt und halb so lang; i 1–3
inf. dreilappig und in der Richtung des Kiefers stehend, nicht
übereinander greifend, i 3 durch ein kleines Diastema von i 2 getrennt
und ein wenig quer gerückt (die linken unteren Incisiven etwas
verletzt); p 2 inf. mit der Spitze etwas nach aussen ausladend, durch
ein kleines Diastema von c getrennt und ⅔ so gross wie p 1, dieser ⅔ so
lang wie c.
Ein spitzer, 2.5 mm langer Stützknochen in der Ruthenspitze.
Maasse:
Kopf 17 mm
Körper 32 ,,
Ohr 11 × 6.8 ,,
Vorderer Ohrrand 7 ,,
Tragus 5 × 2 ,,
Humerus 24 ,,
Vorderarm 36.5 ,,
Dig. 1 mit Kralle 9 ,,
,, 2 (33 + 4?) 37 ,,
,, 3 (35 + 12.5 + 10 + 7) 64.5 ,,
,, 4 (34 + 12 + 8) 54 ,,
,, 5 (32 + 7.5 + 5) 44.5 ,,
Femur 12 ,,
Unterschenkel 15.5 ,,
Fuss mit Krallen 8.5 ,,
Sporn 18 ,,
Schwanz 41 ,,
Penis 9 ,, [76]
Ich widme diese Art dem Andenken meines hochverehrten Lehrers und
Freundes Wilhelm Peters, der sich bekanntlich um die Förderung der
Kenntnisse der Fledermäuse grosse Verdienste erworben hat. So sagt
Dobson (Cat. 1878 p. XXXV): „Peters, to whom we owe the first attempt
to arrange scientifically many of the genera of Chiroptera“, und: „At
Berlin, through the great liberality of Prof. Peters, I had the
privilege of inspecting the beautifully executed series of unpublished
plates representing the species of Chiroptera in the collection of the
Royal Zoological Museum.“ Leider hat Peters die von ihm vorbereitete
Monographie dieser Ordnung 1883 unvollendet hinterlassen, allein ihre
Veröffentlichung, auf den Stand unserer heutigen Kunde gebracht, ist
erfreulicherweise nunmehr, wenigstens vorläufig zum Theil, in Aussicht
gestellt.
Ganz nahe schliesst sich diese Art keiner bekannten an. V. brachypterus
(Temm.) von Java, Sumátra und Banka (Dobson Cat. 1878, 223) hat,
abgesehen von anderen Differenzen, kurze Flügel, keinen Penisknochen
und weicht in der Bezahnung wesentlich ab. Die Untergattung
Hesperoptenus Ptrs. (Mb. Ak. Berl. 1868, 626) ist u. a. auch auf das
Vorhandensein eines Penisknochen gegründet worden, welcher Charakter
aber, ausser bei V. petersi, in der Gattung Vesperugo noch sonst
vorkommen dürfte; es sind bis jetzt noch nicht alle Arten daraufhin
untersucht.