15. HIPPOSIDERUS DIADEMA (GEOFFR.)

a, b. fem., in Spiritus, Buol, Nord Celébes, VIII 94 (82, 80 mm).

c. fem., in Spiritus, Kalaena Thal, Luhu, Central Celébes,

c. 200 m hoch, 4. II 95 (86 mm).

Jentink wies zuerst diese von Vorderindien bis zu den Philippinen und

den Salomo Inseln, also sehr weit verbreitete Art von [Süd] Celébes und

Sula nach (Cat. MPB. XII, 166 1888) und dann von Central Celébes

(Webers Zool. Erg. I, 127 1890). Ich erhielt sie 1871 in Gorontalo

(Mus. Berlin), und das Dresdner Museum besitzt sie seit 1877 von

Amurang in der Minahassa, sie kommt also, wie zu erwarten, über ganz

Celébes vor. Auch von der Insel Kalao im Süden ist sie im Dresdner

Museum, sowie von Talaut im Norden.

Dobson (Cat. 1878, 137) giebt das Vorderarm-Maass auf 86 mm (3.4 inch.)

an, was mit obigen Maassen der Sarasinschen Exemplare mehr oder weniger

stimmt, Jentink hatte von Luhu eins von 92 mm (Webers Zool. Erg. I, 127

1890); die Dresdner von Celébes messen selbst bis 93, die von Java bis

87, von Nordwest Bórneo bis 86, von Südost Mindanao bis 83, von Süd Neu

Guinea bis 77 mm etc. Nur an der Hand eines grossen Materiales wird man

überhaupt der Frage näher treten können, ob diese Art von Vorderindien

bis zu den Salomo Inseln gar nicht variirt, was an und für sich wenig

wahrscheinlich ist.

Es kommt noch eine zweite, kleinere, Art von Hipposiderus auf Celébes

vor, H. bicolor (Temm.). Dresden besitzt sie seit 1877 von Amurang im

Norden, und Jentink hat sie 1883 (NLM. V, 174) ebendaher aufgeführt,

und zwar als Dobsons var. α (fulvus Gr.); das Dresdner Exemplar aber

hat nicht die schöne goldgelbe Färbung von fulvus, sondern ist oben

ungefähr „Prout’s brown“ (Ridgw. III, 11), unten weisslich „wood brown“

(III, 19), also typisch, die Art variirt demnach in der Farbe wie

Rhinolophus affinis und andere. Hickson (Nat. N. Cel. 1893, 85) sagt

von den Exemplaren der kleinen Insel Talisse im Norden von Celébes,

dass sie röther seien, als irgendwelche im Britischen und Leidener

Museum, sie werden es aber, glaube ich, auf Talisse nicht zu allen

Zeiten und nicht alle sein. 1890 führte Jentink die Art auch von Süd

Celébes auf (Webers Zool. Erg. I, 127 1890) und meinte, dass die

Vorderarmlänge von 41 mm viel grösser sei, als Dobson sie angegeben,

allein dieser hat (Cat. 150) 39.37 mm (1.55 inch.), also eine

unbedeutende Differenz; das Dresdner Exemplar von Amurang misst 39,

zwei von Nord Luzon ergeben 38–39 mm.

Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel · 第 86 / 190 题