Wie man etwa Eduard Mörikes Gedichte lesen sollte, an einem
stillen, schönen Sommertage im Grase liegend, der Zeit und jeder
Alltäglichkeit weit entrückt, ruhevoll nur sich und dem Weben der
leise schaffenden Natur lauschend, in solcher Sonntagsstimmung
sollte man Hermann Hesses neuen Novellenband „Diesseits“ lesen.
Denn duftig und zart wie Gedichte sind diese Erzählungen ...
Diese Wechselwirkung zwischen dem psychischen Erlebnis und der
von einem echten Poetenauge in einer erstaunlichen Fülle feiner
Züge beobachteten Natur könnte kaum inniger und vollkommener
sein.
(Neue Zürcher Zeitung)