Ca. 300 Seiten. Elegant broschiert M. 12.--. In Originalband M. 20.--.
+Inhalt+: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib
ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist
Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung vom Weibe. Anschauung
im Mittelalter. Die Anstandspflicht der mittelalterlichen Frau
war Ehebruch und Unzucht. Die mittelalterliche Anschauung von
der Liebe. Sie ist allmächtige Urkraft; bringt Leid; bringt den
Tod; bringt Freude und alles Große; bringt Ehre und ist Pflicht.
Die Frau muß „lohnen“. Zorn gegen die, die nicht „lohnt“. Die
„romantische“ Minne unwahr. Wirkliche Treue beim Mann nicht nötig,
ja lächerlich. „Doppelte Moral.“ Verschwiegenheit in der Liebe. Die
huote Rücksichtslosigkeit der Minner. Die Minne und die Religion.
Das Mittelalter ist nicht die Zeit der wirklich romantischen
Liebe. Nur Wolfram und Gottfried haben die vertiefte Liebe.
Gottfrieds Anschauung von der Liebe. Ist sein Tristan unsittlich?
Parteilichkeit für die Verliebten. Auch für Gottfried ist die Liebe
eine unwiderstehliche Macht. Die Liebe ist die völlig freie Königin.
Die bürgerliche Moral ist eigentlich die schlimmste Unsittlichkeit.
Sein Ideal der Liebe und ihre Herrlichkeit. Gottfrieds idealistischer
Pessimismus. Gottfrieds moralische Rechtfertigung seines
Liebespaares. Seine Ansicht von den Betrügerstückchen der beiden und
seine Parteilichkeit für sie. Religion und Liebe bei Gottfried. Beim
Gottesurteil hat Isolde recht! Gott ist hantierlich wie ein Ärmel
usw. usw. Parallelstellen. Register.