118. „+Les fous célèbres+“ in 18^o, 1840. (Mit Phantasiebild +Sade’s+).

119. +Le Livre.+ Sept. 1883. S. 589 (Nachrichten über „Aline et

Valcour“).

120. +A. Cabanès+ „La prétendue folie du Marquis de Sade“ in: Le

Cabinet Secret de l’Histoire, 8^o, Paris, A. Maloine, 1900 S. 259-320.

-- Ein neuer, höchst wichtiger Beitrag zur Sade-Forschung. Enthält

hauptsächlich neues Material zur Lebensgeschichte +de Sade’s+ aus dem

Archiv der auswärtigen Angelegenheiten und dem Archiv des Irrenhauses

in Charenton. In Kürze werden wir wohl neuen Veröffentlichungen

entgegensehen dürfen.

121. -- +bl+ --, Recension meines Werkes in: Zeitschrift für

Bücherfreunde, IV. Jahrgang, Heft 2/3 (Mai/Juni 1900) S. 122-124. --

Vortreffliche, höchst schätzbare Correcturen und Nachträge enthaltende

Kritik der vorliegenden Schrift. Der Verfasser ist ein genauer

Sade-Kenner.

122. +Menabrea+ „Les Origines féodales dans les Alpes occidentales“

Turin 1865, 4^o, S. 573 ff. -- (Ueber +de Sade’s+ Aufenthalt in Fort

Miolans).

123. Alfred Bégis „Notes de Police“ über den Aufenthalt Sade’s in der

Bastille in: „Nouvelle Revue“ November-December 1880 S. 528 ff.

124. +L’Amateur d’Autographes+ 1863 S. 279; 1864 S. 105-106; 1866

(Briefe und Mitteilungen über +de Sade+).

125. +M. A. Baudot+ „Notes historiques“ publiées par Mme +Edgar+ Quinet

S. 62-65 (über +Désorgues+, +de Laage+, Abbé +Fournier+ und den Marquis

+de Sade+ als Opfer der napoleonischen Polizeiwillkür).

126. +Oswald Zimmermann+ „Die Wonne des Leids. Beiträge zur Erkenntnis

des menschlichen Empfindens in Kunst und Leben.“ 2. Auflage, Leipzig,

C. Reissner 1885 enthält S. 107-114 ein Kapitel „Die Association von

Wollust und Grausamkeit“, aber auch sonst vielfache Erörterungen über

das Verhältnis zwischen Schmerz und Wollust.

127. +Justine+, or the Misfortunes of Virtue, by the Marquis +de

Sade+ for the first time translated from the French original

edition (Holland, 1791) Paris, +J. Liseux+, 1883, 8^o 400 S. --

Englische Ausgabe des „Liber Sadicus“ von +J. Liseux+. -- Nach „Z. f.

Bücherfreunde“ Mai/Juni 1900 S. 122 wurden in letzter Zeit „Justine“

und „Juliette“ mehrfach ins Englische übertragen.

128. +Episodischer Auszug der Nouvelle Justine.+ Darüber heisst es

in „Z. f. Bücherfreunde“ a. a. O. S. 121-122: „Eine Analyse der

‚Juliette‘, vermischt mit biographischen Details über deren Verfasser,

leitet auch einen episodischen Auszug des Werkes ein, der vor kurzem

erschienen ist und der Ankündigung nach auch in das Deutsche übersetzt

werden sollte. Es würde dies die erste Uebersetzung eines Werkes Sade’s

in das Deutsche sein.“

129. +Le Libertin hollandais.+ Ein jüngst in Brüssel neugedruckter

Roman, dessen Verfasser angeblich der Marquis +de Sade+ ist. (Z. f. B.

S. 123.)

130. +The Double Life of Cuthbert Cockerton+, Esq. Attorney-at-law

of the city of London. His History and that of his daughter and some

curious anecdotes of other ladies and their lovers. From +The Original

Ms. Dated+ 1798. Penzane Jn the Year of our Lord. 1894 (1900) 8^o,

450 Seiten. -- Nach der Vorrede ein unter dem Einflusse der Schriften

+Sade’s+ entstandenes Werk. Wenn es echt wäre, würde es das früheste

sadistische Werk in England sein. Es ist höchstwahrscheinlich neueren

Ursprungs.

131. +The Sword and Womankind.+ Being a study of the Influence of „The

Queen of Weapons“ upon the moral and social statuts of women. Adapted

from +Ed. de Beaumont’s+ „L’Epée et les Femmes“ with additions and

an index by +Alfred Allison+ M. A., Oxon, and an etched frontispice

by +Albert Bessé+. Paris 1900 8^o, 360 S. -- Interessantes Werk über

Masochismus des Weibes. Kapitel XI des dritten Teiles handelt von den

„Lady-Killers.“

132. +The Pleasures of Cruelty+ being a sequel to the reading of

+Justine et Juliette+ by the Marquis de Sade. Paris et London 1898. 8^o

3 Bände 84, 122, 114 Seiten. -- Exquisit sadistische Erzählung.

133. +G. Brunet+ „Fantaisies bibliographiques“, Paris, +J. Gay+, 1864.

12^o. (Enthält Bemerkungen über „Zoloé“).

134. +L’Esprit des mœurs au+ XVIIIe +siècle; ou la petite Maison+ prov.

en 3 a. et en pr., traduit du Congo; par M. +d’Unsi-Terma+ (+Mérard

de St. Just+). Lampsaque (Paris) 1790, 8^o 40 und 120 S. -- Ein sehr

freies und seltenes Stück. Auch bekannt unter dem Titel „La folle

journée“. Zuerst in Bd. II der „Espiègleries, joyeusetés etc.“ (Londres

1777), aber nur in 2 Akten veröffentlicht. Enthält Anspielungen auf

zeitgenössische Persönlichkeiten. Wiedergedruckt im „Théâtre gaillard“.

Ausg. von Brüssel 1865 (Bd. II, S. 81-182). -- +Paul Lacroix+ (im

„Catalogue Soleinne“ unter Nr. 3865) glaubt nicht, dass ein solches

obscönes Stück von +Mérard de St.-Just+ geschrieben sein könne, und

schreibt es seinem Inhalt nach dem Marquis +de Sade+ zu, besonders die

Ausgabe von 1790 in 3 Acten.

135. +Elica, ou les Malheurs de la vertu+, par +J. A. Gardy+, Paris,

Tiger, 1813, 1818, in 18^o. -- Inhalt mir unbekannt, dem Titel nach

aber offenbar von „Justine, ou les Malheurs de la vertu“ beeinflusst.

136. +The Inutility of Virtue.+ Translated from the French by Dr. --,

of Magdalene College, Oxford. London: Published as the Act directs, By

Madame +Le Duck+, Mortimer Street; And to be had of all Respectable

Booksellers. 1830. Price 2 l. 2 s. -- 12^o 72 S., 9 obscöne, gut

ausgeführte Kupfer. Veröffentlicht von +J. B. Brookes+. -- Neudruck von

+W. Dugdale+ um 1860 mit dem folgenden neuen Titel:

„O Virtue! What art thou but an empty name?“

+Brutus.+

„+The Inutility of Virtue+, A Tale of Lust and Licentiousness,

Exemplified in the History of a Young and Beautiful Lady, Modest and

Virtuous, who, by a Series of Unfortunate Circumstances, is first

+Ravished by a Robber+, Then become successively the victim of Lust

and Sensuality; till overpowered by Debauchery, her passions become

Predominant, her Mind remaining Pure, while her Body is contaminated.

The whole richly and beautifully Narrated, and illustrated with

+Numerous Elegant Engravings. Showing the Triumphs of Vice, and the

Degradation of Virtue. London, Printed for the Society of Vice+.“ 8^o

59 S., 8 schlechte, colorierte obscöne Lithographien, keine Copien der

früheren Bilder. -- Im Anfange der „Justine“ fällt bekanntlich die

Titelheldin in die Hände von Briganten. Dieses Buch ist gewissermassen

eine weitere Ausführung und Nachahmung jener Episode der „Justine“

und offenbar unter dem Einflusse der Schriften des Marquis +de Sade+

entstanden.

137. +Josef von Görres+ „Die christliche Mystik“ Regensburg 1842, Bd.

IV, 2te Abteilung, S. 421-470, Kapitel: „Der Zeugungstrieb und die

Blutgier als Anknüpfungspunkte dämonischer Rapporte“. -- Lesenswert

wegen der merkwürdigen Auffassung und Erklärung der sadistischen

Erscheinungen.

138. +Le Tartuffe libertin, ou le Triomphe du vice.+ A. Cythère,

chez le gardien du temple (gegen 1831). 18^o 107 S. Mit 6 schlechten

erotischen Lithographien. Sehr obscöne Schrift mit sadistischen

Maximen, die man, offenbar ohne sie gelesen zu haben, dem Marquis

+de Sade+ zuschrieb. Denn es ist darin von Personen der Zeit des

Bürgerkönigs +Louis-Philippe+ die Rede. -- Englische Uebersetzung,

London ohne J. (1840) 8^o mit 4 Bildern. -- Französischer Neudruck:

+Le Tartufe+ (sic.) +Libertin+ ou le Triomphe du Vice (Par le Marquis

+de Sade+). En Hollande Chez Les Libraires Associés 1789 in: Le

Parc-aux-Cerfs Episcopal-Histoire Edifiante et Curieuse du Séminaire de

Vénus etc. Brüssel 1876 (bei +Vital Puissant+) 12^o 180 S. (Inhalt: 1)

Le Bordel Episcopal; 2) Le Tartufe Libertin; 3) La Bulle d’Alexandre

VI.; 4) Les Réclusières de Vénus).

Der Marquis de Sade und seine Zeit. · 第 124 / 180 题