III.

So flieh, enttanze

In dich! du Unsichtbare!

Wie ein rasendes Rad innen schwindet --

Schon hüllen Wellen dich und bleichen

Die Gier, im Saale sitzen Leichen --

Du, neu geboren

Auf einen andern Stern hin!

In eignen immer wildren Sturmleib,

In Fuß und Brust und Stirn verflogen,

Vom Geistermund des Umschwungs ausgesogen.

Und fließt zusammen

Mit sich -- und fühlt nur Tanzen,

Luft, Atmen, Aufatmen von Flammen --

Es hebt sie einsames Gefieder

Und Sammetvorhang senkt sich nun auch nieder.

Musik des Kämpfers.

Von Stern zu Stern

Wie an schwankenden Ringen

Sausen wir durch die Welt.

Vom Dunkel zur Freundschaft,

Von Freundschaft zur schaffenden Einsamkeit schwingen

Wir uns durch die Erde.

Aber das steigt nicht

Vom Seufzen zum Singen:

Dahinter winkt wieder Finsternis, und wieder Licht.

Wie Sturm, Blitz und Fluß

Miteinander verschlingen

Sich ewig in uns, ewig zugleich:

Dunkles Tasten an der Wahrheit Wand,

Feuriger Freundschaft Weltdurchdringen,

Zeugung der Wahrheit und Welt aus uns!

Drei Gewalten, die um jedes

Kämpfers Seele miteinander ringen,

Heben ihn nur himmlisch über sich empor!

Schöpfung kreist

Aus ihrem An-einander-klingen:

Aus Musik des Kämpfers wächst rings Gottes Geist.

Nacht im Dorfe.

Vor der verschlungnen Finsternis stöhnt,

Stöhnt mein Mund,

Ich an Lärmen unruhig gewöhnt,

Starre suchend rund:

Berge von Bäumen behaart ruhn

Schwarz wüst herein,

Was ihre Straßen nun tun,

Äußert kein Schein, kein Schrei'n.

Aber ein wenig sich zu irrn

Wünscht, wünscht mein Ohr!

Schwänge nur eines Käfers Schwirrn

Mir ein Auto vor.

Wäre nur ein Fenster drüben bewohnt,

Doch im gewölbten Haus

Nichts als Sterne und hohlen Mond

-- Halt ich nicht aus --

Halt ich nicht aus, meinem Schlaf allmächtig umstellt,

Fremd, fremd und nah --

Durch den See noch näher geschwellt

Liegt es lautlos da.

Aber glaubt mich nicht schwach.

Daß ich -- soeben die Stadt noch gehaßt,

Nun das Land flieh --: es ist nur die Nacht,

Nur auf dich, diese Nacht, war ich nicht gefaßt --

Wie du tot oder tausendfach unbekannt

Mein schwarzes Bett umlangst,

Nirgends durchbrochen von menschlicher Hand,

Gottlose Angst --

Fahrt.

Der D-Zug schreit und steigert sich, der Mond steht hell --

O Einklang aller Füße langsam -- Füße schnell!

Die Herzen schlagen

Auf blanker Schiene mit den Wagen.

Wir sind ein Schwarm dem spröden Schritt der Städte fern!

Ihr Häuser fort! mit uns fährt eisern nur der Stern.

Die Dörfer blinken,

Von unserm Sturm verlöscht versinken.

Versenken wir das Aschengrau der Abendwelt!

Wie gutes Blut zerschmilzt der Zug, was uns umstellt.

Gebirge gleiten

In Seen .. ins Meer der Schnelligkeiten.

Doch wir gezackt wie Wolken aus dem glatten Meer

Mit einem Atem dampfen wir darüber her

Und brausend sehen

Wir brausendere Sterne stehen ..

Seht auf, seht auf .. da steigt und schreit und hebt der Zug

Uns hoch in Glanz .. das Gleis verstummt .. die Nacht wird Flug ..

Wir alle flammen

Im wildren Schmelz des Sterns zusammen!

Und nagelt uns die Bremse auf Stationen fest,

Wir fahren noch .. ins muffige Hotel gepreßt!

Aus Fenstern neigen

Wir uns und sausen Sternenreigen.

Die Stirn.

Himmel baut sich um die Brust mir bis zum Kiefer,

Aber durchbrechend sein Dach

Sproßt mein Auge frei hinaus, indes die Hüften tiefer

Stehen in Wiese und Luft, grünem und blauem Gemach!

Aber durchbrechend das Dach -- in welchen Räumen

Wächst mein Haupt? Unten in Meer

Und Wald und irdischen Maschinen schäumen

Die Dinge lärmend und schwer --

Dennoch nur wie leiser Schlaf in engen Wänden,

Wie ein bescheidenes Spiel!

Aber riesig über Himmelsschultern, Bergeslenden,

Schwebt die Stirn, -- Sonne auf schmächtigem Stiel,

Drache, unerschöpflich über seinen Hälsen,

Mond über Ebbe und Flut,

Hochgebirg über allen Felsen,

Reicht die Stirn in jede Glut!

In das Schicksal reicht die Stirn -- und kann nicht siegen,

Aber singen! -- bis sie dem Schicksal gleicht an Glanz,

Aus der Erde klingend weltallgebogne Spiralen durchfliegen,

Bis sie hoch in den Sternen -- mit Menschen sich trifft im Tanz.

Paul Zech.

Geboren am 19. Februar 1881 zu Briesen. -- Schollenbruch 1912. Die

eiserne Brücke 1913. Der Wald 1914. Das schwarze Revier 1914. Der

feurige Busch 1919. Golgatha 1919. Das Terzett der Sterne 1920. +Venus

consolatrix+ 1921.

Die Häuser haben Augen aufgetan ...

Am Abend stehn die Dinge nicht mehr blind

und mauerhart in dem Vorüberspülen

gehetzter Stunden; Wind bringt von den Mühlen

gekühlten Tau und geisterhaftes Blau.

Die Häuser haben Augen aufgetan,

Stern unter Sternen ist die Erde wieder,

die Brücken tauchen in das Flußbett nieder

und schwimmen in der Tiefe Kahn an Kahn.

Gestalten wachsen groß aus jedem Strauch,

die Wipfel wehen fort wie träger Rauch

und Täler werfen Berge ab, die lange drückten.

Die Menschen aber staunen mit entrückten

Gesichtern in der Sterne Silberschwall

und sind wie Früchte reif und süß zum Fall.

Bettler im Spätherbst.

Den leeren Ranzen lässig umgesackt

und grünen Filzhut windschief auf den Strähnen,

so schiebt er sich ins Dorf, wo sattes Gähnen

rauchwirbelnd über feuchte Dächer flackt.

Er probt mit langen Fingern, die von Gicht

krummstehn, das Tür-an-klopfen,

und weitet Taschen aus zum Brotverstopfen

und setzt in Kummerfalten das Gesicht.

Sturm orgelt lauter auf in den Kaminen

und Tor an Tor knirscht krachend im Verschluß ....

Armselig, wer nun wandern, wandern muß.

Man wirft aus Fenstern Fäuste jähzornschwer,

und hetzt Gebrüll von Hunden hinterher.

... Der Nebel gittert graue Eisgardinen.

Dorf im Mittag.

Das Dorf liegt aufgebahrt. Ein Wetterriegel

schiebt schwarz sich vor: die Sonne abzusperrn.

Doch die steil abgeschrägten Dächerziegel

halten die Hitze unter rotem Siegel

zitternd von aller Kühle fern.

Verzweifelt strebt der Rauch aus den Kaminen

in den verbleiten Horizont empor.

Die Fenster ruhn verschlossen in Gardinen,

und des Gesindes abgespannte Mienen

beschattet tief des Schlafes Flor,

bis wie ein Traumschrei aus den Schlummerzellen

die Dreschmaschine heult und wie ein Pfeil

in angestrengtem Vorwärtsschnellen

die Luft zerschneidet, messerscharf und steil.

Es kam ein Wind ...

Es kam ein Wind von Frühlingsland,

der riß vom Strom das Silberband

und ließ die blauen Schimmerwellen tanzen.

Da fiel der Nebel wie zerschlitzt

ins Uferrohr, das, rot beglitzt,

emporwuchs wie ein Wald von goldnen Lanzen.

Und alle Wiesen wurden wasserfrei,

Alarm beflammte Kuckucksruf und Kiebitzschrei,

bis, losgelassen von den Farmen,

die jungen Pferde Funken schlugen querfeldein,

als müßten sie im Fliegen noch den Stein

vor lauter Blut umarmen.

Stefan Zweig.

Geboren am 28. November 1881 zu Wien. -- Gesammelte Gedichte 1921.

Singende Fontäne.

Blauer Blick des Mondescheines

Kühlte meines Zimmers Wand;

Da hört' ich die Stimme eines,

Der im Dunkel unten stand.

Und wie ich die Scheibe staunend

In den Garten niederbog,

War es Singen, süß und raunend,

Das zu mir ans Fenster flog.

Keinen sah ich. Nur im Dunkeln

Blinkte das erhellte Spiel

Der Fontäne, die mit Funkeln

Zwischen Busch und Bäume fiel.

Unruhvoll und doch beständig

Schien das silberne Getön

Wie ein lautes Herz lebendig

Durch die Brust der Nacht zu gehn.

Und ich fragte: »Warum rauschst du

Heute mir zum erstenmal?« --

Und ich horchte: »Warum lauschst du

Heute mir zum erstenmal?

In das heiße Gold der Tage,

Stumm im Steigen, Lied im Fall,

Durch den Samt der Nächte trage

Stet ich den erregten Schwall

Meiner eignen Überfülle,

Und du, der mir nahe ruhst,

Wirst erst durch den Gruß der Stille

Unsrer Brüderschaft bewußt?

Hast du nie denn an der Schwelle

Des Erwachens wirr gefühlt,

Daß dir eine lautre Welle

Nächtens durch dein Herz gespült,

Daß mein Singen dich durchwebte

Und im Schlafe aufwärts schwoll,

Bis es Blut um Blute lebte

Und an deine Lippen quoll,

Bis als Lied der eingeengte

Schauer einer fremden Lust,

Die ein Traum in dich versenkte,

Wild aufbrach aus deiner Brust?

So in dein Geschick verflechte

Ich mir meines Lebens Spur,

Und bin doch im Kreis der Mächte

Eine leise Stimme nur,

Eines von den stummen Dingen,

Die dein Wesen zauberhaft

Und geheimnisvoll durchdringen,

Und von deren steter Kraft

Nur verloren-leise Kunde

Manchmal deine Seele faßt,

Wenn du dich hinab zum Grunde

Eines Traums getastet hast.«

Immer ferner schien der Schimmer,

Immer dunkler Wort und Sinn,

Doch mein Herz lauschte noch immer

Nach der weißen Stimme hin,

Die vom Garten, bald wie Trauer,

Bald wie Lächeln, wundersam

Über Bäume, Busch und Mauer

Schwebend an mein Lager kam,

Und an meine Brust sich schmiegend

Ihrer Worte Wiege schwang,

Bis ich, fern im Schlummer liegend,

Glanz nur fühlte und Gesang.

Schwüler Abend.

Ist es schon Abend? Ich will nicht hinaus,

Vergeblich flimmert ihr, o buhlerische Sterne!

Faß mich doch enger, du vertrautes Haus,

Reiß mich an dich, gib mich nicht an die Ferne,

Lieg nicht so träg, so stumm, so atemlos,

Sprich jetzt zu mir! Ich brauche einen,

Der zu mir spricht in dieser Zwielichtstunde,

Hörst du: Ich brauche einen, sei es bloß

Das Ticken einer Uhr, ein Kinderweinen,

Das Knurren nur von einem nahen Hunde,

Nur nicht dies fröstelnde Verlassenscheinen,

Nur Etwas, das dies drohende Gewicht

Der ganz verstummten Stube von mir hält,

Und daß des Herzens Hammer nicht

So ohne Antwort in die Stille fällt!

Haus, halt mich fest! Zu viel

Von meinen Nächten hab' ich hingegeben

An dieses sinnlich aufgepeitschte Spiel.

Wie bin ich müd, die abenteuerlich

Erregte Luft, die lichterlose Schwüle

Der stummen Gassen an mein Kleid, an mich,

Und endlich flackernd in mir selbst zu fühlen.

Schließ du mich, Buch, in deine dunklen Zeilen,

Senkt, Briefe, ihr dies in die Ferne Streben

In lieber Menschen Bild, in eine Frau,

Beschwichtigt ihr das nun vom Abend lau

Aufschwülend unerklärliche Verlangen,

Des Blutes Unruh in die Nacht zu jagen!

Dies willenlose Durch-die-Gassen-Treiben,

Ob mich nicht Etwas aus dem Dunkel will,

Dies lüstern Spähn, dies angespannte Hangen

An jeder mattbeglänzten Fensterscheibe --

Wird dieses knabenhaft verworrne Treiben

Denn noch nicht in mir still?

Nein, halt mich, Haus! Verschließ mit dunklen Scheiben

All meine Unrast: und ich bleibe dein.

Ich selbst will ja den Abend so, nur so,

Wie er den andern ist: ein Müdesein,

Nur so,

Als sinke mit den schwindenden Kulissen

Ein buntes Spiel in bilderlose Räume.

Nicht will ich mehr. Vielleicht noch irgendwo

Freund oder Frau, ein mir Vertrautes wissen, --

Und dann nur Träume, bilderlose Träume.

Alphabetisches Verzeichnis der Gedichtanfänge.

Ach, daß du lebtest! 165.

Ach, noch immer glaube ich 237.

Alle Frühlingsbläue 100.

Alle Landschaften haben 105.

Als ich dann wieder in die Heimat kam 83.

Als ich erwachte heut morgen 89.

Als tot auf schlechtem Gasthofbette 230.

Am Abend schweigt die Klage 251.

Am Abend stehn die Dinge nicht mehr blind 286.

Am Saume eines fruchtbewachsenen 186.

Am Schlehdorn, am Schlehdorn 65.

Am süßen lila Kleefeld 38.

An der Brücke stand 195.

An ferne Berge schlug 164.

An jedem Tage gibt's 238.

An manchem Abend 64.

An Ufern des Rheins 186.

Auf Blut und Leichen 157.

Auf deinem Haupt schmolz 39.

Auf deinen Wangen liegen 150.

Auf der Magdalenenspitze 169.

Auf die Terrasse war ich 156.

Auf einmal weiß ich viel 205.

Auf steilem Felsrücken hingestreckt 180.

Aufschrei im Schlaf; durch schwarze Gassen 253.

Aus dem Rosenstocke 20.

Aus einer Wallfahrtskirche 181.

Aus silbergrauen Gründen 187.

Aus weißen Wolken 134.

Baronin Colombine 216.

Beginn der Klänge zwischen dir und mir! 11.

Bei einer stehn im Fensterrahmen 171.

Bevor ich diesen Inselstrand verließ 185.

Blauer Blick des Mondescheines 288.

Bläulicher Flieder 117.

Da lieg' ich an dem weißen Ostseestrande 278.

Da spülst du bunte Muscheln 182.

Das dank' ich dir 72.

Das Dorf liegt aufgebahrt 287.

Das Fräulein ging am Meeresstrand 70.

Das Gewand meiner Seele 110.

Das Glück ist ein leerer Schall 237.

Das Hängelämpchen qualmt 164.

Das ist das Furchtbare 4.

Das ist der Erde furchtbares 234.

Das ist unser schweigender 233.

Das junge Liebchen saß bei mir 178.

Das Kind Madlena 79.

Das Land durchströmt der Regen 228.

Das Leben, glaubte ich, sei rot 23.

Das Meer! -- Das Meer -- -- 227.

Das rote Weinlaub hängt 22.

Das sind die Abende 49.

Das sind die Reden 188.

Das Tal ist wie aus klarem Golde 172.

Daß einmal mein dies Leben war 265.

Daß von Geheimnissen 92.

Dein Antlitz war mit Träumen 122.

Dein Haar hat Lieder 99.

Deine Augen leuchten 5.

Deine feinen Hände 13.

Deine Himmel sind mir viel zu süß 115.

Deine Nächte klagen 5.

Deine Rosen an der Brust 189.

Deine Wimpern, die langen 108.

Dem Rauch einer Lokomotive 60.

Den Hengst, den Hengst! 170.

Den leeren Ranzen lässig umgesackt 286.

Denkst du daran, wie du 87.

Der Abend graut 50.

Der Abend weht Sehnen 143.

Der Abendhimmel leuchtet 41.

Der dunkle Herbst kehrt ein 249.

Der D-Zug schreit und steigert sich 284.

Der Fels wird morsch 147.

Der Heimweg führte mich 26.

Der lange Junitag 153.

Der Markusturm, der bunte 230.

Der Mond betrat der Urnacht Land 184.

Der Mond geht groß 42.

Der Tod wird uns an seine Hände nehmen 24.

Die Amseln haben Sonne 38.

Die andern sprachen 25.

Die Bäume lauschen 61.

Die Blätter fallen 203.

Die Buche sagt: Mein Walten 34.

Die da nicht kommen 2.

Die du so fern bist 83.

Die Dunkelheit hat alle Wege 42.

Die Engel der Liebkosung 222.

Die frühste Sonne legt sich 158.

Die Gärtner legten ihre Beete 124.

Die glatten, leisen, lustwarmen Weisen 223.

Die Glocken läuten dann 247.

Die großen Feuer warfen 161.

Die Hand ganz lang im Grase 96.

Die Instrumente her! 165.

Die jubelnd nie den überschäumten Becher 84.

Die Krähen schrein 194.

Die Luft so schwer 39.

»Die Lüge« sagst du 237.

Die menschenblasse Rose 164.

Die müde schon verglühte 31.

Die Rosen leuchten immer noch 48.

Die Sommernacht, und andachtvoll 40.

Die Sterne fliehen schreckensbleich 144.

Die Sterne sind zu groß 174.

Die Stirnen der Länder 105.

Dies ist mein Glück 211.

Dies schick' ich dir, mein Liebling 73.

Drei Stürme liebt' ich ihn 146.

Drüben du, mir deine weiße 72.

Du bist der schönste 13.

Du bist nicht bang, davon zu sprechen 199.

Du ferne Flöte 65.

Du Gott, ich hasse dich 98.

Du hast deine warme Seele 149.

Du hast deinen Kopf tief über mich gesenkt 146.

Du hattest einen Glanz 54.

Du kamst, erregt 12.

Du meines Blutes Unruh 88.

Du mit der Stirne voller Licht 104.

Du sprichst von Sünde gleich 141.

Du träumtest dieses Lebens Wirren 26.

Du weißt, wir bleiben einsam 278.

Eh' mir aus der Scheide schoß 115.

Ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch 19.

Ein Blütenzweig, blaßrosa 212.

Ein frischer Hügel ist's 70.

Ein sanftes Glockenspiel 255.

Ein schwarzes Vöglein 187.

Ein Spielmann auf seiner Geige strich 215.

Ein Wagen steht vor einer 35.

Ein Waisenkind, mit nassen, blassen Wangen 260.

Ein weißes Grau hüllt weit 226.

Eine Heimat hat der Mensch 233.

Eine plötzliche Stille 246.

Einen guten Grund hat's 141.

Einmal vor manchem Jahre 138.

Entführ' mich, wie ich bin 258.

Entgegengeschmiedet auf schroffem Fels 115.

Er hat seinen heiligen Schwestern 144.

Er schwenkte leise seinen Hut 259.

Er schwirrte nächtens 10.

Erhitzt und müde, durstig 165.

Erkennen ist noch Hast 275.

Es braust noch immer in der Welt 259.

Es ebbt. Langsam dem Schlamm 163.

Es ist ein Reihen geschlungen 16.

Es ist ein Weinen in der Welt 149.

Es kam ein Wind von Frühlingsland 287.

Es läuft der Frühlingswind 117.

Es liegt ein Plan in einem weiten 66.

Es rauscht durch unseren Schlaf 145.

Es rinnen rote Quellen 24.

Es schneit, es schneit, bedeckt die Erde 257.

Es treibt vorüber mir 158.

Es war einmal, ich weiß nicht wann 68.

Februarschnee tut nicht mehr weh 76.

Fräulein Gigerlette 18.

Ganz mit Frühling und Sonnenstrahl 136.

Ganz still zuweilen wie ein Traum 77.

Geöffnet sind meine Fenster 245.

Gewitter drückt auf Sanssouci 168.

Gib mir nur die Hand 52.

Gottes Krallenhand zerreißt 101.

Graue Engel gehen um mich 37.

Greife wacker nach der Sünde 260.

Grenz' ich an dich im Grenzenlosen 62.

Groß ist das Leben und reich 86.

Hab' ich doch alles nun geküßt 224.

Hab' nicht zu lieb die knospende Rose 228.

Hab' Sonne im Herzen 74.

Halte mir einer von euch Laffen 219.

Halte wach den Haß 93.

Hart stoßen sich die Wände 177.

Heiterkeit, güldene, komm! 197.

Herbst ist es, siehst du die Blätter 139.

Herbsttag, und doch wie weiches 155.

Herr Holger am Kamine sitzt 229.

Hier ist das Land. So rudert 87.

Hier saß ich, wartend 196.

Himmel baut sich um die Brust 285.

Hör' mich, Mutter, höre mich! 137.

Ich dachte gestern nacht 258.

Ich fühle keinen Schmerz 17.

Ich hab' es nie so tief gewußt 80.

Ich hab' kein Haus 44.

Ich habe die lange schwüle Nacht 218.

Ich habe keine Schmerzen 237.

Ich habe Nächte dafür geopfert 75.

Ich hatte so viel dir zu berichten 141.

Ich hörte den Wind 185.

Ich lag auf dem Meer 183.

Ich lauschte in die Krone des Baums 277.

Ich liebe unter allen 248.

Ich liege ganz still 221.

Ich liege in gläsernem Wachen 268.

Ich liege mit der Zigarette 217.

Ich liege mit einer Frau 178.

Ich mache das Fenster auf 256.

Ich möcht' es kosten 180.

Ich möchte mir Freuden 41.

Ich möchte wandern 36.

Ich reichte einem Kranken 263.

Ich reite stumm aus dem Turnier 102.

Ich sah dich den Amseln 1.

Ich sah sie einst. Sie stand 36.

Ich saß im Glühn der toten 79.

Ich schlich mich an das Roß heran 219.

Ich sehe den Bäumen die Stürme an 203.

Ich soll erzählen 103.

Ich tat große Dinge 183.

Ich träume wieder 103.

Ich tu' mir Zwang 256.

Ich war ein Kind von fünfzehn Jahren 261.

Ich weiß, daß ich sterben muß 138.

Ich weiß es wohl, wie du 234.

Ich weiß -- ich weiß 28.

Ich weiß, mein Lied wird 44.

Ich will hier Feste geben 126.

Ich will meine bloßen Hände 222.

Ich wohne, wo die Wolken gehn 231.

Ich wollte dich mit Rosen 29.

Ihr Dach stieß fast bis an die Sterne 130.

Im Arm der Liebe 85.

Im Feld ein Mädchen singt 247.

Im Haar ein Nest von jungen 106.

Im Lande der Torheit 86.

Im Mondlicht und im Sonnelicht 182.

Im Schimmer des Mondes 15.

Im Sklavendienst der Lüge 28.

Im Weizenfeld, in Korn und Mohn 153.

In deinem Angesicht 39.

In deiner lieben Nähe 69.

In dem sanften Wallen 266.

In der gelben und grünlichen 43.

In des Hades Grüfte 139.

In die dunkle Bergschlucht 51.

In dieser Märznacht 243.

In einem Garten, unter dunklen 134.

In ihren Locken haftete 85.

In kalten, steifen Engen 172.

In nackter Wüste ruht 167.

In scheuer Lust -- doch nimmermehr 88.

In Wirbeln geht der Strom 235.

Ist es schon Abend? 290.

Ja? Gab es Tage, wo ich selbst 173.

Ja, in der Jugend war ich 179.

Jahrelang sehnten wir uns 71.

Jetzt, da ich zehn Jahrtausende 95.

Jetzt kommt die Nacht 142.

Kaminfeuer und Morgenrotschimmer 56.

Kavaliere, bleich und mit schmalen Gelenken 218.

Kein Liebeswort 249.

Keine Furcht der Erde 100.

Klar ruhn die Lüfte 47.

Kleine Schwester Irene 91.

Komm, denn der Abend kommt 241.

König Kophetua 215.

Korn. Saaten. Und des Mittags 107.

Länder und Seen durchschwommen 7.

Laß mich in deinem stillen Auge 37.

Laß uns Blumen pflücken gehn 69.

Leise laß sie ihren Reigen führen 239.

Leise, leise fallen weiße Flocken 23.

Lieber auf eigene Rechnung 77.

Liegt eine Stadt im Tale 50.

Lösche alle deine Tag' 242.

Manche freilich müssen drunten sterben 120.

Mancher ist betrübt gegangen 78.

Mein armer Kopf lag still 84.

Mein Blick, nun weide dich 30.

Mein Gott, es werden sein zu deiner Rechten 269.

Mein Herz so ganz in dir beglückt 78.

Mein Jüngling, du, ich liebe dich 90.

Mein Traum ist eine junge, wilde Weide 148.

Meine Freunde sind schwank wie Rohr 62.

Meine Jugend hängt um mich 176.

Meine Mutter sang 22.

Meiner Jugend Träume 4.

Menschen sterben von mir ab 279.

Mich jammerte dein graues Dämmerweh 184.

Mir bangt um dich 1.

Mir ist, als ob der Friede 221.

Mir war, als ginge 124.

Mistralwind, du Wolkenjäger 192.

Mit blutgemiedener langer schmaler Hand 216.

Mit dem Monde will ich wandeln 34.

Mit leisem Herzen 66.

Mit metallhartem Rotgelb 33.

Mit silbergrauem Dufte 121.

Mond, alte Blumen 12.

Mond und Liebe 15.

Moosgrün aus Samt 17.

Mutwillige Mädchenwünsche 110.

Nacht, die aus den Sternen quillt 82.

Nacht kam herein. Und morgen 263.

Nächtlich war's am stillen Weiher 142.

Nah wie Löcher eines Siebes 279.

Nicht der Nachtigall 140.

Nicht im Schlafe hab' ich das geträumt 17.

Nicht lange durstest du noch 196.

Niemals wieder will ich 274.

Ninon heißt sie. Ihre Mutter 129.

Noch _einmal so_! Im Nebel 52.

Noch hängt ein scheues Vogellied 97.

Noch niemals fiel es 189.

Noch spür' ich ihren Atem 121.

Nun beugt die Nacht sich singend 179.

Nun kam der Abend 236.

Nun schweig und fühle 6.

Nun sind vor meines Glückes Stimme 245.

Nun wieder, mein Vater, ist kommen 275.

Nur der Wind weiß 99.

O hättest du gelernt 127.

O mein Geliebter -- in die Kissen 53.

O Mensch! Gib acht! 195.

O sieh das Spinnennetz 188.

Ob du wohl auch so schlaflos liegst 51.

Oft in der stillen Nacht 20.

Oft war sie als Kind 206.

Oft, wenn die stille Mitternacht 232.

Ohne Sorgfalt, was die Nächsten 210.

Reicht mir in der Todesstunde 261.

Rote Rosen winden sich 133.

Schon deckt beschattend 45.

Schon taucht der Mond 98.

Schönheit ist Atem 240.

Schwer schweigt der Wald 235.

Schwermütig wächst mein Frieden 234.

Seele meines Weibes 115.

Sei nicht traurig 75.

Sein Freund, der Türmer 128.

Seit du mir ferne bist 136.

Septemberabend; traurig tönen 251.

Sie fanden ihn -- 3.

Sie lassen sich am Ufer nieder 238.

Sie schweift den Fuß wie Pfaunrad aus 280.

Sie stehn im Schein der Kerzen 244.

Sie trug den Becher in der Hand 119.

Sie wirbelt weich, die Hände schwingend, vor 280.

Sieh da droben die Rosen! 116.

Silbern überflogen 104.

Singe nicht so hell und laut 220.

So flieh, enttanze 281.

So regnet es sich langsam ein 74.

So reich bist du 274.

So in die still verschneite Nacht 248.

So lange blieb sie fest geschlossen 78.

So war's auch damals schon 49.

Sonne, herbstlich dünn und zag 250.

Soviel Lüftchen wehn und vergehn 246.

Spät, wenn die alte Uhr geschlagen 220.

Statt der Blumen und Blätter 43.

Steht eine Mühle am Himmelsrand 160.

Stille in nächtigem Zimmer 252.

Stille! oh stille! 214.

Stille weht in das Haus 40.

Tag meines Lebens 197.

Tag um Tag 63.

Taucht nur, senkt nur eure wilden 264.

Tiefdunkelroter Scharlachschein 73.

Trauernd stehst du 26.

Traumhaft hinschlendern 15.

Trinkend hatt' ich erharrt 181.

Über ein Glück, das du flüchtig 143.

Über mir im Blauen 104.

Um bei dir zu sein 135.

Und abermals wirst du 27.

Und als ein solcher klarer 257.

Und als ich gegen den Marktplatz kam 213.

Und bin ich auch in mancher Stunde 224.

Und es rauscht nur und weht 58.

Und ich führte das blonde 227.

Und ich sah dich nachts 217.

Und immer fremder sind mir 81.

Und Kinder wachsen auf 119.

Und sie herzten sich 4.

Unruhig steht der hohe Kiefernforst 46.

Unsere Augen so leer 40.

Unsere Leiber zerfallen 7.

Vollkommen ist die Stille 254.

Vom Dorf her durch die Nacht 241.

Vom stolzen Glück des eignen Werts 211.

Von blauem Tuch umspannt 174.

Von Stern zu Stern 282.

Vor der verschlungnen Finsternis 283.

Vor meinem Fenster singt ein Vogel 133.

Wachet und betet mit mir! 190.

Wanderer im schwarzen Wind 253.

Wann ich von dir gehe 180.

Warum, warum diese neue Angst? 271.

Was ist das Glück? 242.

Was kann ich für dich tun?!? 2.

Was waren Frauen 243.

Weiß ich, daß Stunden 91.

Weite Wiesen im Dämmergrau! 19.

Welch ein Schweigen 187.

Wenn die Felder sich verdunkeln 51.

Wenn die große Sehnsucht wieder kommt 221.

Wenn die Nacht von dannen geht 6.

Wenn die Rosen des Morgens 6.

Wenn ich leide, wenn ich dulde 59.

Wenn kalt der Regen 81.

Wenn noch die Eitelkeit 265.

Wenn sie wandeln 239.

Wer hat die Wolken zerbeult? 43.

Wer in die Nacht geht 240.

Wer jetzt weint irgendwo 198.

Wie deine grüngoldnen Augen 114.

Wie der wilde Gletscherbach 189.

Wie eigen ich dich einst küßte! 227.

Wie ein heimlicher Brunnen 147.

Wie eine Blume, drüberhin 13.

Wie geisterhaft im Sinken 258.

Wie ich dich überall sehe 226.

Wie ich mich auf den Frühling freue! 30.

Wie in der Hand ein Schwefelzündholz 209.

Wie lang' schon darb' ich 63.

Wie Vögel, welche sich gewöhnt 207.

Wieder wandelnd im alten Park 250.

Winde quälen die Bäume 38.

Wie hielten uns umschlungen 224.

Wir haben wohl ein Lachen 27.

Wir saßen an zwei Tischen 191.

Wir sind aus solchem Zeug 123.

Wir sind zwei Schatten 80.

Wir standen unter alten 162.

Wir tauchten aus dem Strom 24.

Wir träumen über die Erde hin 213.

Wir wehen durch die Lüfte 14.

Wochen, Wochen sprach ich 61.

Wolkenschatten fliehen 170.

Zünd festlich im Salon 211.

Zwei Menschen gehn 54.

Zwei Schwestern sah ich heut 270.

Zwischen duftigen Büschen 262.

Zwischen mir und meinem trunknen Leben 82.

Zwischen zwei dunklen Wogen 182.

Zwischen zwei Rappen 55.

Zwölf Morgenhellen weit 148.

Deutsche Lyrik seit Liliencron · 第 41 / 42 题