_Berliner Tageblatt_: Der Titel »Die Höhe des Gefühls« bezeichnet einen
Zustand außerordentlicher seelischer Steigerung, der ein Hinausgehen
über die sonstigen Grenzen der lyrischen Form zum szenischen Bilde
notwendig macht, indem der Träger des Gefühls sich selbst in den
leidenschaftlichen Beziehungen zur Umwelt darstellen muß. Durch eine ins
Großartige aufstrebende biblische Düsterkeit und Erlebniskraft erhebt
sich das Schlußstück »Die Arche Noah« zu einer Musik des Wortes und
Sinnes, die man als ein poetisches Oratorium ansprechen möchte.
_Neue Freie Presse, Wien_: Es dünkt mich das innigste, echteste und
zugleich kühnste, selbstbewußteste der Brodschen Bücher. Hier gab der
Dichter vielleicht sein Tiefstes: ein Paradigma der Menschheit, ihrer
Irrungen und Versuchungen, ihrer Verstrickungen und Erlösungen in Form
einer kurzen und gedrängten, phantasievoll vergegenwärtigten Szene.
Irgendein Unsagbares schwingt hierbei noch mit, das ich nur durch das
Wort »Musik« anzudeuten vermag.
_Die Zeit, Wien_: Etwas Weltabgewandtes, Abseitiges, nach innen
Gekehrtes, das mit unserem Gefühls- und Gedankenleben mehr zu tun hat,
als Krieg und Börse, zieht uns mit seltsamer Gewalt zu diesen Blättern
und dennoch spürt man verhalten den heißen Atem unserer Zeit darin. Über
die neue Gabe des jungen Prager Dichters wird man sich freuen: sie
gehört zu den in unserer Zeit so seltenen reifen und harmonischen
Büchern, die gleichweit von erdfernem Optimismus und kokett-ironischer
Weltschmerzlichkeit entfernt sind.
_Prager Tageblatt_: Brods Kunst erscheint hier wunderbar gesteigert,
losgelöst vom stofflichen Zwang, wie auf Flügeln die Welt durchmessend.
Der Verlag hat dem Werk übrigens ein ganz erlesenes Kleid gegeben.