Geheftet Mark 3.-- Gebunden Mark 4.50

_Berliner Tageblatt_: Der Titel »Die Höhe des Gefühls« bezeichnet einen

Zustand außerordentlicher seelischer Steigerung, der ein Hinausgehen

über die sonstigen Grenzen der lyrischen Form zum szenischen Bilde

notwendig macht, indem der Träger des Gefühls sich selbst in den

leidenschaftlichen Beziehungen zur Umwelt darstellen muß. Durch eine ins

Großartige aufstrebende biblische Düsterkeit und Erlebniskraft erhebt

sich das Schlußstück »Die Arche Noah« zu einer Musik des Wortes und

Sinnes, die man als ein poetisches Oratorium ansprechen möchte.

_Neue Freie Presse, Wien_: Es dünkt mich das innigste, echteste und

zugleich kühnste, selbstbewußteste der Brodschen Bücher. Hier gab der

Dichter vielleicht sein Tiefstes: ein Paradigma der Menschheit, ihrer

Irrungen und Versuchungen, ihrer Verstrickungen und Erlösungen in Form

einer kurzen und gedrängten, phantasievoll vergegenwärtigten Szene.

Irgendein Unsagbares schwingt hierbei noch mit, das ich nur durch das

Wort »Musik« anzudeuten vermag.

_Die Zeit, Wien_: Etwas Weltabgewandtes, Abseitiges, nach innen

Gekehrtes, das mit unserem Gefühls- und Gedankenleben mehr zu tun hat,

als Krieg und Börse, zieht uns mit seltsamer Gewalt zu diesen Blättern

und dennoch spürt man verhalten den heißen Atem unserer Zeit darin. Über

die neue Gabe des jungen Prager Dichters wird man sich freuen: sie

gehört zu den in unserer Zeit so seltenen reifen und harmonischen

Büchern, die gleichweit von erdfernem Optimismus und kokett-ironischer

Weltschmerzlichkeit entfernt sind.

_Prager Tageblatt_: Brods Kunst erscheint hier wunderbar gesteigert,

losgelöst vom stofflichen Zwang, wie auf Flügeln die Welt durchmessend.

Der Verlag hat dem Werk übrigens ein ganz erlesenes Kleid gegeben.

Gesichte: Essays und andere Geschichten · 第 75 / 87 题