Anmerkungen zur Transkription

Der vorliegende Text wurde anhand der 1907 erschienenen Buchausgabe

so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische

Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute

nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten

bleiben gegenüber dem Original unverändert, sofern der Sinn des

Texts dadurch nicht beeinträchtigt wird. Fremdsprachliche Zitate

wurden nicht geändert.

Kopfzeilen, die den Inhalt veranschaulichen, werden hier als

Randnotizen dargestellt, welche wiederum an den jeweils relevanten

Stellen eingefügt wurden. Die Druckfehlerberichtigung (S. 375)

wurde bereits in den Text eingearbeitet. Die Fußnoten finden sich

am Ende des jeweiligen Kapitels.

Besondere Schriftschnitte wurden mit Hilfe der folgenden Symbole

gekennzeichnet:

Fettdruck: =Gleichheitszeichen=

gesperrt: ~Tilden~

Antiqua: _Unterstriche_

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[Illustration: Der Verfasser vor einem Elefanten.]

Im Morgenlicht.

== Kriegs-, Jagd- und ==

Reise-Erlebnisse in Ostafrika

von

Hans Paasche,

Oberleutnant zur See.

[Illustration]

Mit 97 photographischen Aufnahmen des Verfassers.

---- Zweite Auflage. ----

[Illustration]

Berlin.

Verlag von C. A. Schwetschke und Sohn.

1907.

Fräulein ~Wanda Théremin~ hat die Photographien für den Druck

vorbereitet.

Die Autotypien sind in der Kunstanstalt von ~Carl Schütte~ in

Berlin hergestellt.

Vorwort.

_Coelum, non animum, mutant,

qui trans mare currunt._

_(Horaz. Epist. I, 11.)_

Dies Buch schildert meine Erlebnisse in Ostafrika; was ich mit meinen

Augen geschaut, mit meinen Ohren gehört habe, will es erzählen.

Eigene Erlebnisse: ich habe den Versuch gemieden, in meine

Aufzeichnungen hinein zu verbessern, sie zu färben. Hieraus erklärt

sich vielleicht, daß meine Schilderungen den Stempel starker

Subjektivität tragen.

Mit herzlicher Dankbarkeit denke ich an meine Vorbilder, meine

Meister und Gönner, auch wenn ich sie nicht mit Namen genannt habe.

Und aufrichtig freuen würde es mich, wenn sie sich in meinem Buche

wiederfänden.

Vielseitig ist unser herrlicher Seemannsberuf. Vielleicht ist das

Schönste an ihm, daß mählich, und oft unbewußt, die flüchtigen

Eindrücke von Ländern und Völkern und von dem bunten Leben in fremder

Welt ein Stück unseres eigenen Seins werden. Man hängt oft fester

daran, als es äußerlich scheinen möchte.

Ungemein günstige äußere Umstände habe ich gefunden: ich durfte

Wanderungen machen, die jetzt, wo die große, stolze Flotte die Kräfte

in der Heimat mehr zusammenhält, schon seltener und schwieriger werden;

ich war Offizier auf einem kleinen Schiff mit glücklichen dienstlichen

Verhältnissen, hatte wohlwollende Vorgesetzte, hatte Kameraden, die an

allem Teil nahmen, für den Abwesenden sorgten und eintraten; ich fand

freundliches Entgegenkommen beim höchsten Beamten und beim einfachsten

Ansiedler; ich fand endlich ein Land voller starker und großer

Hoffnungen.

Goethe schrieb aus Italien an Herder: „Ich will, solange ich hier bin,

die Augen auftun, bescheiden sehen und erwarten, was sich mir in der

Seele bilde.“

Nach dieser Lehre zu schauen und zu lernen habe ich mich in Ostafrika

bemüht.

~Wilhelmshaven~, im Oktober 1907.

=Hans Paasche.=

Inhaltsverzeichnis.

Im Morgenlicht. Kriegs-, Jagd- und Reise-Erlebnisse in Ostafrika · 第 1 / 34 题