Philotas. Habe ich ein Rätsel gesprochen?--O verlange nicht, König,
daß ein Jüngling, wie ich, alles mit Bedacht und Absicht sprechen soll.
--Ich wollte nur sagen: Die Frucht ist oft ganz anders, als die Blüte
sie verspricht. Ein weibischer Prinz, hat mich die Geschichte gelehrt,
ward oft ein kriegerischer König. Könnte mit mir sich nicht das
Gegenteil zutragen?--Oder vielleicht war auch diese meine Meinung, daß
ich noch einen weiten und gefährlichen Weg zum Throne habe. Wer weiß,
ob die Götter mich ihn vollenden lassen?--Und laß mich ihn nicht
vollenden, Vater der Götter und Menschen, wenn du in der Zukunft mich
als einen Verschwender des Kostbarsten, was du mir anvertrauet, des
Blutes meiner Untertanen, siehest!--
Aridäus. Ja, Prinz; was ist ein König, wenn er kein Vater ist! Was
ist ein Held ohne Menschenliebe! Nun erkenne ich auch diese in dir,
und bin wieder ganz dein Freund!--Aber komm, komm; wir müssen hier
nicht allein bleiben. Wir sind einer dem andern zu ernsthaft. Folge
mir!