Einige Tage später.
Mit einem Schlage bin ich sehr klug und weise geworden. – Heute
erging ich mich im Lager Wald. Freilich mied ich den Märchenwald und
die Clemenskapelle, umging ängstlich die schmale Wegspur, die zwischen
Stechpalmen und Farnen nach dem Tempel führt. Ein Knacken seitwärts
im dürren Unterholz schreckte mich auf, und da sah ich die Korb-Sina,
die ihre große, blaue Schürze mit Tannenzapfen füllte. Ich verhielt
meinen Schritt, die Entdeckung war mir wertvoll, und ich wollte sehen,
wohin sie sich wenden würde. Sie drehte mir den Rücken zu, mochte aber
plötzlich fühlen, daß sie nicht allein sei, denn ein rauher Ton kam
aus ihrer Kehle. Fast wie ein Aufschluchzen. Dann kollerten die vielen
Tannenzapfen zur Erde, und unbekümmert durch das sie hemmende Unterholz
stürmte sie auf mich zu. – Breit grinsend, laut auflachend und mit
dem Ungestüm eines Kindes dann wieder weinend, so stand die alte Frau
endlich vor mir. »Ist sie glücklich?« stieß sie hervor. »Ist der Pastor
gut zu meiner Maria?«