Florian Stoß.[515]

1. Magister Michael Arnold, Prediger in Görlitz, hat etliche silberne

Sache, im Gewicht von 4 Mark 1 Loth, und edle Steine Meister /Florian

dem Goldschmiede/ übergeben, der davon ein Pacificale machen soll

und alles auf 33 Mark veranschlagt. Sein Schwager Nicolaus Neumann

leistet Bürgschaft für rechtzeitige Ablieferung der Bestellung. 1515,

vigilia Philippi et Jacobi (30. April). (Görlitzer Rathsarchiv: liber

actorum von 1511-21, fol. 117 b.)

2. Der Görlitzer Rath verwendet sich 1520 vig. ascens. dni. (16. Mai)

für denselben Künstler bei dem obersten Hofrichter des Königreichs

Böhmen, Herrn Peter Berka von der Daube (Duba) auf Leipa, wegen

einer Summe von 4 Floren 8 Groschen, die er dem Juden Simon schuldig

sein sollte. Dieser hätte dem Goldschmiede Barren (Orig. borren) für

„Venedisch Gut“ verkauft, es befände sich aber nicht also. (Nach dem

Concept im liber missivarum von 1520.[516]

Die Identität des Meisters Florian mit dem Sohne des Veit Stoß

unterliegt kaum einem Zweifel, zumal auch sonst kein Goldschmied dieses

Namens in Görlitz vorkommt.[517]

/Bunzlau./ Dr. /Ewald Wernicke./

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit (Jg. 26, 1879) Neue Folge · 第 168 / 177 题