Die Birken sind schon schwer umnachtet.
Der Park reißt wild die Melodie
der Wege weiter. Eh ihr dachtet
seht Ihr das Tor vor ein Gesprüh
mildesten Abends hingeschmiedet.
Eine Rosette hebt die Scheibe
über den Rand des Dunkels hoch.
Fragt mich nicht, was sie tief umfriedet
von weichem Glanz ins Kalte zog.
Sagt, Freunde, nicht zum Abend: Bleibe
Und hebet Eure Fäuste hoch.
DEM GEDÄCHTNIS DER TÄNZERIN
ANGELIQUE HOLOPAINEN
Über der stahlgrellen Straffung von tausend entflammten Gelenken,
o wie liegt im Tanz ihr zweckloser Bizeps da kühl wie ein sänftiger
Hund.
Und alle die andern, die Muskeln, entzündete Sehnen schwenken
Lächeln hinauf nach der Demut, die verzuckt an dem slavischen Mund.
Und da befällt mich die wütende Angst, in diesen verzückten Posen
sei nicht mehr Angelique, die bebt, wenn der Metro schrillt,
die wie ein Dolchstoß süß sich erhob und den Ansturm verfaulter
Leprosen,
den zischenden Geifer zurückschlug und als glänzenden Schild
einzig den Ordinat trug der Pflegerin über den kindlichen Brüsten
. . .
Apachenpfiffe zerrissen, Türme durchschwammen das Wetter, wie ein
Blinkfeuer schlug Sacré Coeur
zerspiegelte Blitze hinein in die Stadt, und unter der Donner
verdunkelten Lüstern
hing ihre madonnige Demut geneigt im Dächermeer.
Und nun ist mir die einzige Lösung, während in blinden Exstasen
ihrer Schenkel Bogen, ihre Brust ins Unermeßliche rollt:
Der silberne Brand dieser Lippen, in dessen verrauschenden Phasen
ein Monat der Liebe sich schaukelt bei Passy in Abend und Gold.