Es war im Sommer, wenige Wochen vor Mimi's sechstem Geburtstage. Eine
dumpfe Schwüle lag auf dem kleinen Orte, überall sah man traurige und
verweinte Gesichter. Der Todesengel war eingezogen in dem Dorfe und hielt
eine reiche Ernte unter den lieblichsten Blumen der Menschheit, unter den
Kindern.
Es war eine bösartige Epidemie, eine jener verheerenden Krankheiten, welche
an die düstere blutige Sage von dem Würgengel erinnern.
Auch Mimi war von der Krankheit ergriffen worden und lag schon einige Tage
hart darnieder.
Dennhardt wich nicht einen Augenblick von ihrem Bette. Gleich als sich die
ersten Symptome des Fiebers zeigten, hatte er einen reitenden Boten nach
Vannes geschickt und den tüchtigsten Arzt der Stadt holen lassen, der auch
wenige Stunden später erschien.
Wie ein Sterbender, mit dem Ausdruck tiefster Seelenangst in den verstörten
Zügen trat ihm Dennhardt unter der Hausthüre entgegen.
»Retten Sie mir mein Kind, Doctor,« sprach er mit bebender Stimme, indem er
ihm seine zitternde Hand entgegenstreckte, »meine Mimi ...« Er konnte nicht
mehr sprechen, die Stimme versagte ihm.
Der Arzt, welcher Dennhardt von seinen Besuchen in Vannes her kannte und
sich, schon weil er politischer Gesinnungsgenosse des deutschen Flüchtlings
war, zu Dennhardt hingezogen fühlte und ihn bei näherer Bekanntschaft auch
wegen der Bravheit seines Charakters hoch schätzen gelernt, war im ersten
Augenblick ganz überrascht von dieser tiefen Bewegung Dennhardt's.
Wußte er auch, daß der Bildhauer sein Kind auf das zärtlichste liebte, so
hätte er doch nimmer in dem ernsten ruhigen Manne eine solche Weiche des
Gefühls vermuthet.
»Fassen Sie sich, mein Lieber, man darf, so lange der Odem des Menschen
aus- und eingeht, nie verzagen, am Wenigsten aber bei den Krankheiten der
Kinder, wo die Heilkraft der Natur, viel häufiger als es von dem klügsten
Arzt erwartet wird, Genesung fast urplötzlich bringt.«
Er trat an das Bett der Kleinen, die in einer Art Halbschlummer lag.
Dennhardt's Auge hing an des Arztes Mienen, und es entging ihm nicht,
wie diese, trotz der Selbstbeherrschung des Mannes, einen sehr ernsten,
bedenklichen Charakter annahmen.
»Das Kind ist krank ... sehr krank,« sprach er vom Bett zurücktretend in
leisem Tone zu Dennhardt, welcher mit vor Aufregung laut hämmerndem Herzen
dem Arzte gewissermaßen jedes Wort von den Lippen nahm, »indessen man darf
noch nicht die Hoffnung aufgeben. Vor allen Dingen sorgen Sie dafür, daß
die Arznei, welche ich verschreibe, rasch geholt wird.«
»Nicht alle Hoffnung aufgeben,« wiederholte Dennhardt mit erloschener
Stimme und einem Blicke verzweifelter Seelenangst, »o, ich weiß, was diese
Worte in dem Munde eines Arztes bedeuten.«
»Muth, Muth, Mann,« tröstete der Doctor, »und vor Allem die Arznei. Ich
komme morgen mit dem Frühesten wieder, für außerordentliche Fälle wenden
Sie sich an den Doctor Godin, der ganz in der Nähe, eine Viertelstunde von
hier, auf seinem Landgute lebt. Er prakticirt zwar nicht mehr, aber hier
wird er eine Ausnahme machen, ich will im Vorbeifahren selbst mit
ihm sprechen. Gott stehe Ihnen bei, mein Freund!« Mit diesen Worten
verabschiedete sich der Arzt.
In tödtlicher Spannung und Ungewißheit vergingen einige Tage. Täglich kam
der Doctor und täglich wußte er für das von Todesqualen erfüllte Herz des
Vaters keine andere Antwort, als die furchtbaren Worte: »Das Kind ist sehr
krank ... indessen man darf die Hoffnung noch nicht aufgeben.«
Zehn entsetzlich peinvolle Tage und Nächte waren so dahingegangen.
Dennhardt's Augen hatten sich während dieser Zeit auch nicht auf eine
Minute zum Schlafe geschlossen. Eine alle Nerven und Fibern aufregende,
gewöhnliche menschliche Kraft weit übersteigende Willensmacht erhielt ihn
munter.
Er wich nicht einen Augenblick von Mimi's Bett, und sein Auge überwachte
die geringste Bewegung des Kindes.
Es war in der elften Nacht ihrer Krankheit ... die Gewalt des Fiebers,
welches gegen Abend nachgelassen, hatte sich eine Stunde vor Mitternacht
wieder heftig gesteigert, der Puls flog in stürmischer Eile ... der Athem
war kurz und beklommen ...
»Papa,« sagte plötzlich das Kind, welches während der Krankheit meist stumm
und theilnahmlos gegen seine Umgebung sich verhalten hatte, »Papa ... ich
kann gar nicht Luft bekommen.«
Es war des Kindes erste Klage, aber sie traf Dennhardt wie der Stoß eines
glühenden Schwertes mitten in das Herz hinein!
»Meine gute, liebe Mimi,« sprach er mit halberstickter Stimme, die Kleine
sanft emporrichtend und das Bett aufschüttelnd, »ich will Dir ein Kissen
unterlegen, Du liegst so niedrig, dann wirst Du auch leichter athmen
können.«
Aber er konnte es nicht verwehren, daß ihm zwei Thränen über die Wangen
liefen, trotz seiner Anstrengung dem Kinde seinen Schmerz zu verbergen.
Die Kleine sah die Thränen.
»Nicht weinen, Papa,« sagte sie mit ihrer leisen, weichen Stimme und indem
sie mit ihren glänzenden Augen aufmerksam ihres Papa's Züge betrachtete.
Dann wendete sie sich auf die andere Seite und verfiel wieder in jenen
dumpfen Halbschlummer, in welchem weder die Phantasie, noch der Körper
ruht, und der nicht sowohl stärkend, als vielmehr erschöpfend wirkt.
Nach Mitternacht steigerten sich die fieberhaften Erscheinungen und die
Beklemmungen beim Athmen so, daß Dennhardt einen Boten nach dem Doctor
Godin schickte.
Dieser kam und hatte kaum einen Blick auf das Kind geworfen, als er eilig
nach Blutegeln verlangte.
Man holte sie beim Dorfbader und setzte der Kleinen, die Alles geduldig
ertrug, drei der schwarzen häßlichen Thiere in die Nähe des Herzens.
Da wurde die Thüre geöffnet und die junge Lootsenfrau erschien weinend auf
der Schwelle und bat den Doctor, von dessen Ankunft sie gehört, zu ihrem
todtkranken Kinde, ihrer Lisette, zu kommen.
»Auf der Stelle komme ich,« entgegnete der menschenfreundliche alte Arzt,
der längst der Praxis entsagt hatte und nur aus Humanität seine Dienste
der leidenden Menschheit widmete, »ich werde gleich zurück sein, lieber
Freund.«
Er ging und Dennhardt blieb allein mit der Mutter Poisson bei seinem Kinde
zurück.
Es war eine dumpfe und schwüle Nacht. Ueber den Bergen wie über dem Meere
hingen dunkle Wetterwolken, und am fernsten Horizonte, da wo Wasser und
Himmel sich zu vermählen scheinen, leuchteten schon feurige Blitze. In
der Stube brannte nur die schwache Flamme einer mit einem grünen Schirm
umgebenen Lampe, da das Kind sich vom Anfang der Krankheit an gegen den
hellen Lichtschimmer empfindlich gezeigt hatte.
Kein Geräusch in dem Zimmer, als des Kindes rasche Athemzüge und das
hörbare Hämmern und Klopfen des kleinen Herzens.
Dennhardt kämpfte vergebens gegen den Ausbruch eines Schmerzes, den er
lange unterdrückt hatte, der aber endlich mit Gewalt hervorbrach und in
heißen Thränenströmen über seine Wangen fluthete.
Es war jenes stille Weinen einer kräftigen Männernatur, die unverzagt im
Sturm und Wetter steht, die selbst mit zerbrochenem Schwerte und aus zehn
Wunden blutend noch die Schlacht des Lebens gegen den äußern Feind schlägt,
die aber weich wird wie eine Kinderseele, wenn des Schicksals Hand an das
Herz greift und von diesem Herzen das einzige Wesen reißt, an welchem es
mit allen Fasern hing.
Hab und Gut, Vaterland und Beruf, Weib und Lust des Lebens hatte Dennhardt
in seinem Kampfe für die großen Ideen der Freiheit verloren, es hatte ihn
nicht erschüttern können, selbst die Trennung von Fanny hatte ihn kaum eine
Thräne gekostet, denn sie hatte ja nicht ohne ihre eigene Schuld aufgehört
das Weib seiner Liebe zu sein; aber dieser drohende Verlust seines Kindes,
seiner kleinen lieben Mimi, ergriff ihn mitten an seine Lebensnerven, er
ließ ihn zusammenbrechen.
Schmerzliches, aber zugleich rührendes Beispiel der Hinfälligkeit
menschlicher Kraft, der Ohnmacht menschlicher Größe, gegenüber dem Walten
eines ewigen, allmächtigen Wesens, dessen Natur für uns unbegreiflich ist,
das wir nur in seinen Schöpfungen ahnen können, dessen Macht aber jede
Creatur anerkennen muß und stände sie auf der obersten Stufenleiter, auf
der letzten Sprosse der Schöpfung, und wäre sie auch geschaffen nach dem
Bilde des ewigen unbegreiflichen Wesens, mit der Gottähnlichkeit.
Ein leiser Ruf des Kindes weckte den unglücklichen Vater aus der dumpfen
Betäubung, welcher dem Ausbruch seiner Thränen gefolgt war. Es war dieselbe
frühere sanfte Klage der kleinen Mimi, die einzige, welche sie laut werden
ließ:
»Papa, ich kann gar nicht Luft bekommen.«
»O Gott, Gott!« seufzte der unglückliche Vater aus der Tiefe seines Herzens
und sandte einen verzweifelten Blick zum Himmel empor, »von aller der Luft,
welche uns umweht, hat mein armes Kind nicht so viel, um athmen zu können.«
In diesem Augenblicke kam der Doctor Godin aus dem Nachbarhause zurück.
»Saugen die Blutegel noch?« frug er schon unter der Thür.
Eins der Thiere war abgefallen und die nachblutende Wunde hatte, ohne
daß Dennhardt in seinem Schmerze es bemerkt, die weißen Linnen des Bettes
blutig gefärbt.
»Barmherziger Gott!« rief er mit halb erstickter Stimme, »was ist Das? ...
das Kind verblutet sich.«
»Still,« sprach der Arzt mit einer ernsten Geberde, »wenn auch Das nicht
zu befürchten ist, so muß die Blutung doch schnell gestillt werden.« Und er
zog aus einem kleinen Etui eine Federspule hervor, mit welcher er rasch die
blutende Wunde berührte.
Aber bei der ersten Berührung stieß das Kind einen so heftigen,
durchdringenden Schrei aus, daß Dennhardt zusammenzuckend des Arztes Hand
faßte und sie krampfhaft drückte.
»Papa ... Papa ... der alte Mann sticht mich,« schrie das Kind mit
verwirrter, ängstlicher Geberde und abwehrenden Händen, »jag' ihn fort,
Papa ... jag' ihn fort ...«
»Seien Sie ein Mann,« flüsterte der Arzt dem Erbleichenden zu, auf dessen
Stirn Angsttropfen perlten, »es ist Nichts ... ein kurzer, vorübergehender
Schmerz ... die Gefahr, welche durch den Blutverlust entsteht, ist nicht
gering.« Und wieder versuchte er mit dem kleinen Stift der Spule die Wunde
zu berühren.
»Mein süßer ... süßer Papa,« schrie die Kleine auf, sich angstvoll in dem
Bettchen emporschnellend und die Arme nach ihrem Vater, der zu Häupten des
Bettes stand, ausbreitend, »der böse Mann ... der böse Mann ... jag' ihn
fort ... jag' ihn fort, Papa.« Und sie schlang ihre Händchen mit entsetzten
Blicken um ihres Papa's Nacken.
Das Blut aber rann immer noch in kleinen Strömen aus der Wunde.
»Barmherziger Gott, Doctor, giebt es kein anderes Mittel die Blutung zu
stillen?«
»Versuchen Sie es selbst,« sprach der Doctor tief bewegt, »hier ... nehmen
Sie den Stift ... touchiren Sie.«
Mit zitternder Hand nahm Dennhardt die Spule mit dem Höllensteinstift und
flüsterte mit bebender Stimme dem zitternden Kinde zu:
»Es ist Nichts, meine kleine süße Mimi. Du wirst auch bald wieder gesund
und dann gehen wir zusammen.« Und er berührte die Wunde.
»Papa ... Papa ... Du stichst mich. Ach ... Papa.«
Der Stift entfiel seiner Hand.
»Ich kann nicht mehr ... Doctor ... O Gott, Gott!« Der Unglückliche wankte
und wäre zu Boden gestürzt, wenn ihn der Arzt nicht aufrecht erhalten.
»Beruhigen Sie sich ... fassen Sie Muth,« raunte er dem Verzweifelten zu,
»Ihre Hand traf sicherer als die meinige, die das Alter zitternd machte.
Das Blut steht ... etwas Charpie aufgelegt, und wir haben Nichts weiter zu
befürchten.«
Das Kind war indessen auch ruhiger geworden und schloß die Augen zu einem
kurzen Schlummer, während Dennhardt todtmüde an Geist und Körper, blutend
aus der tiefsten Herzenswunde, welche ihm der Schmerz dieser qualvollen
Nacht geschlagen, auf seinen Sitz neben dem Bett zurücksank und lautlos vor
sich hinstarrte.
»In zwei Tagen,« sagte der alte Doctor, von dem schmerzerfüllten Vater
Abschied nehmend, »wird die Entscheidung eingetreten sein ... bis dahin,
mein alter Freund, Geduld und Ruhe.«
* * * * *
Der Tag brach an, ein drückend heißer Augusttag ... die Gewitter der
verflossenen Nacht hatten die Gluth nur wenig abzukühlen vermocht, die
Sonne warf von dem wolkenlosen blauen Himmel sengende Strahlen auf die Erde
herab, die Luft stand still, nicht der leiseste Windhauch bewegte sie.
Trotz der herabgelassenen Gardinen, der geöffneten Thür, welche auf den
kühlen Vorsaal des Hauses führte, und trotz der Sprengung mit Wasser und
Essig herrschte in dem Zimmer, wo die kleine Kranke lag, doch eine schwüle
Atmosphäre.
Mimi war eben wieder eingeschlummert, die alte Mutter Poisson saß mit
rothgeweinten Augen am Bett des Kindes und scheuchte mit einem Baumzweig
die zudringlichen Fliegen ab, welche das Haupt des Kindes umschwirrten.
Dennhardt war hinaus in den Garten gegangen, um einen Strauß Blumen zu
brechen.
Es war heute Mimi's Geburtstag, heute vor sechs Jahren hatten ihre Augen
zum ersten Mal das freundliche Licht der Sonne erblickt.
Sonst war Mimi's Geburtstag immer als ein hoher Festtag in dem kleinen
Hause gefeiert worden; Dennhardt hatte stets an diesem Tage die
Nachbarkinder zu sich geladen und Mimi dabei mit liebenswürdiger Gravität
die Honneurs als Wirthin gemacht und die Kinder mit Kuchen, Chocolade,
Obst, Apfelwein und anderen Leckereien bewirthet.
Und heute nun! Welcher Unterschied zwischen heute und dem Geburtstage
voriges Jahr!
Damals blühend wie eine Rose, dahin flatternd in dem buntfarbigen Gewand,
dem gelben Strohhute mit Blumen und Rosabändern wie ein Schmetterling,
und heute lag sie drinnen auf dem Krankenbette still und bleich wie eine
geknickte Sommerblume, wie eine zarte Lilie, über welche der Sturm dahin
gefahren ist.
Seit elf Tagen hatte die Kleine keine Blume gesehen, ihre liebsten
Gespielinnen, die stillen, bunten Blumen, mit denen sie so lieblich und
verständig plauderte, als wären es beseelte Wesen, hatte sie entbehren
müssen, weil der Arzt den Blumenduft für aufregend erklärt hatte.
Und seltsam! Die Kleine schien während dieser Tage der Krankheit ganz
vergessen zu haben, daß es Blumen gab, sie hatte nicht ein einziges Mal
danach verlangt, eben so wenig wie nach ihren Puppen, ihren Bilderbüchern
oder anderm Spielwerk. Ihren Geburtstag aber ohne Blumen vorübergehen zu
lassen, Das vermochte Dennhardt nicht übers Herz zu bringen. Vielleicht
wollte er sich auch, begreifliche Schwäche des menschlichen Herzens, selbst
täuschen, wenn auch nur auf ein paar Augenblicke, und sich glauben machen,
er breche die Blumen zum Geburtstage der gesunden, frohen Mimi, welche
damit ihren kleinen Tisch schmücken wolle, um die kleinen Genossinnen der
Kaffeegesellschaft festlich zu empfangen.
Es war ein großer prächtiger Strauß von Georginen, Rosen, Nelken, Astern
und Reseda, den er gepflückt, und bei jeder Blume, die er brach, erinnerte
er sich der kleinen Zwiegespräche, die Mimi in dem Garten mit ihren stillen
Blumenfreundinnen gehalten.
»Sieh, Papa,« hatte sie dann gesagt, wenn ein leichter Wind über die Beete
hinsäuselte und die Blumen ihre Häupter bewegten, »sieh, Papa, meine Blumen
antworten mir. Siehst Du nicht wie sie nicken und flüstern?!«
Er kehrte in das Haus zurück und in demselben Moment erwachte auch Mimi aus
ihrem Halbschlummer. Mit den Blumen in der Hand eilte der Vater dem Kinde
entgegen.
»Ei!« rief sie, die Hand nach den Blumen ausstreckend, mit ihrer
silberhellen Stimme, deren lieblicher Klang sich während ihrer ganzen
Krankheit nicht verändert hatte, »ei!« und wie ein heller goldener
Freudenstrahl flog es über ihr blasses, leidendes Gesichtchen. Ihre matte,
zitternde Hand vermochte die Blumen kaum zu halten; aber ihr Auge glänzte
von einem Feuer, das zu schön, zu himmlisch war, um nicht zu verkünden,
daß die reine Kinderseele, welche in dieser lieblichen Hülle gewohnt, sich
schon ihrer Heimath wieder nahe fühlte, ihrer himmlischen Heimath, aus der
sie herabgestiegen auf die dunkle Erde, um eine kurze Spanne Zeit darüber
hinzuflattern und dann wieder zurückzukehren in die Wohnungen des ewigen
Lichts.
»Meine Mimi!« murmelte mit vor Thränen halb erstickter Stimme der zur Seite
des Bettes knieende Vater.
»Mein Papa,« flüsterte das Kind, mit der Linken die Blumen gegen ihr
kleines matt schlagendes Herz drückend, während sie den rechten Arm mit
müder Geberde um den Nacken ihres Vaters schlang, gerade so wie in
früheren gesunden Tagen, wenn er die müde Kleine auf der Heimkehr von dem
Spaziergange in seine Arme nahm.
Niemand war in dem Gemach, als der Flüchtling und sein Kind, sein
sterbendes Kind.
»Papa,« flüsterte die Kleine, nachdem sie eine Weile mit ihren in
wunderbarem, verklärtem Glanze strahlenden Augen nach dem Fenster, welches
nach der Gartenseite hin lag, geblickt, »Papa ... siehst Du den schönen
Engel dort am Fenster, ach ... Papa ... wie schön er sieht ... viel, viel
schöner als mein Weihnachtsengel ... siehst Du ... Papa ... jetzt winkt er
mir ... ach! die vielen Engel ... sie fliegen durchs Fenster ... siehst Du?
draußen im Garten.«
Dennhardt's Herz wollte brechen, aber mit einer fast wunderbar zu nennenden
Kraft, welche in den schmerzlichsten Augenblicken des Lebens aus einer
unsichtbaren Quelle uns zuzuströmen scheint, hielt er sich aufrecht.
»Meine gute ... liebe Mimi ...« murmelte er und bedeckte die bleiche Stirn
des Kindes mit seinen Küssen.
»Ich will zu Hause gehen, Papa ...« und das Kind blickte mit ihren
glänzenden Augen wie in eine weite, weite Ferne hinaus, an deren Ende sie
ihre Wohnung erblickte, gerade so, wie sie es zuweilen wohl gethan, wenn
sie mit ihrem Papa auf einem der Hügel von Morbihan stand und weit, weit
unten im Thale das väterliche Haus mit dem kleinen Blumengarten erblickte,
»ich will zu Hause gehen ... Papa ...« Das Köpfchen sank leise und matt auf
das Kissen zurück, die Blumen entfielen der kleinen erkaltenden Hand,
die schönen lieben Himmelsaugen öffneten sich noch einmal, aber schon wie
umflort von einem dunklen Schleier, mit leiser ängstlicher Stimme rief sie:
»Papa ... Papa ...« und schloß dann die Augen, deren letzter brechender
Blick die Gestalt ihres Vaters gesucht, zum ewigen Schlummer.
Sanft und schmerzlos trat der Todesengel zu ihr; wie eine Flamme, die den
letzten Tropfen Oel verzehrt, erlischt, langsam und still, so erlosch die
Flamme dieses kurzen Blüthenlebens.
Die erkaltete Hand seines Kindes in der seinigen, das Haupt an der Schulter
der kleinen Entschlafenen, stumm und regungslos kniete Dennhardt neben dem
Sterbebette der kleinen Mimi.
Für den Schmerz eines Vater- und Mutterherzens in diesem Augenblick giebt
es keine Worte der Schilderung; man müßte die Feder in Thränen und Herzblut
tauchen.
* * * * *
Auf der Höhe der Düne, am Fuße eines kleinen Grabhügels, auf welchem sich
ein einfaches Kreuz mit der Inschrift: »_Hier ruhet mein Glück_,« erhob,
saß am Abend eines düsteren Septembertages, wenige Wochen nach jenem
Augustmorgen, an welchem die kleine Mimi ihren himmlischen Geburtstag
feierte, ein Mann mit grauem Locken- und Barthaar und gramdurchfurchten
Zügen. Es war der deutsche Flüchtling Walther Dennhardt, der hier am Grabe
seines Kindes saß und hinüberstarrte auf das Meer, das sich vor seinen
Blicken ausbreitete, unendlich und grenzenlos wie die Ewigkeit.
»Die Ewigkeit! Giebt es eine Ewigkeit?« frug er sich, »eine Ewigkeit für
das geschaffene Individuum, für die Creatur, die mit Bewußtsein über die
Erde wanderte, bis das ewige, uralte Geheimniß des Todes an sie herantrat
und den Leib in Staub zerfallen ließ, den Leib, die Wohnung eines ewigen,
unzerstörbaren Geistes, der nur die Hülle wechselt, oder welcher der Mensch
selbst ist, mit dessen Zerfall auch das ganze Dasein endigt? O dieses
Räthsel des Lebens! Wer es lösen könnte, wer das Siegel von der Pforte
nehmen könnte, welche die Geheimnisse des Todes verbirgt!«
Aber wie er auch sann und sann, und grübelte und grübelte, es war Alles
eitel, Alles vergeblich -- kein Strahl des Lichtes in dieser Finsterniß,
welche die Schatten des Todes erzeugt hatten.
In früheren schönen Tagen, wo noch für ihn die Quelle des Lebens in
freudigem Sprudel hervorsprang, hatte Dennhardt oft im kleinen Kreise
vertrauter Freunde über diese Räthsel des Lebens gesprochen und eine Lösung
dieser Fragen, über welche Tausende im Taumel der Alltäglichkeit hinweg
schlüpfen, ohne je darüber nachgedacht zu haben, gesucht, aber bei allem
Ernste seines Strebens nach Wahrheit hatten ihm diese Räthsel der Schöpfung
nie so sehr in der Seele gebrannt, nie hatte er so sehr das Bedürfniß nach
einer Lösung empfunden, als seit dem Tage, an welchem der Finger des Todes
an seine Thür pochte und das Leben seiner Mimi von ihm forderte.
Tod! Tod! Gab es einen wirklichen Tod, hatte seine Mimi aufgehört zu
sein, gab es für ihn keine Hoffnung sein Kind einst in verklärter Gestalt
wiederzufinden, dann war ihm die ganze Schöpfung eine große Lüge, die Welt
ein Todtenhaus, durch welches ewig der bleiche Würgengel schreitet; dann
war ihm die Erschaffung der Menschheit die bitterste Ironie, der grimmigste
Hohn, die grausamste Ausgeburt eines fluchwürdigen Zufalls der Natur.
In dem ganzen Dorfe war Niemand, mit welchem Dennhardt über den Zustand
seiner Seele, über diese entsetzlichen Zweifel, welche ihn marterten, hätte
sprechen können.
Der katholische Pfarrer des Orts stand ihm mit seinen streng auf den Dogmen
der katholischen Kirche beruhenden Ansichten viel zu fern, als daß zwischen
ihnen Anknüpfungs- oder nur Berührungspunkte hätten vorhanden sein können.
Dennhardt hatte bis jetzt von dem Christenthume nur die Moral in sich
aufgenommen, die Glaubenslehre war ihm immer ein Gebiet gewesen, das ihm
unbekannt und fremd erschien, eine =terra incognita=, deren Bedeutung er
erst begriff, als das furchtbarste Verhängniß seines Lebens sich erfüllte,
als ihm seine Mimi von der kalten Hand des Todes geraubt wurde. Mit einer
fast wahnwitzigen Begier verschlang er alle Werke, welche sich auf jenes
große Räthsel des Lebens, auf dieses uralte Geheimniß des Todes bezogen,
jenes Geheimniß, an dessen Lösung die Menschheit schon seit Jahrtausenden
arbeitet, und das sie niemals enthüllen wird, dessen Schleier von keiner
sterblichen Hand gelüftet werden wird.
Und als er sie alle gelesen, die Werke der Philosophen, von Aristoteles
an bis herab zu Hegel, Strauß und Feuerbach, da erkannte er, daß es eine
unübersteigliche Grenze für die menschliche Erkenntniß gebe, daß das letzte
Blatt im Buche des Lebens, das Blatt, auf welchem die Geheimnisse des
Todes verzeichnet stehen, mit einem Siegel geschlossen sei, welches von den
Weltweisen aller Jahrhunderte vergebens zu lösen gesucht wurde.
Und dann lief er hinaus zum Grabe seines Kindes auf der Düne, zu dem
kleinen Grabe, für welches der fanatische Priester keinen Platz innerhalb
des Kirchhofs hatte, weil es das Kind eines Protestanten, eines Ketzers
war, und setzte sich an dem kleinen Rasenhügel nieder und weinte heiße,
blutige Thränen, und sprach mit seinem Kinde, mit seiner kleinen Mimi, der
er allerlei Schmeichelnamen gab, gleich als verstehe sie ihn.
Wenn dann der Wind vom Meer herüber wehte und durch die Zweige des kleinen
Tannenbaumes, welchen er auf das Grab gepflanzt, strich, wenn die Aeste
und Zweige und die Blumenstengel der Astern sich flüsternd bewegten, dann
glaubte er, es sei die kleine Mimi, welche ihm antwortete.
Der Gang nach dem kleinen Grabe, den er täglich gegen Sonnenuntergang
antrat, mochte das Wetter auch noch so stürmisch sein, war sein einziger
Ausgang. Weder in Vannes, noch in dem Dorfe ließ er sich sonst sehen.
Der Doktor Godin, welcher ihn zuweilen besuchte, forderte ihn vergebens
auf, einmal mit nach Vannes zu gehen, sich etwas zu zerstreuen und den
Trübsinn abzuschütteln, der ihn tagtäglich immer mehr gefangen nahm.
»Lassen Sie mich, Doctor,« gab er kopfschüttelnd zur Antwort, »ich will
Nichts mehr von der Welt da draußen wissen ... Sehen Sie, Doktor, wenn
ich jetzt unter die Leute komme, wie es mir neulich einmal geschah, und
es begegnen mir Eltern mit ihren Kindern, und wenn es der ärmste Hirt ist,
dessen Hütte die letzte im Dorfe, und seine Kinder springen vor ihm her,
barfuß und halbnackt, so fühle ich mich so bettelarm gegen den Mann, daß
ich mich vor ihm hinter dem nächsten Busch verstecken möchte. Es ist mir
Alles genommen mit dem Kinde, nur mein Körper wandelt noch auf Erden, meine
Seele aber ist bei meiner Mimi.«
Und wie er grau und alt geworden war in den wenigen Wochen! Wie alle
Frische des Lebens aus den Zügen des noch so jungen Mannes weggewischt
war, wie das blonde Haar sich entfärbt hatte und so wirr um sein Haupt
flatterte!
Seine Beschäftigung hatte er ganz und gar aufgegeben. Er lebte von seinen
Ersparnissen, die einst seiner Mimi gehören sollten, einen Theil davon
hatte er zu einer Stiftung für arme Kinder des Dorfes verwendet. So verging
der Herbst, und der Winter kam heran und überzog die grünen Berge von
Morbihan mit seinem weißen Schneegewand, und auch das kleine Grab des
kleinen deutschen Mädchens auf der Düne von Morbihan überzog er mit dem
Leichentuche der hinsterbenden Natur.
Und wieder war der Weihnachtsabend da, jener heilige Abend, an welchem die
Freude in tausend und aber tausend fröhliche Kinderseelen und glückliche
Elternherzen einzieht. Den ganzen Tag über hatte Dennhardt, zu Mutter
Poisson's großer Verwunderung, in seinem Arbeitszimmer sich eingeschlossen
und eine auffällige Geschäftigkeit gezeigt. Als aber der Abend hereinbrach,
ein windstiller, reiner, klarer Winterabend, so ein echter Christabend mit
Tausenden von funkelnden Sternen am weiten Himmelsdome, da schlug Dennhardt
seinen Mantel um die Schultern und wanderte hinaus nach der Düne zu dem
Grabe seiner kleinen Mimi.
Was sich da ereignete, haben die Bewohner des Dorfes nie so recht erfahren
können; nur Vermuthungen und die Aussagen eines Hirten, der in später
Stunde seine Heerde unweit der Düne vorüber trieb, dem aber der Schreck
über den seltsamen Anblick die ruhige Beobachtung raubte, so wie einige
andere sichtbare Zeichen ließen auf den muthmaßlichen Zusammenhang
schließen.
»Als ich,« so erzählte der Hirt, »spät am Abend mit meinen Ziegen und
Schafen unweit der Düne vorbeizog, sah ich plötzlich an der Stelle, wo das
Grab des kleinen deutschen Mädchens ist, helles strahlendes Licht ... Es
war mir, als ob eine Unzahl Flammen aus der Erde aufstiegen und immer höher
und höher wuchsen ... Und dann sah ich eine dunkle Gestalt mit flatterndem
Haar und ausgebreiteten Armen, ein Buch in der Hand, neben dem Grabe
stehen, und hörte seltsame, unverständliche Töne, die mir aber einen
solchen Schreck in die Glieder jagten, daß ich entsetzt über den Spuk mit
meiner Heerde in eiliger Flucht den Abhang hinab nach dem Dorfe zu sprang.«
Als Dennhardt am Morgen des Weihnachtstages noch nicht wieder nach Hause
zurückgekehrt war, lief Mutter Poisson zu dem Doctor Godin und theilte
diesem ihre Besorgnisse mit. Dieser ging zum Maire und fuhr dann mit diesem
nach dem Dünenhügel.
Beim Erblicken des kleinen Grabes stieg eine Thräne in des Arztes Auge. Der
Anblick war ein traurigrührender. Der kleine Tannenbaum auf dem Grabe war
in einen schönen buntschimmernden Weihnachtsbaum verwandelt, an dem Nichts
fehlte, weder der Erzengel von Rauschgold, noch das Zuckerwerk, noch die
goldenen und silbernen Nüsse und Aepfel. Nur die gelben Wachslichter waren
bis auf den Stumpf niedergebrannt. Es waren die Flammen gewesen, in welchen
die abergläubische Phantasie bretagnischer Hirten böse Geister erblickt
hatte. Am Fuße des Grabes, das Haupt auf den kleinen Rasenhügel gestützt,
lag der deutsche Flüchtling, bleich und entseelt, aber mit dem Ausdrucke
eines tiefen Seelenfriedens, ja einer gewissen Verklärung und freudigen
Zuversicht in den bleichen Zügen.
Seine erstarrte Hand hielt ein aufgeschlagenes Buch; es war die Bibel. Tief
bewegt beugte sich der Arzt zu dem Entschlafenen nieder, um das Buch
aus der kalten Hand des Todten zu nehmen. Da traf sein Blick auf die
aufgeschlagene Stelle, auf welcher wohl zuletzt das Auge des Entschlafenen
geruht.
Es waren die Worte des Apostels:
»Siehe, ich sage euch ein Geheimniß: wir werden nicht Alle entschlafen, wir
werden aber Alle verwandelt werden. Der Tod ist verschlungen in den Sieg.«
»Er hat das Räthsel des Lebens gelöst,« murmelte der Arzt, »er hat sein
Kind wiedergefunden.«
Noch am selbigen Tage begrub man den Flüchtling an der Seite seines Kindes,
seinen letzten sehnlichsten Wunsch, den er häufig im Gespräch mit dem
Doctor geäußert, erfüllend.
Jahre sind seit jenem Weihnachtsabend vorüber gegangen, aber noch heute
sieht man die beiden Gräber auf der Höhe von Morbihan. Und wenn die
Meereswogen heranbrausen zur Düne, und die Möven über die Grabhügel
hinstreichen, und es in dem Tannenbaum rauscht und flüstert, und zufällig
ein Hirt mit seiner Heerde vorüberzieht, dann ergreift er nicht mehr die
Flucht, sondern er pflückt eine Blume und legt sie auf das Grab des kleinen
deutschen Mädchens und ihres Vaters, die hier im fernen fremden Lande jene
letzte Ruhestätte fanden, welche das Ziel aller irdischen Wanderung ist.
Die Mütter des Dorfes aber führen ihre Kinder des Sonntags häufig zum Grabe
der kleinen Mimi und erzählen ihnen die Geschichte von dem schönen kleinen
Mädchen und von dem letzten Weihnachtsbaum, den ihr Vater auf ihr Grab
pflanzte.
* * * * *
Und Fanny? Vergebens hat sie als Gattin des Vicomte von Grandlieu mehrere
Jahre Europa nach allen Richtungen durchstreift, um Mimi zu finden.
Sie hat die Hoffnung endlich aufgegeben und sich mit ihrem Manne nach Paris
zurückgezogen, wo sie, trotzdem daß der Schmerz seine leserliche Schrift in
ihr schönes Antlitz gegraben, noch immer den Mittelpunkt eines glänzenden
Kreises bildet, der sich um sie gesammelt.
Ob sie glücklich ist? Wir wagen es nicht zu glauben, denn eine Mutter
bleibt immer Mutter, und mitten in dem Geräusch der Feste durchzuckt oft
ein stechender Schmerz ihr Herz und eine düstere Trauer umflort ihre Stirn;
sie bedeckt sich die Augen und zieht sich in ihr Zimmer zurück, wo sie ihr
Gemahl dann von Thränen überfluthet auffindet.
Ahnt sie vielleicht das Geschick ihres Kindes und des Mannes, der einst ihr
Gatte war?
Wie dem auch sei, die Ruhe ist von ihr geflohen und sie würde vielleicht
den Rest ihres Lebens dahingeben, wenn sie ihr Geschick wieder mit dem
jener zwei Seelen vereinigen könnte, deren irdische Hüllen in jenen Gräbern
auf der Düne von Morbihan ruhen.
Sie ruhen sanft! Und das Murmeln des Meeres ist ihr ewiges Schlummerlied!
Wien. Druck von Jacob & Holzhausen.
[ Hinweise zur Transkription
Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt.
Symbole für abweichende Schriftarten:
_gesperrt_ : =Antiqua= .
Bei direkter Rede wurde, der überwiegenden Verwendung im Originalbuch
folgend, das Kommazeichen einheitlich jeweils vor dem schließenden
Anführungszeichen angeordnet.
Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, einschließlich
uneinheitlicher Schreibweisen wie beispielsweise "erwidern" -- "erwiedern",
mit folgenden Ausnahmen,
Seite 5:
"Aufrüher" geändert in "Aufrührer"
(Verbrecher zu verhaften, einen Aufrührer und Rebellenführer)
Seite 16:
"berühmtensten" geändert in "berühmtesten"
(in dem Atelier eines der berühmtesten Meister gearbeitet)
Seite 21:
"endeckte" geändert in "entdeckte"
(Hier entdeckte Dennhardt, dem seine Gattin)
Seite 22:
"Uebezeugung" geändert in "Ueberzeugung"
(meine Ueberzeugung, für Deutschlands Einheit und Freiheit)
Seite 25:
"«" eingefügt
(ein Mann ohne Namen und ohne Zukunft gewesen wärest?«)
Seite 26:
"»" eingefügt
(antwortete sie leidenschaftlich, »wenn Du glaubst)
Seite 30:
"gäng" geändert in "gang"
(die unter diesen Leuten gang und gäbe waren)
Seite 44:
"Tühr" geändert in "Thür"
(der zwanzig Schritte von der Thür hält)
Seite 48:
"Bellville" geändert in "Belleville"
(von der Vorstadt bei Belleville weit hinein)
Seite 54:
"ergeizigen" geändert in "ehrgeizigen"
(Es schmeichelte ihrem stolzen, ehrgeizigen Sinne)
Seite 72:
"Tühr" geändert in "Thür"
(an jenem Abend aus der Thür ihres Hauses)
Seite 84:
"«" eingefügt
(wo ist mein Kind ... hat er es mitgenommen?«)
Seite 100:
"Jügling" geändert in "Jüngling"
(so wie es vielleicht ein Jüngling ist)
Seite 103:
"," eingefügt
(wilde Schweine, Luchse und Dachse)
Seite 108:
"vierunzwanzig" geändert in "vierundzwanzig"
(bei einem Massacre vierundzwanzig Aristos umgebracht)
Seite 123:
"lautlaus" geändert in "lautlos"
(und lautlos vor sich hinstarrte)]