(in einem Tone des Erstaunens, in dem keine Spur der eben noch
vorherrschenden, angstvoll weinerlichen Erregung mehr ist):
Hanna, du bist es? -- Was treibst du hier?
Hanna:
Laß uns vor allen Dingen, Eveline, da wir nun einmal
unbegreiflicherweise hier zusammengetroffen sind, wie zwei vernünftige
Menschen sein.
Eveline:
Unbegreiflicherweise zusammengetroffen?
Hanna:
Zufälligerweise jedenfalls!
Eveline:
Also ist deine Anwesenheit hier zufällig!? Oder meinst du, daß es
unbegreiflicherweise und zufällig ist, wenn sich eine Frau zu ihrem
angetrauten Manne begibt, nachdem sie erfahren hat, daß er vielleicht
lebensgefährlich krank geworden ist? Wie kommst du hierher, was willst
du hier?
Hanna:
Es handelt sich nicht um uns augenblicklich, sondern meinethalben um
deines Mannes Wohlergehen. Also bitt ich dich, frage mich jetzt nicht
weiter. Jedenfalls nicht hier, denn ich sage dir, daß es Schilling
erspart werden muß, einen Zank zwischen uns zu sehn. Ich gehe mit dir an
den Strand hinunter. Dort will ich dir Rede und Antwort stehn.
Eveline:
Bitte, bitte, Hanna, ganz ohne Umschweife: wie kommst du hierher, was
suchst du hier? Das Rätsel möcht ich gerne gelöst wissen. Wie kommt's,
daß ihr auseinander seid, und ich betrogener, armer Esel von einer Frau
glaube daran, daß es aus mit euch ist, und ihr lacht mich aus hinter
meinem Rücken! -- Hast du ihn wieder rumgekriegt? -- Hast du ihm wieder
weisgemacht, daß du keine Allerweltsdame bist? Oder muß man vielleicht
Allerweltsdame sein, um dem eigenen Gatten zu gefallen?