(antwortet Lucien durch einen Blick über die Augengläser, wobei er
erstaunt und mit Mißbilligung ihrer Indiskretion den Kopf
schüttelt, schließlich wendet er sich mit Achselzucken von ihr ab
und zu Fräulein Majakin):
Wovon sprachen wir doch, Fräulein Majakin?
Fräulein Majakin:
Oh, verzeihen Sie, Herr Professor, was mögen dies wohl für alte Ruinen
sein?
Mäurer:
Es sind Reste von einem Kloster einer alten, ehemaligen
Franziskaneransiedlung. Hier hausten die grauen Mönche von Stralsund.
Man findet noch alte Kellergewölbe, und ich weiß bestimmt, wer an
Geister glaubt, der kann die Fratres und Patres noch sehen nachts ihre
Messe zelebrieren und Umzug halten.
Lucie:
Kannst du mir eigentlich sagen, Ottfried, ob dort nach Westen zu in der
See noch andre Inseln sind?
Mäurer:
Nein.
Lucie:
Ich höre den ganzen Tag, und zwar ununterbrochen, Glockenläuten.
Mäurer:
Ich auch. Es kann eine Glockenboje, aber noch wahrscheinlicher absolute
Gehörstäuschung sein.
Fräulein Majakin:
Ich zweifle fast an die Wirklichkeit, wenn ich denke, daß mich der
glühende Wunsch von meine unreife Mädchenjahre, Sie zu sehen, nun auf
diese unbekannte, einsame Insel, in diese fremde, sonderbare Umgebung
auf einmal ganz wunderbar erfüllt worden ist. (Sie blickt auf ihre
Hände, die etwas zerpflücken.)
Schilling und Hanna Elias erscheinen im Hintergrund.