Das enge, niedrige Wohnzimmer der Familie Klas Olfers in Klas
Olfers' Gasthaus auf Fischmeisters Oye. Durch eine Tür in der
Hinterwand erblickt man den Flur und eine leiterartige Stiege ins
Dachgeschoß. Jenseits des Flurs durch eine andere offne Tür das
geräumige Gastzimmer. Die Wand rechts im Wohnzimmer ist ebenfalls
mit einer Türe versehen, die zu einem dunklen und überfüllten
Ladenraume führt, worin Klas Olfers Waren für die Bedürfnisse der
armen Fischer hält. An der gleichen Wand steht ein altes Ledersofa,
davor ein Tisch, über diesem ist eine billige Hängelampe
angebracht, um ihn herum stehen gelbpolierte Stühle aus
Fichtenholz; etwas seitlich davon eine kleine Wanduhr. Die Wand
links enthält ein kleines Fensterchen mit Mullgardinen. Am Fenster
ein kleiner Nußbaumnähtisch; in der Ecke links ein Schreibsekretär
aus gleichem Holz, in der Ecke rechts ein weißer Kachelofen, über
dem Sofa ein Öldruck der kaiserlichen Familie, auf dem Fußboden ein
Teppich aus zusammengestückelten Läppchen, eine rot und weiß
karierte Decke auf dem Tisch. Auf einer Kommode an der Fensterwand
eine Porzellanuhr mit Glocke und einige Steingutväschen mit
Papierblumen. Auf dem gehäkelten Deckchen des Nähtisches
Familienphotographien in stehenden Papprähmchen. Oben auf dem
Nußbaumsekretär befindet sich eine ausgestopfte Seemöve, die mit
ihrem Kopf die weißgetünchte Zimmerdecke berührt. Das Ganze macht
einen ungemütlichen, höchst bescheidenen Eindruck.
Es ist Morgen, gegen acht Uhr. Klas Olfers, über fünfzig Jahre alt,
graubärtig, von pergamentener Haut und beängstigend bläulicher
Gesichtsfarbe, sieht zu, wie die Magd den Tisch für das erste
Frühstück zurecht macht. Die Ereignisse des ersten Aktes liegen
drei Tage zurück.
Vor der Tür wird lebhaft mit einer Peitsche geknallt.