Imma: Pocht das Feld,
Abend hämmert die Erde.
Ist's versinkender Tag?
Herzschlag durstender Nebel
wartet die Nacht herbei!
Schweigen, das in Strömen fließt
und von Mund zu Mund
die Last wälzt!
Oh, verschütte nicht den Strahl der Bilder,
der im Auge lebt, aus Glut geschürt!
Bette nicht den Laut der Bangigkeit,
der wie Tropfen schwingt im Meer der Leere!
Träge Flügel über schwarzem See
schlagt die Mattigkeit auf Spiegel nieder,
wo sich Luft und Grund im Kuß berührt!
Rübenratibor (tieftraurig): Du --!
Imma (verhängt): Ja -- -- ich!
(plötzlich auf in fliegender Angst)
Brinhildis!
(falsches Lächeln zwingend)
Ich rede viel,
wenn wir allein sind!
Rübenratibor (in Dämmerung, halb singend):
»Es ist gut -- --
was der Mensch dem Menschen tut --!«
(Imma vergräbt ihr Gesicht in Hände. Rübenbrinhildis kommt. Imma
tastend auf sie zu)
Imma: Es gibt ein Zittern, das von außen kommt!
Bitte!
(Sie setzen sich alle drei auf die Erde)
Imma (zum Rübenratibor):
Sind wir erst in Gärten droben,
wo du Mann bist -- --!
(zu Rübenbrinhildis)
daß er meine Knechtschaft teilt im Schacht,
drum nicht Kuß, nicht Wort, das Liebe rührt!
Ist Versagung, die in Freiheit mündet!
(steht auf) Nach der Königin sehn --! (geht)
Rübenbrinhildis (hebt die Wurzel vom Boden):
Weißt du, was das ist?
Rübenratibor (stöhnt): Oh --!