Held

Schon verbrennst Du, Mann, in Deinem Brennen.

Brand, der nicht verbrennt, will ich mich nennen.

Wer nicht liebt, kann nicht zugrunde gehen.

Sterben alle, bleib ich doch bestehen.

Heiliger

(schon als Asche zusammensinkend)

Alexander über tausend Meeren,

Hör die Flammen an, die sich verzehren!

Hör den Staub, zu dem ich mich vermische!

Liegt ein Freund bei Dir an Deinem Tische,

Ist sein Blut bestimmt, Dich zu bespritzen.

Du vergißt, auch Du kannst nur besitzen.

Schwer in Händen bleibt, was Du errungen,

Im Besitz schon hat Dich Gott bezwungen!

Daß er furchtbar seine Gnade wähle,

Rüste die noch nicht verdammte Seele!

Gesänge aus den drei Reichen: Ausgewählte Gedichte · 第 61 / 80 题