Durch einen Traum der Straße oder gar
Durch eine Straße im Traum . . . . . . . .
Von fern kam Deine Stimme wunderbar.
Ich hörte kaum, groß zogen durch den Raum
Die goldenen Begräbnisse, Turm und Baum
Traten im Himmel ein -- und tiefer Schaum
Von Winter, Blum' und Damen regnete mich ein.
In einem Traum der Straße hörte ich Dich sein,
Im Straßentraum die Stimme aus begrabnem Jahr,
Die Stimme, die einmal in einer alten Wohnung war.
Ich hörte Deine Stimm' und wie Du heißt,
Und dachte an des Vaters Gestalt,
Der mit Dir sprach, und dachte an der Ahne Geist.
Die unter Sternen reisen, mild und kalt,
Und daß auch mich der Wind in Kreise reißt,
Im Traum der Straße, die mein Vater vor mir wallt,
Im Straßentraum dacht ich an einen Bart,
An eine Hand, vereist und brauner Art.
An ungeheure Worte dacht ich: _war_ und _alt_.
Im Straßentraum, da Gold vorüberfuhr,
Und liebend ein Sonntagswind,
Von fern erfuhr ich Deine Spur,
Und drehte mich nicht um, vom Träumen blind.
Ich weiß nicht, wo Du wandelst, weiß und nicht geschwind.
Und ob Du bist, oder im Traume nur.
Doch von den Kerzen lind, die in mir sind,
Hub eine in der Kirche an und ist entbrannt,
Und ein Gefühl, verloren und noch unbenannt,
Begann, o Straßentraum, im Wind unterm Azur.