„Domaszewskis Werk tritt also in die Lücke ein, die in Mommsens
römischer Geschichte klafft: die Persönlichkeiten der Kaiser und
der Charakter des Reichsregiments, die im 5. Bande nicht zur
Anschaulichkeit gebracht wurden, stehen in dieser Darstellung im
Vordergrund ... Die +glänzende Herausarbeitung+ des Gegensatzes der
Persönlichkeiten des Trajan und Hadrian, die in diesem eintretende
Peripetie in der Entwicklung, die unter Septimius Severus zur
Vernichtung des Römertums und der antiken Zivilisation führt, weil
Barbaren die Herrschaft gewinnen und die bisher in Knechtschaft
gehaltenen Schichten sich gegen die Kulturträger erheben, die
Verbindung illyrischer Roheit und aramäischer Verderbtheit in
Caracalla, das Ringen der Illyrier und Orientalen miteinander und die
endliche Herrschaft der Illyrier in der Armee und im Reiche -- diese
wesentlichen, einer verwirrenden Menge von schlecht überlieferten
Einzelheiten zugrunde liegenden Tatsachen sind bisher +noch nie so
anschaulich und überzeugend herausgehoben worden+.“
Berliner Philologische Wissenschaft.
„Denn in der Tat, zu den +besten Büchern der schönen und
wissenschaftlichen Literatur+ pflegen solche zu gehören, die
geschrieben sind, um den Autor zu befreien. Wärme der Empfindung
jedenfalls erwarten wir in solchem Buch zu finden, und sie zeigt
sich fast auf jeder Seite dieser Kaisergeschichte. Bewunderung und
Verurteilung tragen hier den Charakter einer gegenüber Mitlebenden
geübten Kritik. Was aber zu dieser Wärme hinzukommt, +gibt dem Werk
einen Wert, der weit hinaus ragt über das, was man von einem Buch
erwartet+, welches durch die Widmung die polarisierende Tendenz
kundgibt.“
Das humanistische Gymnasium.
~Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig~
=Griechische Kultur im Bilde.= Von Professor ~Dr.~ +H. Lamer+. 2. Aufl.
96 Tafeln u. 64 S. Text. Geb. M. 1.50
„+Ein ganz prächtiges kleines Buch+ ... Man blättert die Abbildungen
schmunzelnd durch, man liest Lamers +erstaunlich reichen+ und doch
+knappen Text+ mit steigendem Interesse, man legt das Buch aus der
Hand mit dem Gefühl, eine Sache, die man genau zu kennen glaubte, in
einem ganz neuen Lichte gesehen zu haben. Wir stehen nicht an, das
Lamersche Buch als eine +wahre Musterleistung+ populärer Darstellung zu
bezeichnen.“