Der Ätolier.
Staub--
Der Myrmidonier.
Staub aufqualmend, wie Gewitterwolken:
Und, wie der Blitz vorzuckt--
Der Ätolier. Ihr ew'gen Götter!
Der Myrmidonier.
Penthesilea.
Der Hauptmann. Wer?
Der Ätolier. Die Königinn!--
Ihm auf dem Fuß, dem Peleïden, schon
Mit ihrem ganzen Troß von Weibern folgend.
Der Hauptmann.
Die rasende Megär'!
Die Griechen. (rufend) Hieher den Lauf!
Hieher den Lauf, du göttlicher gerichtet!
Auf uns den Lauf!
Der Ätolier. Seht! wie sie mit den Schenkeln
Des Tiegers Leib inbrünstiglich umarmt!
Wie sie, bis auf die Mähn' herabgebeugt,
Hinweg die Luft trinkt lechzend, die sie hemmt!
Sie fliegt, wie von der Senne abgeschossen:
Numidsche Pfeile sind nicht hurtiger!
Das Heer bleibt keuchend, hinter ihr, wie Köter,
Wenn sich ganz aus die Dogge streckt, zurück!
Kaum daß ihr Federbusch ihr folgen kann!
Der Hauptmann.
So naht sie ihm?
Ein Doloper. Naht ihm!
Der Myrmidonier. Naht ihm noch nicht!
Der Doloper.
Naht ihm, ihr Danaer! Mit jedem Hufschlag,
Schlingt sie, wie hungerheiß, ein Stück des Weges,
Der sie von dem Peliden trennt, hinunter!
Der Myrmidonier.
Bei allen hohen Göttern, die uns schützen!
Sie wächst zu seiner Größe schon heran!
Sie athmet schon, zurückgeführt vom Winde,
Den Staub, den säumend seine Fahrt erregt!
Der rasche Zelter wirft, auf dem sie reitet,
Erdschollen, aufgewühlt von seiner Flucht,
Schon in die Muschel seines Wagens hin!
Der Ätolier.
Und jetzt--der Übermüth'ge! Rasende!
Er lenkt im Bogen spielend noch! Gieb Acht:
Die Amazone wird die Sehne nehmen.
Siehst du? Sie schneidet ihm den Lauf--
Der Myrmidonier. Hilf! Zevs!
An seiner Seite fliegt sie schon! Ihr Schatten,
Groß, wie ein Riese, in der Morgensonne,
Erschlägt ihn schon!