Berichtigungen 642

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Wichtigste Quellen-Literatur.

A. Werke allgemeinen Inhalts.

Abkürzung,

im Text

gebraucht:

[1]=A. du Sein=, Professeur de l'école navale: Histoire de du Sein.

la Marine de tous les peuples depuis les temps les plus

reculés jusqu'à nos jours. Paris 1879. 2 Bde.

Nach Völkern geordnet; Aufzählung sämtlicher Operationen,

Beschreibung einiger Schlachten usw.; die

Unterabteilungen der Geschichte einer jeden Marine durch

kurzen Überblick der politischen Verhältnisse

eingeleitet. Im ersten Kapitel »du Navire« Angaben über

die Schiffe des Altertums und Mittelalters, besonders

die verschiedenen Ansichten über Einrichtungen der

mehrreihigen Ruderschiffe betreffend, mit Abbildungen.

Geeignet für allgemeinen Überblick; nicht immer

zuverlässig.

=C. Randaccio=: Storia navale universale antica e moderna.

Roma 1891.

Übersicht aller Seekriege, der Zeit nach durchlaufend

geordnet. Kürzer als du Sein, Aktionen nicht

beschrieben.

[1]=L. v. Henk=, Vizeadmiral z. D.: Die Kriegführung zur v. Henk.

See in ihren wichtigsten Epochen. Berlin 1881.

Nach Zeitaltern und Völkern geordnet, eine kurze

Schilderung der Tätigkeit aller Marinen; Hauptschlachten

beschrieben.

[1]=W. Laird Clowes=; The Royal Navy. A history from the Clowes.

earliest times to the present. London 1897/1901. 6 Bde.

Nach Zeitabschnitten geordnet: Bd. I 60 v. Chr. bis

1603; Bd. II 1604-1714; Bd. III 1715-1783.

Neueste, genaueste und unparteiischste Geschichte der

englischen Marine; die Unterabschnitte -- Military

History, Voyages and Discoveries, Civil History -- jedes

Zeitraumes schildern die Tätigkeit der Marine an der

Hand der englischen Geschichte, mit Benutzung früher

nicht zugänglicher amtlicher Urkunden, sowie ihre innere

Entwicklung und damit die des Seewesens überhaupt;

reiche Quellenangabe besonders über das Material

(Schiffe, Artillerie usw.).

[1]=P. H. Colomb=, Rearadmiral: Naval Warfare. Its ruling Colomb.

principles and practice historically treated.

London 1891.

Abhandlungen über die Kriegführung zur See. Die Kapitel

I-IV, »Struggle for the command of the sea,« und VI-IX,

»Attempts to gain command of the sea with definite

ulterior purpose«, beschreiben die großen Seekriege oder

besondere Lagen in diesen. Die Kapitel X-XV, »The

conditions under which attacks on territory from the sea

succeed or fall,« geben die Schilderung des Armadazuges

sowie vieler Unternehmungen gegen feindliches Land im

17. und 18. Jahrh. Im Kapitel V, »The differentiation of

naval force«, die Entwicklung der Schiffsklassen für die

verschiedenen Kriegszwecke.

=Julian S. Corbett=: England in the Mediterranean, a study Corbett

of the rise and influence of British power within the »Mediterra-

streets. London 1904. nean«.

Die Betrachtungen umfassen die Zeit von 1603-1713,

zeigen das Bestreben Englands, im Mittelmeer festen Fuß

zu fassen; lesenswert und wichtig für die Kriege des 17.

Jahrh., aber besonders für den Spanischen Erbfolgekrieg

1702-1713. (Nach früher nicht zugänglichen Urkunden in

englischen Archiven.)

[1]=J. C. de Jonge=: Geschiedenis van het Nederlandsche de Jonge.

Zeewezen. Haarlem 1858. 10 Bde.

Wohl das bedeutendste Werk über die holländische Marine,

beginnend im Mittelalter, genau von 1665 (zweiter

englisch-holländischer Krieg) an. Kriege unparteiisch

behandelt; innere Geschichte der Marine (Material und

Personal) sehr eingehend und lehrreich; reiche

Quellenangabe. Für Deutsche nach einiger Übung leicht zu

lesen.

=Comte de Lapeyrouse Bonfils=: Histoire de la Marine Bonfils.

Française. Paris 1845. 3 Bde.

Genaue Geschichte von 1643 an.

=C. Chabaud-Arnault=, Capitaine de Frégate: Histoire des Chab.-

flottes militaires. Paris et Nancy 1889. Arnault.

Kurze (500 Seiten) aber sehr übersichtliche Geschichte

der wichtigsten Marinen, ihre Entwicklung und

Verwendung; gut für Überblick, genauer und sehr

lesenswert in Hinsicht auf die französische Marine.

[1]=O. Troude= (publié par =P. Levot=): Batailles navales Troude.

de la France. Paris 1867-1868. 4 Bde.

Seeschlachten vom Jahre 520 an; in der Einführung

Angaben über Artillerie und Schiffsklassen der

französischen Marine zu verschiedenen Zeiten.

=A. T. Mahan=, Captain U. S. Navy: Der Einfluß der Mahan.

Seemacht auf die Geschichte. Erster Band 1660-1783. 2.

Aufl. Übersetzung Berlin 1898.

Lehrreich in Hinsicht auf die politischen Verhältnisse

vor, während und nach den großen Seekriegen sowie auf

die Strategie in diesen; die Kriege werden mehr in

großen Zügen behandelt, jedoch auch verschiedene

Schlachten beschrieben.

=P. Hoste=, Kaplan des französischen Admirals Tourville: Hoste.

L'art des armées navales, ou traité des évolutions

navales. Lyon 1697.

Dieses erste Werk über Seetaktik, nach Anweisung

Tourvilles geschrieben, gibt den Stand der Taktik um

1700 nach den Erfahrungen der großen Kriege des 17.

Jahrh. Es enthält Regeln über: Marsch- und

Gefechtsordnungen, Übergänge; Manövrieren um die

Luvstellung; Kampf vermeiden, den Gegner zum Kampf

zwingen; Dublieren und dieses hindern; Durchbrechen usw.

(ein Flotten-Exerzier-Reglement). Zur Erläuterung der

Lehren sowie zum Beweise aufgestellter Grundsätze sind

verschiedene Schlachten beschrieben.

=Julian S. Corbett=: Fighting Instructions 1530-1816.

Publications of the Navy Records Society. Vol. XXIX.

London 1905.

Die Entwicklung der Gefechtsvorschriften in der

englischen Marine.

=E. K. Rawson=: Twenty famous naval battles, Salamis to

Santiago. London 1900.

Für den ersten Band: Salamis; Aktium; Lepanto;

Gravelines (Armada); Dungeness; Kap Barfleur-La Hogue.

[1]=Francis Steinitz:= The Ship, its origin and progress. »The Ship«.

Being a general history from its first invention to the

latest improvements; forming a complete account of the

naval events of the ancients, the middle ages and the

modern epochs, to the close of 1848. London 1898.

Bemerkenswert durch zahlreiche Abbildungen von

Fahrzeugen aller Zeiten, durch einen Anhang mit

Erklärung der Namen vieler Schiffsarten aller Völker. In

Hinsicht auf die »naval events« nur genauer für die

englische Marine und für die Kriege Venedigs mit den

Türken, die sonst selten zu finden sind.

=J. Campbell= und seine Fortsetzer: Lives of the British

admirals and naval history of Great-Britain from the

day's of Caesar to the present time. London 1873.

Von neueren Schriftstellern oft angezogenes Werk schon

frühen Ursprungs, mehrfach neu herausgegeben. (In der

Bibliothek der Marineakademie eine deutsche Übersetzung

von 1755, Leipzig, und eine englische Ausgabe von 1813.)

=R. Southey=: Lives of the British admirals with an

introductory view of the naval history of England.

London 1833-1840. (5 Bände.)

=Isaac Schomberg=[2], Captain R. N.: Naval chronology; or

an historical summary of naval and maritime events, from

the time of the Romans to the treaty of peace 1802.

London 1802. 5 Bde.

=Joseph Allen=[2], R. N.: Battles of the British navy. Allen.

London 1852. Von 1200 an.

=C. D. Yonge=[2]: The history of the British Navy from the Yonge.

earliest period (700) to the present time. 2. ed. London

1866.

[1]=Ch. de la Roncière=: Histoire de la Marine française. Roncière.

Paris. Teil I 1899, Teil II 1900.

Teil I, »Les Origines,« umfaßt die Zeit vom Altertum

(römische Zeit) bis 1360; Teil II, »La guerre de cent

ans,« die Zeit bis 1483 und »Révolution maritime,« d. i.

die Veränderungen im Seewesen, durch die großen

Entdeckungen und die Einführung der Artillerie

hervorgerufen. Verspricht bei Fortsetzung das genaueste

Werk über die französische Marine zu werden.

[1] Die auf diese Weise gekennzeichneten Werke seekriegsgeschichtlichen

Inhalts enthalten auch bemerkenswerte Angaben über das

Seekriegswesen.

[2] Diese älteren englischen Werke sind wohl von Laird Clowes überholt,

der z. B. Schomberg den Vorwurf großer Ungenauigkeit macht, aber

immerhin noch bemerkenswert.

=E. Chevalier=: Histoire de la marine française depuis les

débuts de la monarchie jusqu'au traité de paix de 1763.

Paris 1902.

Nur 405 Seiten.

=Eugène Sue=: Histoire de la marine française. Paris Sue.

1835-1837. Fünf Teile.

Von neueren, besonders französischen, Schriftstellern

oft angezogen, aber auch mehrfach als ungenau in

einzelnen Angaben (romantisch) bezeichnet.

=L. Guérin=: Histoire maritime de France. Paris 1851.

6 Bde.

Wird oft angezogen, besonders z. B. von de Jonge[3].

[3] Von anderen Schriftstellern werden ferner noch folgende

französische Werke angezogen: de Boismélé: histoire générale de la

marine; Poncet de la Grave: précise histoire de la milice

française; Daniel: histoire de la milice française.

=Prince de Joinville=: Histoire générale de la marine,

comprenant les naufrages célèbres, les voyages autour du

monde, les découvertes et colonisations, l'histoire des

pirates et corsaires; exploits des marins illustres,

guerres et batailles navales jusqu'au bombardement de

Tanger et la prise de Mogador. Paris. 4 Teile in 2 Bdn.

Das Werk gibt die Geschichte der Schiffahrt aller

Völker, die der Marinen unter Hauptberücksichtigung der

französischen.

=A. Barbou=: Les Grands Marins de France. Histoire

populaire de la marine française depuis les temps

anciens jusqu'à nos jours. Paris 1885.

Kurz gefaßt (377 Seiten), gut illustriert.

=F. C. Duro=: Armada Española desde la unión de los reinós

de Castilla y de Léon et Aragon. Madrid 1895-1903. 9

Bde.

Genaueste Geschichte der spanischen Marine.

=C. A. Gyllengranat=: Sveriges sjökrigs-historia i Gyllen-

sammandrag. Carlskrona 1840. 2 Bde. granat.

=H. G. Garde=: Den Danske og Norske Sömagts historie 1535 Garde.

bis 1814. Kjöbenhavn 1852-1861. 2 Bde.

=J. G. Tuxen=: Den Danske og Norske Sömagt fra de aeldste Tuxen.

Tider indtil vose Dage. laere Skildringer. Kjöbenhavn

1875.

=Nauticus=: Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen. Nauticus.

Berlin.

Aufsätze im Jahrgang 1900: Entwicklung der englischen

Seemacht; Blüte und Verfall der holländischen Seemacht;

die skandinavischen Völker als Seemächte; aus der

Geschichte Venedigs. Jahrgang 1901: Frankreichs

Blütezeit als See- und Kolonialmacht; Blüte und Verfall

der spanischen Seemacht. Jahrgang 1902: Blütezeit der

dänischen Seemacht; Seemacht Rußlands unter Peter dem

Großen.

=Carl Rodenberg=, Professor der Geschichte an der

Universität Kiel: Seemacht in der Geschichte. Stuttgart

1900.

Bespricht kurz (33 Seiten), aber fesselnd den Einfluß

des Besitzes der Seemacht durch eine starke Marine auf

die Geschichte von der Zeit der Hansa an; die hohe

Bedeutung der großen Seekriege wird veranschaulicht.

Dr. =A. Zimmermann=: Die Europäischen Kolonien. Zimmermann.

Schilderung ihrer Entstehung, Entwicklung, Erfolge und

Aussichten. Band I: Portugal und Spanien. Band II und

III: England. Band IV: Frankreich. Band V: Holland.

Berlin 1896 (I), 1898/9 (II, III), 1902 (IV), 1903 (V).

Bemerkenswert für die zunehmende Ausdehnung der

Schiffahrt und für die Kämpfe um die Kolonien.

=L. Arenhold=, Marinemaler und Kapitänleutnant der Arenhold.

Reserve: Die historische Entwicklung der Schiffstypen

vom römischen Kriegsschiff bis zur Gegenwart. Kiel und

Leipzig 1891.

30 Heliogravüren mit erläuterndem Text veranschaulichen

die Entwicklung des Schiffbaues, der Takelage und der

Armierung.

=J. Charnock=: A History of marine architecture, including

an enlarged and progressive view of the nautical

regulations and naval history, both civil and military,

of all nations, especially of Great-Britain. London

1800-1802. 3 Bde.

In den besten Werken über Seekriegsgeschichte als Quelle

für Entwicklung des Seewesens vielfach benutzt.

=A. Jal=: Archéologie navale. Paris 1840. 2 Bde.

B. Werke besonderen Inhalts.

Seekriege und Seekriegswesen, Erster Band in ihrer weltgeschichtlichen Entwicklung. Mit besonderer Berücksichtigung der grossen Seekriege des XVII. and XVIII. Jahrhunderts. · 第 11 / 58 题