Tabelle V. #Bevölkerungsentwicklung in Berlin.#[10]

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|| Die jüd. | Die jüdischen | Die Geburten ||

|| Bevölkerung | Eheschließenden | der Juden ||

|| nahm zu in % | in % | in % ||

||=================================+===================+================||

|| 1880 gegen 1875 + 15,7 | + 9,1 | + 1,5 ||

|| 1885 " 1880 + 19,3 | + 13,5 | + 3,0 ||

|| 1890 " 1885 + 23,2 | + 27,5 | + 11,0 ||

|| 1895 " 1890 + 8,7 | + 2,0 | - 2,0 ||

|| 1900 " 1895 + 7,0 | + 10,2 | - 2,2 ||

|| 1905 " 1900 + 7,2 | + 8,8 | - 1,5 ||

|| 1910 " 1905 - 7,5 | - 6,8 | - 2,0 ||

||---------------------------------+-------------------+----------------||

|| 1910 gegen 1875 +102,4 | +100,7 | - 11,1 ||

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Eine andere Beleuchtung der Frage ergibt auch die Eruierung der

#unfruchtbaren Ehen#, sowie der Zahl der Menschen, die im

zeugungsfähigen Alter keine Ehe schließen. #Unfruchtbar waren mehr wie

25 % der Ehen#, (wenn ich die geschlossenen Ehen des Jahres 1909 mit den

Erstgeburten des Jahres 1910 zusammenbrachte, so fand ich, daß nicht

dieselbe Anzahl Erstgeburten, die bei einer Fruchtbarkeit aller Ehen

anzunehmen war, sich vorfand, sondern daß nur auf je 100 Eheschließende

70 % Kinder kamen. Bei der allgemeinen Bevölkerung gab es 30 % sterile

Ehen, bei den Mischehen sogar 39 %).[11]

Schon in den siebziger Jahren zeigte es sich, daß die Juden nicht nur

viel später, sondern auch seltener heirateten, und jetzt (1905) liegen

die Verhältnisse so, daß die Juden in der Zeit, wo sie die Höhe ihrer

Eheschließungsziffer erreichen, #noch über ein Viertel ihrer

Bevölkerung# Unverheiratete besitzen.

Tabelle VIIa.

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|| #Es waren verheiratet in Berlin von je 100# ||

|| || männl. | weibl. | männl. | weibl. ||

|| || Juden | Juden | Juden | Juden ||

|| || [1895] | [1895] | [1900] | [1900] ||

|+==================++===========+===========+============+============+|

|| bis 20 Jahre alt || 0,05 | 0,9 | -- | 0,9 ||

|| " 25 " " || 2,0 | 21,4 | 3,3 | 21,5 ||

|| " 30 " " || 20,6 | 52,9 | 10,0 | 52,7 ||

|| " 35 " " || 47,0 | 65,5 | 43,7 | 66,0 ||

|| " 40 " " || 70,0 | 71,3 | 57,4 | 69,8 ||

|| " 45 " " || 78,0 | 73,0 | 78,3 | 68,1 ||

|| " 50 " " || 82,6 | 68,3 | 82,0 | 67,1 ||

|| " 55 " " || 83,7 | 62,7 | 68,6 | 54,6 ||

|| " 60 " " || 81,2 | 50,6 | 66,9 | 52,7 ||

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Setzen wir das Mosaik zusammen! #Dann bleibt unter hundert Juden ein

Viertel ehelos und ein weiteres Viertel kinderlos. Von der knappen

Hälfte der Bevölkerung, die sich vermehrt, haben fast zwei Drittel nur

ein und zwei Kinder, und nur ein Drittel mehr als diese; d. h. die

Hälfte der ganzen jüdischen Bevölkerung kommt zeitlebens für die

Vermehrung überhaupt nicht in Frage, sie ist total unfruchtbar; mehr

als ein Viertel liefert einen viel zu geringen Zuwachs und

nur ein Viertel liefert die Kinderzahl, die einer gesunden

Bevölkerungsvermehrung entspricht.#

Aber die Berliner Juden würden ein noch viel traurigeres Bild ihres

Zuwachses aufzeigen, wenn sie nicht die ausländische Zuwanderung

besäßen. Es ist behauptet worden (#Segall# im »Deutschen Reich«), daß

die osteuropäischen Juden für die Erhaltung des deutschen Judentums

nicht in Frage kämen, da es sich meist um alte Leute handelte, die vor

den Pogromen geflohen seien. Das entspricht nicht den Tatsachen; sowohl

die Erhebungen über die Münchner Juden, die Standesämter wie die

allgemeine Empirie bezeugen es uns, daß diese Einwanderung sich von

anderen nicht unterscheidet. Wie überall wandern vornehmlich die

jugendlichen Elemente aus, und so treffen wir gerade in Berlin tausende

östlicher Juden, die sich hier eine Existenz zu gründen suchen. Sie

sind stark vertreten als Händler, weniger als Hausierer, ferner als

Handwerker, in der Zigarettenindustrie, Eierbranche usw. Unter ihnen

sind relativ viele Arbeiter oder wenigstens proletarische Elemente, und

sowohl dieser Umstand, als auch die religiösen Anschauungen, die sie in

der Heimat vor sich gesehen haben, beeinflussen ihre Fruchtbarkeit. Sie

bilden schon 17 % der eheschließenden Berliner Juden. Dank dem

freundlichen Entgegenkommen der Berliner Polizeidirektion wurden von

ihr die Geburtsorte der jüdischen Väter der Mehrgeborenen untersucht,

und da ergab sich das Faktum, daß 48 % #der mehrgeborenen# (über

fünftgeborenen) #Kinder von ausländischen Juden abstammten.# ~Also,

ohne die ausländischen Juden wäre der Zuwachs an jüdischen Kindern noch

geringer.~ Diese Konstatierung läßt sich wohl kaum widerlegen.

* * * * *

Trotz alledem könnte der allgemeine Überblick irgendwelche

Erscheinungen nicht berücksichtigen, die die biotischen Verhältnisse in

günstigerem Lichte erscheinen lassen müßten. Deshalb ist es nötig, die

Geburtlichkeit nach jeder Richtung zu durchforschen, d. h. nicht nur

die Geburtenzahl, sondern auch die Gebärfähigkeit bzw. die

Fruchtbarkeit. Die Berechnung, wie viele Kinder in jedem Jahrzehnt auf

die Ehe treffen, ist ungenügend. In der Tabelle IV haben wir eine

derartige Berechnung angestellt und sind zu dem Resultat gekommen, daß

heute das reinste #Zweikindersystem# bei den Juden durchgeführt ist.

Besser kann der Beweis für diese These in der Tabelle VI geführt

werden. Die Resultate der Tabelle VI sind unangreifbar. Hier haben wir

die ehelichen Geburten, gegliedert nach der Reihenfolge; und zwar waren

von je hundert die Erstgeborenen, die Zweitgeborenen, Drittgeborenen

usw. ausgezählt.[12]

Die Schädigung der Rasse durch soziales und wirtschaftliches Aufsteigen bewiesen an den Berliner Juden · 第 8 / 17 题