Das Werk Francés ist von einem Forscher geschrieben, der die
Phantasie und die Sprachkraft eines Dichters hat. Nicht ein
prähistorisches Ereignis ist in diesem großen Gemäldezyklus die
Schöpfung, sondern ein Hergang, der sich immer erneuert. Immer
noch bebt in den glühenden Tiefen die Erde und baut an Gebirgen
kommender Äonen. Immer wogt die salzige Flut um die Länder, hier
abreißend, dort hinzutragend. Immer wandern und sterben, durch
Sonne und Luft verwitternd, die eisigen Alpengipfel. Üppig und
schön blüht die Vegetation; doch nicht in fernen Erdzeiten,
sondern in einer, die nur wenig zurückliegt, vielleicht erst in
der Gegenwart hat sie diese Üppigkeit und Schönheit erreicht.
Immer wirft das Leben alte Formen zu den Toten und bringt in
geheimnisvoller Anpassung neue hervor. Nur ein Tag ist die
Geschichte der Erde und dennoch uferlose Ewigkeit. Mit einer
Versinnlichung, die die Rätsel der Geologie hell überleuchtet,
wie ein Erzähler von einem Bild zum andern führend, gibt Francé
Zusammenfassungen letzter Resultate. Jedem Leser verständlich,
gehört dieses Buch zu den Meisterwerken einer volkstümlichen
Darstellungskunst.