Die Verarbeitung der Lauge geschieht auf =zweierlei= Weise, nämlich

[Greek: a]) nach der =einen= Art wird die Rohsodalauge ohne Weiteres

zur Trockne eingedampft, so dass keine Mutterlauge bleibt. In diesem

Falle erhält man ein gleichartiges Produkt, in welchem alle

Bestandtheile der Lauge, auch das Aetznatron unverändert sich finden;

[Greek: b]) nach der =anderen= Art dampft man die Lauge (ähnlich wie

die Kochsalzlösung; vergl. Seite 184) bis zu einem gewissen Grade ein,

aus der übersättigten und siedenden Flüssigkeit scheidet sich nun das

kohlensaure Natron als krystallinisches Pulver (=Sodasalz=) und zwar

als Salz mit 1 Molekül Wasser Na_{2}CO_{3} + H_{2}O aus. In dem Maasse,

als die Ausscheidung erfolgt, zieht man es heraus (soggt es). Während

des Verdampfens und Soggens fliessen immer neue Mengen Lauge aus dem

Reservoir oder den höher stehenden Pfannen zu, und dies so lange,

Wochen oder Monate hindurch, als noch ein genügend reines Salz erhalten

wird. Anfangs ist begreiflich in der Lauge die Menge des Carbonates

sehr überwiegend über die Menge der anderen, oben genannten

Bestandtheile der Lauge, aber mit der Zeit wird das Verhältniss immer

ungünstiger. Dies hat zur Folge, dass das sich ausscheidende Carbonat

im Laufe der Verdampfungsperiode immer weniger rein wird, indem sich

gleichzeitig mit ihm immer mehr und mehr Kochsalz und Sulfat

ausscheiden und die anhängende unreine Mutterlauge das Salz immer

stärker verunreinigt. Die schliesslich bleibende Mutterlauge

(=Rothlauge=) enthält vorzugsweise nur Aetznatron und Schwefelnatrium,

weil deren reichliches Vorhandensein das Lösungsvermögen der Lauge für

die Salze fast auf Null reducirt. Das ausgesoggte und durch

Abtropfenlassen oder durch Centrifugiren von der Mutterlauge so viel

als möglich befreite Sodasalz wird auf dem Herde eines mit Koksfeuerung

versehenen Flammenofens unter Umrühren ausgetrocknet und calcinirt, um

das Schwefelnatrium der anhängenden Mutterlauge zu oxydiren und ein

völlig weisses Produkt zu erhalten. Das Produkt ist die =calcinirte

Soda=. Die Qualität dieser Soda, der Gehalt an Carbonat, ist sehr

verschieden, das heisst es kommen sehr verschiedene Sorten dieser Soda

in den Handel. Sie entstehen dadurch, dass man das, während des

Eindampfens der Lauge sich ausscheidende Salz, nach der Zeitdauer des

Verdampfens, in verschiedene Classen theilt. Das zuerst erhaltene Salz

(der erste Ausschlag) liefert die beste Sorte; beim weiteren Verdampfen

wird das Salz, wie gesagt, immer weniger rein, und es liegt in der Hand

des Sodafabrikanten, wie viele Sorten Soda er darstellen will. Meistens

lassen die Fabrikanten den Gehalt von fünf zu fünf Procent abnehmen und

garantiren den Gehalt. Eine Soda, welche 90 Proc. alkalisches Natron

enthält, heisst 90grädige Soda; eine Soda von 70 Procent Gehalt an

alkalischem Natron wird 70grädig genannt. Das Uebrige ist Sulfat und

Kochsalz, neben einer kleinen Menge von Sulfit, das bei dem Calciniren

entstanden ist.

[Illustration: Fig. 79.]

Wird nach der oben angegebenen Methode die Rohsodalauge ohne weiteres

bis =zur Trockne= verdampft, so dass keine Mutterlauge bleibt, so

bedient man sich eines Flammenofens (Fig. 79). Man stampft zuerst auf

der Ofensohle eine dicke Lage Sodasalz fest, damit die einzudampfende

Lauge nicht mit den Backsteinen in Berührung kommt. Sobald der Ofen

durch das auf _A_ brennende Koksfeuer dunkle Rothglühhitze angenommen,

lässt man die bis auf 33° abgedampfte Lauge aus der Vorwärmpfanne _D_

und _E_ in den Ofen fliessen. Sobald die Lauge das heisse Sodasalz

berührt, beginnt heftiges Sieden, die Masse steigt und fällt und lässt

sich leicht zur Trockne bringen. Durch Umrühren mit eisernen Krücken

erhält man das Salz pulvrig. Sobald eine genügende Menge Salz erhalten

worden ist, hemmt man das Nachfliessen der Lauge und zieht das trockne

Salz aus dem Ofen. Durch die Klappen _F_, _G_ und die Züge _C_, _C'_

ist es möglich, die Verbrennungsgase entweder in den Schornstein oder

unter die Laugenpfannen _D_ und _E_ zu leiten. =J. Brown= erhielt bei

der Analyse von =Sodasalz=, durch Eindampfen der Rohlauge:

I. II.

Natriumcarbonat 68,907 65,513

Natriumhydroxyd 14,433 16,072

Natriumsulfit 7,018 7,812

Natriumhyposulfit 2,231 2,134

Schwefelnatrium 1,314 1,542

Chlornatrium 3,972 3,862

Natriumaluminat 1,016 1,232

Natriumsilicat 1,030 0,800

Unlösliche Substanz 0,814 0,974

---------------

100,000 100,000

Dieses Salz wird dann in einem Flammenofen stark erhitzt, durch diesen

Process wird das Schwefelnatrium in Natriumsulfit und ein Theil des

Hydrates in Natriumcarbonat umgewandelt. Das Salz ist, so wie es aus

dem Ofen kommt, zum Verkaufe fertig. In den grossen Alkaliwerken in und

bei New-Castle wird es aufgelöst und nachher mit Kohlensäure behandelt;

das so dargestellte Salz enthält weniger Aetznatron.

Ein weit besseres Produkt erhält man nach der oben erwähnten =anderen=

Methode, nämlich durch Abdampfen der Lauge nicht bis zur Trockne,

sondern nur bis zu einem gewissen Concentrationsgrade, wobei kleine

Krystalle von Sodasalz (Na_{2}CO_{3} + H_{2}O) sich abscheiden.

Was die Art und Weise des Abdampfens der Lauge betrifft, so sind

heutzutage zwei verschiedene Verfahren im Schwange. Nach dem =einen=

Verfahren wirkt die Wärme auf die Oberfläche der Flüssigkeit; das

Abdampfen geschieht in viereckigen Pfannen aus Kesselblech, welche auf

der Sohle des Flammenofens eingemauert sind. Es findet ein schnelles

oberflächliches Sieden statt und die Oberfläche der Flüssigkeit bedeckt

sich mit Salzkrusten, die der Arbeiter zerstört, damit unaufhörlich

neue Portionen der Flüssigkeit mit der Wärme in Berührung kommen. Von

Zeit zu Zeit wird das zu Boden gesunkene Salz durch Seitenöffnungen

herausgekrückt und zum Abtropfen auf eine geneigte Ebene gebracht.

Diese Abdampfungsmethode ist ökonomisch und fördernd, sie hat aber den

Nachtheil die sauern Verbrennungsprodukte -- Kohlensäure und schweflige

Säure -- in unmittelbaren Contakt mit der alkalischen Lauge zu bringen

und dadurch zu veranlassen, dass das Aetznatron in Carbonat und ein

Theil des letzteren in Sulfit übergeht, welches letztere später durch

Oxydation in Sulfat verwandelt wird. Nach dem =zweiten= Verfahren wirkt

die Wärme auf den Boden der Pfanne. Dadurch ist allerdings die

Berührung der Verbrennungsprodukte mit der Lauge abgeschnitten, dagegen

leidet hierbei die Pfanne weit mehr und es bedarf besonderer

Vorsichtsmaassregeln, um dem Verbrennen der Pfanne durch den Absatz

einer die Wärme nicht leitenden Salzschicht vorzubeugen. =Gamble= in

St. Helens wendet, um dem genannten Uebelstande auszuweichen, eine

Pfanne von eigenthümlicher Form an, die im Querdurchschnitt dem eines

Bootes analog ist. Diese Pfanne führt auch den Namen =Bootpfanne=. Die

Flamme, gewöhnlich die verlorene Wärme der Sodaöfen, spielt gegen die

geneigten Wände, deren Neigung die Extraktion des Salzes erleichtert,

welche man auf dieselbe Weise wie das Kochsalz aus den Pfannen der

Salinen auswirkt und dann abtropfen lässt.

Gleichviel ob nach der ersten oder zweiten Methode dargestellt, bringt

man das erzielte Produkt in einen Flammenofen, in welchem es oxydirt

und mit Kohlensäure verbunden wird; das Schwefelnatrium geht hierbei

zum grössten Theile in Sulfit und Sulfat über. Das so erhaltene

Sodasalz besitzt eine graue Farbe. Um es zu reinigen, löst man es

mittelst Dampf in der kleinsten Menge Wasser, lässt die Lösung sich

absetzen, decantirt die klare Flüssigkeit und dampft sie von Neuem zur

Trockne ab. Auf diese Weise erhält man vollkommen weisses Sodasalz

(=raffinirte Soda=). Noch reiner lässt sich das Produkt erhalten, wenn

man nach =Ralston= das unreine Salz methodisch mit einer kalten und

gesättigten Lösung von reinem Natriumcarbonat wäscht, wodurch nur die

fremden Salze, Chlornatrium, Schwefelnatrium und Sulfat, gelöst werden,

während das Natriumcarbonat vollkommen rein zurückbleibt.

Wie oben erwähnt, dampft man in der Regel nicht bis zur Trockne,

sondern nur bis zu einem bestimmten Concentrationspunkt ab, der durch

die Erfahrung ermittelt wird, und schöpft die dabei niederfallenden

Krystalle heraus. Durch Variirenlassen des relativen Volumens der

Flüssigkeit erhält man mehr oder minder reine Produkte. Dampft man z.

B. die gewöhnliche Lauge aus den Auslaugegefässen (von 1,286 spec.

Gew.) bis auf 7/12 ihres Volumens ab und nimmt man dabei sich

ausscheidendes Salz heraus, so erhält man ein Produkt, welches einem

gereinigten Sodasalz von 57 Proc. entspricht. Dampft man dann den Rest

der Lauge auf 3/7 ihres Volumens ab, so entspricht das ausgeschiedene

Salz einer Soda von 50 Proc. Die zur Trockne verdampften Mutterlaugen

geben ein sehr kaustisches Produkt, das alle löslichen Unreinigkeiten

enthält. =Kuhlmann= in Lille stellt diese fractionirten Produkte

einfach durch Abdampfen der Lauge in graduirten Pfannen dar. Die

Reinigung der Rohlauge lässt sich ohne Mitwirkung von Feuer ausführen,

wenn man nach =Gossage= (1853) die Lauge, welche Schwefeleisen durch

das vorhandene Schwefelnatrium gelöst enthält, langsam durch einen

Koksthurm filtrirt, in welchem die Flüssigkeit einen in

entgegengesetzter Richtung sich bewegenden Luftstrom trifft. Hierdurch

wird das Schwefelnatrium oxydirt und das Schwefeleisen unlöslich

ausgeschieden. Die Zusammensetzung von =raffinirter Soda= sei nach den

Analysen von =Tissandier= (1869) durch folgende Beispiele versinnlicht:

1. 2. 3. 4. 5.

Feuchtigkeit 2,22 3,11 1,15 1,00 0,40

Unlösliches 0,12 0,22 0,08 -- 0,06

Chlornatrium 12,48 6,41 3,28 2,11 0,99

Sulfat 8,51 3,25 2,15 1,50 0,35

Carbonat 76,67 87,01 92,34 95,39 98,20

-----------------------------------------

100,00 100,00 100,00 100,00 100,00

Die Natriumhydroxyd haltigen Sodasorten haben nach =Tissandier=

folgende Zusammensetzung:

1. 2. 3. 4.

Feuchtigkeit 2,10 1,50 2,48 1,38

Unlösliches 0,12 0,11 0,21 0,09

Chlornatrium 4,32 2,43 3,50 4,11

Sulfat 8,80 1,62 2,15 2,50

Carbonat 82,47 88,09 84,54 81,67

Natriumhydroxyd 2,11 6,25 7,12 10,25

------------------------------

100,00 100,00 100,00 100,00

[Illustration: Fig. 80.]

[Illustration: Fig. 81.]

Behufs der Darstellung von =krystallisirter Soda= oder

=Sodakrystallen=, Na_{2}CO_{3} + 10H_{2}O (mit 63 Proc. Wasser) löst

man die calcinirte Soda in heissem Wasser bis zur Sättigung, klärt die

Flüssigkeit durch Absetzenlassen und lässt sie in eisernen Gefässen bis

zum Erkalten stehen, wo die Soda in grossen Krystallen sich absetzt.

Man löst das Sodasalz in Kesseln aus Schwarzblech von konischer Gestalt

(Fig. 80), in welche durch das Rohr _C_ ein Dampfstrom geleitet wird.

Die aufzulösende Soda kommt in den siebähnlich durchlöcherten

Blechkasten _D_, welcher durch Kolben gehoben und gesenkt werden kann.

Der Kessel wird durch den Hahn _B_ zu 3/4 mit Wasser gefüllt und dann

der mit Soda beschickte Kasten in das Wasser getaucht, während durch

_C_ Dampf eingeleitet wird. Es findet schnelle Temperaturerhöhung

statt, in deren Folge die Soda sich löst. Sobald die Lauge eine Dichte

von 30 bis 32° B. zeigt, leitet man sie in die Krystallisirgefässe aus

Schwarzblech, die 5 Meter lang, 2 Meter breit und 0,45 Meter tief sind

und an einem luftigen Orte sich befinden. Bei mittlerer Temperatur ist

nach Verlauf von 5-6 Tagen die Krystallbildung beendigt. Nachdem die

Mutterlauge durch eine am Boden der Krystallisirgefässe befindliche

Oeffnung abgelassen worden ist, die man dann auf eine geringgrädige

Soda verarbeitet, löst man die Krystalle von den Wandungen und

unterwirft sie einer nochmaligen Krystallisation. Zu dem Ende löst man

die Sodakrystalle in einem konischen Blechkessel _A_ (Fig. 81), der

direkt durch die Flamme der Feuerung _C_ erhitzt wird. Mit Hülfe der

Züge _D_, _D_ kann die Flamme den Kessel überall umspielen. Der Kessel

wird mit Krystallen gefüllt, durch das Rohr _B_ etwas Wasser zugeleitet

und dann erhitzt. Das Krystallwasser reicht hin, um alles Salz zum

Schmelzen zu bringen. Nachdem dies erreicht, entfernt man das Feuer,

deckt den Kessel mit einem Holzdeckel zu und lässt die Flüssigkeit sich

absetzen. Ist die Klärung vor sich gegangen, so leitet man die Lauge

mit Hülfe von Hebern in ein Reservoir, giebt sie dann in viereckige

Kasten von Gusseisen, die einen Durchmesser von 40-50 Ctm. haben. Hier

beginnt die Krystallisation, die nach acht Tagen beendigt ist. Die

Krystallbildung wird durch Einhängen 6-9 Centim. breiter Eisenstäbe in

die Flüssigkeit wesentlich befördert. Nachdem die Mutterlauge von den

Krystallen entfernt, stellt man die Kasten kurze Zeit in einen Kessel

mit siedendem Wasser, wodurch die Krystalle von den Wänden in Folge

angehender Schmelzung sich ablösen, so dass durch blosses Umdrehen des

Kastens die Krystallmasse in einem Stück herausfällt. Nach dem

Abtropfenlassen zerschlägt man die Masse und lässt sie in einer bis auf

15-18° C. erwärmten Trockenkammer trocknen, worauf man sie, um

jeglicher Verwitterung vorzubeugen, sofort in Fässer packt.

Das Krystallisirtsein der Soda bietet stets Garantie für grosse

Reinheit. Der allgemeineren Anwendung der krystallisirten Soda steht

ihr grosser Wassergehalt entgegen, der die Fracht unnöthigerweise

vertheuert. Der Verbrauch derselben ist trotzdem in England ein weit

beträchtlicherer als in Frankreich und Deutschland, wo, wenn von der

pharmaceutischen Verwendung abgesehen wird, ihr Gebrauch lediglich auf

die Fälle sich beschränkt, wo die Gegenwart von Aetznatron in der Soda

von Nachtheil sein könnte. --

[Sidenote: Theorie des Leblanc'schen Sodabildungsprocesses.]

=Theorie der Sodabildung.= Der chemische Process, durch welchen das

Natriumcarbonat nach der Methode von =Leblanc= sich bildet, ist erst

durch neuere Untersuchungen von =Gossage= und durch =Scheurer-Kestner=

aufgehellt worden. Früher nahm man, nach der Erklärung von =Dumas= an,

dass beim Calciniren eines Gemenges von Sulfat, Calciumcarbonat und

Kohle, letztere unter Kohlenoxydgasbildung das Sulfat zu

Schwefelnatrium reducire, welches dann durch das Calciumcarbonat unter

Bildung von Natriumcarbonat und Calciumoxysulfuret, und Entweichen

eines Theiles der Kohlensäure zersetzt werde [([Greek: a]) Na_{2}SO_{4}

+ 4C = Na_{2}S + 4CO_{2}; ([Greek: b]) 2Na_{2}S + 3CaCO_{3} =

2Na_{2}CO_{3} + CaO, 2CaS + CO_{2}]. Nach =Unger='s Ansicht, mit

welcher im wesentlichen die von =E. Kopp= (1865) harmonirt, verliert,

nachdem sich das Schwefelnatrium gebildet hat, das Calciumcarbonat die

Kohlensäure und es bleibt ein Gemenge zurück von Aetzkalk,

Schwefelnatrium und Kohle, welches sich zu Calciumoxysulfuret und

Aetznatron umsetzt, welches letztere durch Aufnahme von Kohlensäure in

Folge des Verbrennens von Kohle in Natriumcarbonat übergeht. Letztere

Ansicht ist wol diejenige, die der Wahrheit am nächsten kommt, nur ist

es, wie =Scheurer-Kestner=, =Dubrunfault=, =J. Kolb= und =Th. Petersen=

(1860 bis 1869) nachgewiesen haben, nicht nöthig, die Existenz eines

Calciumoxysulfuretes anzunehmen, um die Nichteinwirkung des

Schwefelcalciums auf das Natriumcarbonat zu erklären, da

Schwefelcalcium fast unlöslich in Wasser ist (12,500 Th. Wasser lösen

bei 12,6° nur 1 Th. Schwefelcalcium). Mit dieser Anschauungsweise

stimmen auch die von =Pelouze= (1866) erhaltenen Resultate überein.

Während des Sodabildungsprocesses im Soda Ofen geht der vorhandene

Kohlenstoff =nur= in Kohlensäure über, nämlich:

[Greek: a]) 5Na_{2}SO_{4} + 10C = 5Na_{2}S + 10CO_{2};

[Greek: b]) 5Na_{2}S + 7CaCO_{3} = 5Na_{2}CO_{3} + 5CaS +

2CaO + 2CO_{2}.

Da sich jedoch während der Operation der Sodabildung und namentlich

gegen das Ende derselben aus dem schmelzenden Gemenge Kohlenoxydgas

entwickelt und mit blauer Flamme verbrennt, eine Gasentwickelung,

welche selbst noch fort dauert, nachdem die Schmelze aus dem Ofen

gezogen worden ist, so muss dieses Kohlenoxyd, _obgleich es ein

secundäres Produkt ist_, mit in die Gleichung aufgenommen werden. Die

Bildung des Kohlenoxydes ist gleichwol von grosser Wichtigkeit, weil

das Auftreten dieses Körpers den Moment wahrnehmen lässt, wo die Hitze

hinlänglich hoch und die Hauptreaktion beendigt ist. Durch die

Untersuchungen =Unger='s ist es ausser allem Zweifel, dass bei der

Reduktion des Sulfates durch Kohle sich nur Kohlensäure und kein

Kohlenoxydgas entwickelt. Das Kohlenoxyd bildet sich also nicht während

der Reduktion des Sulfates, sondern ist das Resultat der Einwirkung der

Kohle auf die überschüssig angewendete Kreide oder den Kalkstein. Die

Reduktion des Calciumcarbonates durch Kohle findet erst bei weit

höherer Temperatur statt als die Reduktion des Sulfates; sie folgt auf

die letztere, d. h. nach Beendigung der Hauptreaktion. In diesem

Stadium ist das Natriumcarbonat fertig gebildet.

Man hat demnach =drei Phasen= in dem =Sodabildungsprocesse= zu

unterscheiden, nämlich

[Greek: a]) zuerst findet Reduktion des Sulfates unter Entwickelung von

Kohlensäure statt (Na_{2}SO_{4} + 2C = Na_{2}S + 2CO_{2});

[Greek: b]) hierauf geht die doppelte Zersetzung zwischen dem

entstandenen Schwefelnatrium und dem Calciumcarbonat vor sich (Na_{2}S

+ CaCO_{3} = Na_{2}CO_{3} + CaS);

[Greek: g]) zuletzt findet theilweise (und durch das Erkalten der Masse

aufgehaltene) Reduktion des überschüssig angewendeten Calciumcarbonates

durch die Kohle statt (2CaCO_{3} + 2C = 2CaO + 4CO). Beim Auslaugen

giebt der entstandene Aetzkalk zur Bildung von Aetznatron Veranlassung.

Die Theorie verlangt mithin auf 100 Th. Sulfat nur gegen 20 Th. Kohle.

Der übliche Zusatz von überschüssigem Kohlenstoff (40 bis 75 Proc.)

gewährt aber in zweifacher Beziehung Vortheil, nämlich einmal als

Ersatz für denjenigen zu dienen, welcher im Laufe der Operation in

Folge unvollkommener Mischung zu Oxyd reducirt worden ist; das andere

Mal erlaubt der Zusatz genau den Zeitpunkt wahrzunehmen, wo die

Reaktion beendigt ist, da die Schmelze der Einwirkung der Ofenhitze

entzogen werden muss, nachdem die Entwickelung von Kohlenoxyd begonnen

und bevor sie aufgehört hat.

[Sidenote: Verwerthung der Sodarückstände.]

=Verwerthung der Sodarückstände.= Wie früher bereits hervorgehoben,

liefert das =Leblanc='sche Sodaverfahren, wenn man von der Kryolithsoda

und von der bei der Darstellung des Conversionssalpeters auftretenden

Soda absieht, trotz der unzähligen Versuche, dasselbe durch andere

Methoden und Processe zu ersetzen, noch immer beinahe ausschliesslich die

ungeheuren Mengen von Soda, Aetznatron und Bicarbonat, welche

gegenwärtig verbraucht werden. Diesen Vorzug vor allen anderen Processen

verdankt =Leblanc='s Methode unzweifelhaft grossentheils der Erzeugung

der =Sodarückstände=, insofern diese eben die werthvolle Eigenschaft

besitzen, sich von dem in der Rohsoda enthaltenen Alkali durch das

Auslaugen leicht und vollständig trennen zu lassen. Gleichwol sind diese

Rückstände stets als die grösste Schattenseite dieses so wichtigen

Zweiges der chemischen Industrie betrachtet worden. Die grosse Menge von

Schwefel, welche in die Fabrikation eingetreten, ist in diesen

Rückständen untergegangen und zwar der Art, dass nach einer Mittheilung

von =A. Oppenheim= der in der Sodafabrik von Dieuze (in Lothringen) in

den festen Rückständen aufgespeicherte Schwefel auf 3-3/4 Millionen

Franken geschätzt wird. Jede Tonne Alkali giebt nicht weniger als 1-1/2

Tonnen trockenen Rückstand und die auf diese Weise erzeugten enormen

Massen werden gewöhnlich in der Nähe der Fabriken aufgehäuft, wo sie oft

ganze Berge von beträchtlicher Höhe bilden. Diese Rückstande entwickeln,

zumal bei heissem Wetter, bedeutende Mengen von Schwefelwasserstoff,

welches die Bewohner der Nachbarschaft in der nachtheiligsten Weise

belästigt; überdies werden aus ihnen durch den Regen und durch die mit

den Halden in Berührung kommenden Tagewässer grosse Quantitäten einer

mehr oder weniger intensiv gelb gefärbten, Calciumsulfuret und

Calciumpolysulfuret enthaltenden Flüssigkeit ausgelaugt, welche das

Wasser aller Brunnen und Wasserläufe, zu denen sie Zutritt hat,

vergiftet. Diese Uebelstände werden durch den Gehalt der Rückstände an

Schwefel bedingt, welcher nicht weniger als 80 Proc. der gesammten, bei

der Sodafabrikation verwendeten Schwefelmenge beträgt und offenbar einen

sehr grossen Verlust repräsentirt. Alle Versuche und Anstrengungen,

diesen Schwefel auf einfache und billige Weise wieder zu gewinnen und

damit die Schädlichkeit, ja Gefährlichkeit dieser Rückstände für das

Allgemeinwohl zu beseitigen, sind bis vor Kurzem gescheitert, obgleich

viele Chemiker und Techniker diesem Gegenstande seit 30 bis 40 Jahren

viel Zeit und Geld geopfert haben. Unter diesen Männern nehmen =W.

Gossage= und =Guckelberger= (in Ringkuhl bei Kassel) mit die ersten

Plätze ein. Sehr zahlreiche Methoden zur Wiedergewinnung des Schwefels

aus den Sodarückständen sind beschrieben und patentirt worden; jedoch war

es bis auf die neueste Zeit durch keine derselben gelungen, die

hauptsächlichste praktische Schwierigkeit der Frage -- die Behandlung so

bedeutender Rückstandsmengen ohne zu grossen Aufwand von Arbeit und Geld

-- zu überwinden.

Erst seit 1863 etwa wird Schwefel aus Sodarückständen in regelmässigem

Betriebe gewonnen und zwar nach =drei= verschiedenen Verfahren von

=Guckelberger= (durch =L. Mond= in modificirter Form in die Praxis

eingeführt), von =Max Schaffner= (in Aussig) und von =P. W. Hofmann= (in

Dieuze). Die Schwefelregeneration machte seitdem so rasche Fortschritte,

dass zur Pariser Ausstellung 1867 nicht weniger als sieben Fabriken

Proben von solchem aus Alkalirückständen dargestellten Schwefel

eingesendet hatten, welcher nach den drei verschiedenen Methoden

regenerirt worden war. Alle diese Methoden beruhen auf demselben

Principe, nämlich auf der Umwandlung der in den Rückständen enthaltenen

unlöslichen Calciumsulfurete in lösliche Verbindungen vermittelst einer

Oxydation durch den atmosphärischen Sauerstoff, Auslaugen der oxydirten

Masse und Fällung des in die Laugen übergegangenen Schwefels durch eine

starke Säure, wozu in der Praxis selbstverständlich Salzsäure verwendet

wird.

[Sidenote: M. Schaffner's, Schwefelregeneration.]

Wir müssen uns begnügen, nur eines dieser Verfahren zu beschreiben, und

zwar =M. Schaffner='s Regenerationsverfahren. Dasselbe zerfällt in

folgende Arbeiten:

[Greek: a]) die Darstellung der schwefelhaltigen Lauge,

[Greek: b]) die Zersetzung der erhaltenen Lauge,

[Greek: g]) die Darstellung des Schwefels.

[Greek: a]) Behufs der =Darstellung der schwefelhaltigen Lauge= werden

die Sodarückstände einem Oxydationsprocesse an der Luft unterworfen,

indem man dieselben in grosse Haufen aufstürzt. -- Der Haufen erwärmt

sich nach einiger Zeit und es beginnt die Bildung von Polysulfureten

und bei weiterer Oxydation die Bildung von unterschwefligsauren Salzen.

Die Praxis lehrt sehr bald durch Beurtheilung der Farbe, wie lange man

den Haufen liegen lassen muss. Nach einigen Wochen hat nämlich der

Haufen im Innern eine gelbgrüne Farbe und er ist zum Auslaugen reif. Er

wird aufgehackt, die grössern Stücke zerschlagen, bleibt noch etwa 24

Stunden an der Luft liegen, wo dann die gewünschte Oxydation

vollständig wird. -- Das Auslaugen geschieht mit kaltem Wasser wie beim

Auslaugen der rohen Soda, so dass man es am Schlusse nur mit

concentrirten Laugen zu thun hat. Nach diesem Auslaugeprocess werden

die Sodarückstände noch einmal oxydirt, indem man sie in 1 Meter tiefe

und ebenso breite Gruben bringt, die neben den Auslaugekasten liegen.

Diese Oxydation in Gruben, wobei die durch den Zersetzungsprocess frei

werdende Wärme mehr zusammengehalten wird, als in freien Haufen, geht

rascher vor sich als die erste Oxydation. Durch den frühern

Auslaugeprocess ist die Masse nun poröser als bei der ersten Oxydation

und somit hat auch die Luft mehr Zutritt und es bilden sich darum neben

Polysulfureten auch mehr unterschwefligsaure Salze. Statt nach dem

ersten Auslaugen die Sodarückstände aus dem Auslaugegefäss zur zweiten

Oxydation in eine Grube zu bringen, kann man sie auch im Auslaugegefäss

liegen lassen und die zweite Oxydation künstlich beschleunigen, dass

man mit einem Ventilator die Gase aus einem Kamin, in welches

Feuerungsanlagen einmünden, unter den doppelten Boden des

Auslaugegefässes führt. Man erspart hierdurch an Arbeitslöhnen, indem

das einmalige Aus- und Einfahren aus dem Auslaugebassin in die Gräben

umgangen wird. Zugleich ist diese Art der Oxydation eine sehr

energische, indem in 8-10 Stunden der Process vollendet und die Masse

abermals zum Auslaugen reif ist. Je nach Beschaffenheit der

Sodarückstände kann man diese Oxydation 3-4 Mal wiederholen. Die

Rauchgase, die im Wesentlichen aus Wasserdampf, überschüssiger warmer

Luft und Kohlensäure bestehen, haben alle Eigenschaften, um auf das

Schwefelcalcium in der Art zersetzend einzuwirken, dass Polysulfuret

und unterschwefligsaures Salz entsteht. Die Gase dürfen jedoch nicht zu

warm zur Anwendung gelangen. Die Laugen, die man von der ersten

Oxydation erhält, bestehen hauptsächlich aus Polysulfuret neben

unterschwefligsauren Salzen; bei den Laugen von der zweiten Oxydation

ist das unterschwefligsaure Salz vorherrschend und die Laugen der

dritten Oxydation enthalten noch mehr unterschwefligsaures Salz.

Sämmtliche Laugen vereinigen sich in einem gemeinsamen Reservoir. Das

Produkt dieser ganzen Manipulation ist also eine Lauge von einem

bestimmten Gehalt an Polysulfureten des Calciums neben einem gewissen

Gehalt an unterschwefligsauren Salzen.

[Illustration: Fig. 82.]

[Greek: b]) Die =Zersetzung der Lauge mit Salzsäure= geschieht in

geschlossenen Apparaten aus Gusseisen oder Stein. Die Zersetzung ist

darauf basirt, dass unterschwefligsaures Salz durch Salzsäure

schweflige Säure entwickelt unter Ausscheidung von Schwefel

(CaS_{2}O_{3} + 2 HCl giebt CaCl_{2} + SO_{2} + S + H_{2}O). Ferner,

dass schweflige Säure das Polysulfuret unter Ausscheidung von Schwefel

in unterschwefligsaures Calcium verwandelt (2 CaS_{1} + 3 SO_{2} = 2

CaS_{2}O_{3} + S_{1}). Durch Titrirung wird die Schwefellauge auf ihren

Gehalt an Polysulfuret und unterschwefligsaures Salz geprüft und

darnach der Sodarückstand schwächer oder stärker oxydirt. In Praxis ist

der Ausfällapparat aus Gusseisen oder Stein; Fig. 82 zeigt den

Ausfällapparat von Gusseisen, wie er in den meisten Fabriken eingeführt

ist. _A_ und _B_ enthalten die zur Zersetzung bestimmte Lauge. _l_ ist

die Laugenleitung, durch einen darin befindlichen Gummischlauch wird

die Lauge bald durch _q_ in das Gefäss _A_ geleitet, bald durch _q'_ in

das Gefäss _B_. _T_ und _T'_ sind Thonröhren und dienen zum Eingiessen

der Salzsäure. Die Röhren _c_ und _d_ correspondiren ebenfalls mit dem

Glasapparat, _c_ sitzt auf dem Deckel von _A_, während sein langer

Schenkel in die Flüssigkeit von _B_ einmündet, bei _d_ ist dies der

umgekehrte Fall, der kurze Schenkel sitzt auf dem Deckel von _B_,

während der lange Schenkel in die Flüssigkeit von _A_ eintaucht. Der

Hahn _a_ wird geschlossen, wenn die Gase durch _c_ in die Flüssigkeit

von _B_ treten sollen, Hahn _b_ wird geschlossen und _a_ geöffnet, wenn

die Gase durch _d_ in die Flüssigkeit von _A_ treten sollen. Durch das

Rohr _R_ entweicht das etwa überschüssige Gas. Nach erfolgter

Zersetzung mit Salzsäure lässt man durch das Ventil _V_ oder _V'_ Dampf

einströmen, um die letzte von der Flüssigkeit absorbirte schweflige

Säure überzutreiben. Ist der Process beendigt, so fliesst der Schwefel

mit der Chlorcalciumlauge durch die Oeffnung _O_ oder _O'_ aus. Zuerst

öffnet man den Holzstöpsel _p_ und lässt den grössern Theil der

Chlorcalciumlauge abfliessen. Um zu erfahren, ob alle schweflige Säure

übergetrieben ist, öffnet man den Holzhahn _h_ oder _h'_ und überzeugt

sich durch den Geruch, ob noch schweflige Säure entweicht. Die Hähne

_f_ und _f'_ sind vorhanden, um sich von der gehörigen Füllung des

Apparates mit Lauge und von dem Gang der Zersetzung überzeugen zu

können. Der Gang der Arbeit ist ganz derselbe wie beim Glasapparat. Zum

Zweck der Reinigung sind alle Röhren mit Deckel versehen.

Der so erhaltene Schwefel ist feinkörnig, enthält etwas Gyps,

hauptsächlich vom Schwefelsäuregehalt der Salzsäure herrührend, er

fliesst sammt der Chlorcalciumlauge in eine Rinne _g_ und von hier in

ein Bassin mit doppeltem Boden; die Lauge fliesst hier ab und der

Schwefel bleibt zurück, er wird mit Wasser abgewaschen und gelangt dann

zum Schmelz- oder Reinigungsprocess.

[Greek: g]) Die =Darstellung des reinen Schwefels= geschieht durch

folgenden einfachen Process, der direct reinen Schwefel liefert,

welcher als =raffinirter Schwefel= in den Handel gebracht werden kann.

Der Schwefel von dem Ausfällapparat wird mit so viel Wasser in einen

gusseisernen geschlossenen Kessel gebracht, dass die Masse eine

breiartige Consistenz hat; man lässt sodann Dampf einströmen, der einen

Ueberdruck von 1-3/4 Atmosphären hat, und rührt dabei um. Es schmilzt

auf diese Weise der Schwefel unter Wasser, die an dem Schwefel

adhärirende Chlorcalciumlauge wird vom Wasser aufgenommen und der Gyps

ist als feines Krystallpulver im Wasser suspendirt. Der unter Wasser

geschmolzene Schwefel sammelt sich im tiefsten Theil des Kessels an und

kann nun abgelassen und in die gewünschten Formen gegossen werden. Ist

aller Schwefel abgeflossen, so fliesst sodann das gypshaltige Wasser

ab, da Schwefel und Wasser sich scharf nach dem spec. Gewicht scheiden.

Gleichzeitig mit dem Schwefel giebt man eine kleine Quantität Kalkmilch

in den Schmelzkessel, um etwa noch vorhandene freie Säure unschädlich

zu machen. Aus dem überschüssigen Kalk bildet sich beim Schmelzen

Schwefelcalcium und wenn der zum Schmelzen gelangende Schwefel

arsenhaltig ist, so löst sich das Schwefelarsen in Schwefelcalcium auf

und somit wird das Schwefelarsen in das über dem geschmolzenen Schwefel

stehende Wasser geführt. Die Vortheile des Schmelzens unter Wasser sind

daher einleuchtend: Man hat nicht nöthig, den gefällten Schwefel

sorgfältig auszuwaschen und zu trocknen, die Destillation wird erspart

und durch denselben Process wird der Schwefel vom Arsen befreit.

Endlich hat die Art des Schmelzens unter Dampfdruck auch noch den

Vortheil, dass der Schwefel nur so weit erhitzt wird, dass er sich

gerade im dünnflüssigsten Zustande befindet und nicht überhitzt werden

kann, was beim nachherigen Giessen in Formen sehr erwünscht ist.

Um den Schmelzkessel zu versinnlichen, wie derselbe in der Praxis

ausgeführt ist, mag beistehende Skizze (Fig. 83 und 84) dienen.

[Illustration: Fig. 83.]

[Illustration: Fig. 84.]

Ein gusseiserner Cylinder _B_ liegt in einem schmiedeeisernen Cylinder

_A_, die Stirnseiten sind mit einander verschraubt. Der Apparat liegt

nach einer Seite geneigt, damit sich der geschmolzene Schwefel am

tiefsten Theil ansammeln kann. In den innern Cylinder _B_ kommt der

Schwefel mit dem nöthigen Wasser und es befindet sich in diesem

Cylinder eine Welle mit Armen zum Umrühren der Masse. Der Rührer wird

durch Maschinenkraft mittelst des Zahnrades _R_ bewegt. An beiden Enden

der Rührerwelle befinden sich Stopfbüchsen. Bei _m_ wird der Schwefel

eingebracht, es ist dies ein Mannlochverschluss (wie bei Dampfkesseln).

Der Dampf strömt aus einem besondern Dampfkessel bei _a_ in den

schmiedeeisernen Cylinder ein, umgiebt also den gusseisernen Cylinder

_B_, strömt bei _o_ in den innern Cylinder und nach beendigter

Schmelzung lässt man den Dampf durch _d_ und das Ventil _v_ entweichen.

Der geschmolzene Schwefel wird durch eine besondere Ablassvorrichtung

bei _z_ abgelassen. _S_ ist ein Sicherheitsventil.

Auf diese Weise gewinnt man etwa 50-60 Proc. des in den Sodarückständen

enthaltenen Schwefels in Form von chemisch reinem Schwefel. Auf einen

Centner Schwefel werden 2-2-1/4 Centner Salzsäure gebraucht.

Bei denjenigen Fabriken, wo die Salzsäure grossen Werth hat, kann man

auch die =Rückstände der Chlorkalkfabrikation= mit in Anwendung bringen

und dadurch chemisch reinen Schwefel erhalten. Die Rückstände der

Chlorkalkfabrikation, die im Wesentlichen aus Manganchlorür mit viel

freier Salzsäure neben Eisenchlorid bestehen, werden zu diesem Zweck

wie folgt behandelt: Zuerst werden die Chlorrückstände von ihrem

Gehalte an Eisenchlorid befreit. Man lässt zu diesem Zwecke diese

Rückstände in ein Gefäss fliessen und durch ein Trichterrohr

Schwefellauge in kleinen Quantitäten einlaufen. Es entwickelt sich

sofort Schwefelwasserstoffgas und dieses reducirt das Fe_{2}Cl_{6} zu

FeCl_{2}. Man rührt dabei um. Ohne weitere Reaktion erkennt man schon

an der Farbe, wenn die Reduktion vorüber ist. Der sich hier

ausscheidende Schwefel ist von graugelber Farbe, derselbe wird von Zeit

zu Zeit gesammelt und in den Schwefelöfen verbrannt. Wenn die

Chlorkalkrückstände auf diese Weise präparirt sind, so enthalten sie

also kein Eisenchlorid. Im Ausfällapparat können nun dieselben wie

Salzsäure verwendet werden. Bei Erklärung des Vorgangs im

Ausfällapparat wurde gezeigt, dass die Polysulfurete immer durch die

schweflige Säure der vorhergehenden Zersetzung in unterschwefligsaure

Salze übergeführt wurden. Wenn also die Zersetzung mit Salzsäure

erfolgt, so ist kein Schwefelcalcium mehr vorhanden. Statt Salzsäure

wendet man nun die präparirten Chlorrückstände an und es wirken die in

denselben vorhandenen freien Salze nun ebenso gut zersetzend auf die

unterschwefligsauren Salze, als reine Salzsäure. Schwefelmangan und

Schwefeleisen kann sich nicht bilden, da gewöhnlich kein

Schwefelcalcium mehr vorhanden ist. Sollte aber doch etwas

Schwefelcalcium vorhanden sein, so setzt man etwas Salzsäure zu, bevor

man die Chlorrückstände anwendet. Man kann auf diese Weise 3/4 der

ganzen Salzsäure ersparen, die sonst nöthig wäre, und erhält doch

reinen Schwefel.

[Sidenote: Sonstige Verfahren der Darstellung von Soda aus Glaubersalz.]

=Andere Methoden der Sodafabrikation.= Unter den sonstigen (fast

zahllosen) Verfahren der Darstellung von Soda sind folgende

erwähnenswerth. Nach =Kopp='s Verfahren der Sodafabrikation (das auf die

Versuche des =P. Malherbe= -- 1777 -- sich stützt und früher unter dem

Namen des =Alban='schen Verfahrens bekannt war) mischt man Natriumsulfat,

Eisenoxyd, Kohle und schmilzt in einem gewöhnlichen Sodaschmelzofen:

2Fe_{2}O_{3} } geben { Fe_{4}Na_{6}S_{3}

3Na_{2}SO_{4} } beim { 14 CO

16C } Calciniren { 2CO_{2}

Die rohe eisenhaltige Soda absorbirt an der Luft ausser Wasser

Sauerstoff und Kohlensäure und verwandelt sich in Natriumcarbonat und

einen unlöslichen Rückstand von natriumhaltigem Schwefeleisen

Fe_{4}Na_{2}S_{3}:

Fe_{4}Na_{6}S_{3} } { 2Na_{2}CO_{3}

2O } geben { Fe_{4}Na_{2}S_{3}

2CO_{2} } {

Das Auslaugen wird mit Wasser von 30-40° vorgenommen. Ist die

Lufttemperatur nicht zu hoch, so liefern die starken Lösungen im

Allgemeinen ohne vorheriges Concentriren nach 24-48 Stunden eine

reichliche und schöne Krystallisation von grossen farblosen

Sodakrystallen. Der unlösliche Rückstand wird getrocknet und geröstet;

die dabei sich entwickelnde schweflige Säure wird in den Bleikammern

sofort wieder in die Schwefelsäure übergeführt, welche wieder zur

Umwandlung von Kochsalz in Sulfat dient, so dass also derselbe Schwefel

immer wieder benutzt wird:

Fe_{4}Na_{2}S_{3} } geben { 2Fe_{2}O_{3}

14O } { Na_{2}SO_{4}

} { 2SO_{2}

Aus dem Röstrückstande wird das Sulfat durch Auslaugen entfernt. Es ist

nicht zu läugnen, dass das =Kopp='sche Verfahren, welches auch von

=Stromeyer= und =Waldeck= empfohlen wird, vor der Methode von =Leblanc=

gewisse Vorzüge darbietet.

[Sidenote: Directe Ueberführung von Kochsalz in Soda.]

Eine =directe Ueberführung des Kochsalzes= in Soda ist auf mannichfache

Weise versucht worden, ohne dass das Problem in genügender Weise gelöst

worden wäre. Man muss indessen zugeben, dass in dieser Richtung noch

viel zu leisten möglich ist. Bringt man Ammonbicarbonat in

concentrirter Lösung mit gesättigter Salzsoole zusammen, oder besser

noch, mischt man die Salzsoole mit fein gepulvertem Ammonbicarbonat und

lässt die Mischung nach wiederholtem Umrühren einige Stunden ruhig

stehen, so sondert sich das schwer lösliche Natriumbicarbonat als

krystallinisches Pulver aus und die darüberstehende Flüssigkeit ist

eine wässerige Salmiaklösung. Da das Natriumbicarbonat schon in

schwacher Rothglühhitze in Natriummonocarbonat übergeht, so hat man

darauf ein Verfahren der Sodafabrikation begründet. So haben =Dyar= und

=Hemming= in England eine fabrikmässige Bereitung der Soda aus Kochsalz

und Ammonbicarbonat ausgeführt; mit welchem ökonomischen Erfolge, ist

nicht bekannt. Das neue Verfahren von =Schloesing= und =Rolland=, auf

welches dieselben 1855 für England ein Patent erhielten, enthält einige

Verbesserungen, obgleich es im Grunde dem vorstehenden Verfahren gleich

ist. =Schloesing= benutzt zur Sodafabrikation eine concentrirte

Kochsalzlösung, welche mit Ammoniak gesättigt ist, und Kohlensäuregas.

Die erste Operation besteht darin, Ammoniak und Kohlensäure auf

Kochsalzlösung einwirken zu lassen. Man wendet hierzu an auf 100 Theile

Wasser 30-33 Theile Kochsalz, 8-1/2-10 Theile Ammoniak und Kohlensäure

im Ueberschuss. Die Absonderung des unlöslich ausgeschiedenen

Bicarbonates von der Flüssigkeit bildet die zweite Operation. Man

bewirkt dieselbe mittelst eines Centrifugalapparates. Soll die Soda

vollkommen rein werden, so wäscht man das Salz im Centrifugalapparate

mit einer Lösung von Bicarbonat. Die dritte Operation, das

Calciniren des Bicarbonates und die dadurch bewirkte Ueberführung

in Soda, wird in einem Cylinder aus Eisenblech ausgeführt. Die

entweichende Kohlensäure wird aufgefangen. Die vierte und fünfte

Operation bezwecken die Wiedergewinnung der Kohlensäure und des

Ammoniaks aus der Flüssigkeit, von welcher das Bicarbonat durch den

Centrifugalapparat getrennt worden ist. Man erhitzt die Flüssigkeit

erst für sich in einem Kessel, wobei Kohlensäure und Dämpfe von

kohlensaurem Ammon entweichen. Diese leitet man durch einen

Cylinder, in welchem eine gleichartige kalte Flüssigkeit über Koks

herabrinnt. Diese Flüssigkeit absorbirt dabei die Ammoniakdämpfe,

lässt aber die Kohlensäure weiter gehen, welche aufgefangen wird.

Die Flüssigkeit wird darauf mit Kalkmilch erhitzt, so dass das

Ammoniak ausgetrieben wird. Nachdem die Flüssigkeit von Kohlensäure

und Ammoniak befreit ist, wird sie durch Absetzenlassen geklärt

und dann das noch darin enthaltene Kochsalz durch Abdampfen wieder

gewonnen, was die sechste Operation bildet. -- Nach Versuchen von

=Heeren= (1858) ist vorstehendes Verfahren mehr zur Darstellung von

Bicarbonat, als von Soda geeignet, doch sollen neuerdings (durch die

Bemühungen von =Margueritte= und =de Sourdeval=) Verbesserungen Platz

gegriffen haben, in der Anwendung des Principes der Dephlegmation der

Alkoholdämpfe zur Extraction des kohlensauren Ammons bestehend, welche

dem Verfahren Zukunft zu sichern scheinen.

[Sidenote: Soda aus Kryolith.]

Gegenwärtig werden grosse Mengen von Soda bei der Verarbeitung des

=Kryoliths= (Al_{2}Fl_{6}, 6NaFl) gewonnen, indem man das Mineral

durch Erhitzen mit Kalk aufschliesst:

1 Mol. Kryolith } geben { 6 Mol. Fluorcalcium

6 " Kalk } { 1 " Natrium-Aluminat

Letztere Verbindung ist in Wasser löslich und wird durch Kohlensäure

zersetzt, wobei sich Thonerde niederschlägt, die auf =Alaun=

verarbeitet wird, und Soda in Lösung bleibt. 100 Kilogr. Kryolith geben

44 Kilogr. trocknes Aetznatron,

75 " calcinirte Soda,

203 " krystallisirtes Natriumcarbonat,

119,5 " Natriumbicarbonat.

Aus dem =Bauxit= (siehe unter Alaun) gewinnt man auf ähnliche Weise

durch Aufschliessen desselben mit Glaubersalz und Kohle neben Thonerde

Soda[45].

[45] Im Jahre 1867 verarbeiteten fünf Fabriken Deutschlands 150,000

Ctr. Kryolith auf etwa 270,000 Ctr. calcinirte Soda. Die

_Pennsylvania Salt manufacturing Company_ verarbeitet in ihrer

Fabrik zu =Natrona= bei Pittsburgh jährlich gegen 50,000 Ctr.

Kryolith.

[Sidenote: Soda aus Natriumsalpeter.]

Bei der Ueberführung des =Natriumsalpeters= in Kaliumsalpeter mittelst

Kaliumcarbonat (vergl. Seite 150) werden gegenwärtig nicht unbedeutende

Mengen hochgrädiger Soda gewonnen. Das Natrium des Natriumsalpeters

kann überhaupt auf folgende Weise in Soda (oder Aetznatron) übergeführt

werden:

a) durch Glühen von Natriumsalpeter mit Kohle;

b) durch Erhitzen von Natriumsalpeter mit Kieselerde und Zersetzen

des kieselsauren Natriums durch Kohlensäure;

c) durch Glühen von Natriumsalpeter mit Braunstein;

d) durch Zersetzen des Natriumsalpeters

[Greek: a]) mit Kaliumcarbonat,

[Greek: b]) mit Aetzkali;

in letzterem Falle tritt neben Kaliumsalpeter Aetznatron auf.

[Sidenote: Aetznatron.]

=Aetznatron= (oder Natriumhydroxyd NaHO). Seit dem Jahre 1851 wird das

Aetznatron entweder in Form höchst concentrirter Lauge, oder häufiger

noch als geschmolzenes Natronhydrat (in 100 Th. Aetznatron aus 77,5 Th.

Natron und 22,5 Th. Wasser bestehend) in den Sodafabriken dargestellt und

unter dem Namen =Soda=- oder =Seifenstein= in den Handel gebracht. Lange

Zeit hindurch stellte man nach althergebrachter Weise das Aetznatron

durch Behandeln nicht zu concentrirter Lösungen von Rohsoda mit Aetzkalk

dar. Um an Brennmaterial behufs des Abdampfens so verdünnter

Flüssigkeiten zu sparen, ahmt man jetzt in vielen Fabriken das von =Dale=

gegebene Beispiel nach, der die verdünnte Natronlösung zum Speisen seines

Dampfkessels benutzt und ohne Inconvenienzen die Lauge darin bis auf das

spec. Gewicht von 1,24 bis 1,25 bringt. Hierauf wird die Lauge in

gusseisernen Kesseln bis auf 1,9 spec. Gewicht abgedampft, bei welchem

Concentrationsgrade sie beim Erkalten erstarrt.

Das gegenwärtig im Grossen angewendete Verfahren der Darstellung von

Aetznatron ist folgendes: Die Anwendung des Kalkes zur Umwandelung der

Soda in Aetznatron ist längst verlassen, vielmehr stellt man bei der

Sodafabrikation sofort Aetznatron an. Dies geschieht dadurch, dass man

die Quantität Steinkohle, welche man dem Gemisch von Sulfat und

Kalkstein (Kreide) zusetzt, etwas vergrössert und die gewonnene Rohsoda

sofort mit Wasser von 50° auslaugt. Nachdem man die Lauge sich hat

klären lassen, concentrirt man sie rasch bis auf 1,5 spec. Gewicht,

wobei sich Natriumcarbonat, Natriumsulfat und Kochsalz am Boden

ausscheiden und die Flüssigkeit eine ziegelrothe Farbe (sie heisst

=Rothlauge=) annimmt, von einer eigenthümlichen Verbindung von

Schwefelnatrium und Schwefeleisen herrührend. Die Lauge wird nachher in

grossen gusseisernen Kesseln oder Pfannen erhitzt und, nachdem sie eine

hohe Temperatur erreicht hat, nach und nach auf je 100 Kilogr. zu

erzielendes Aetznatron mit 3-4 Kilogr. Natriumsalpeter versetzt. In dem

Verhältnisse als das Wasser entweicht, reagirt der Natronsalpeter auf

das Schwefelnatrium und des immer vorhandene Cyannatrium ein und es

findet reichliche Ammoniak- und Stickstoffgasentwickelung statt. Ein

Theil dieses Ammoniaks rührt von der Zersetzung der Cyanüre her, ein

anderer und zwar grösserer Theil ist eine Folge der Oxydation der

Schwefelmetalle, wobei Wasser zersetzt wird und der Wasserstoff die

Salpetersäure zu Ammoniak reducirt. Wenn die abgedampfte Masse die

Dunkelrothglühhitze erreicht, bemerkt man auf der Oberfläche fein

zertheilten Graphit als Zersetzungsprodukt des Cyans. Der Vorgang bei

der Oxydation des Schwefelnatriums durch Natriumsalpeter kann durch

folgende zwei Gleichungen ausgedrückt werden:

[Greek: a]) 2Na_{2}S + 2NaNO_{3} + 4H_{2}O = 2Na_{2}SO_{4} + 2NaHO +

2NH_{3};

[Greek: b]) 5Na_{2}S + 8NaNO_{3} + 4H_{2}O = 5Na_{2}SO_{4} + 8NaHO + 8N.

Nach =Pauli= ist die Art der Reaktion zum grössten Theile von der

Temperatur der erhitzten Lauge abhängig. Zwischen 138 und 143° geht der

Natronsalpeter einfach in salpetersaures Natron über, bei 155°

entwickelt sich Ammoniak unter stürmischem Aufsieden der Flüssigkeit.

Die Menge des sich hierbei entwickelnden Ammoniaks ist so bedeutend,

dass eine Condensation desselben lohnend erscheint; man würde in diesem

Falle den zum Abdampfen dienenden Kessel mit einem gewöhnlichen

Koksthurm verbinden. Bei neuer Concentration der Lauge, so dass der

Siedepunkt weit höher steigt als 155°, hört die Ammoniakentwickelung

auf und es findet reichliche Entwickelung von Stickstoffgas statt. Um

an Natriumnitrat zu sparen -- 1 Tonne = 20 Ctr. Aetznatron nehmen

immerhin 0,75 bis 1 Ctr. Natriumnitrat in Anspruch -- oxydirt man die

Lauge, aus welcher die Soda durch Krystallisirenlassen ausgeschieden

wurde, dadurch in einigen Fabriken, dass man dieselbe durch einen

Koksthurm laufen und dort einem Luftstrom begegnen lässt: das

Schwefeleisen, welches durch das Schwefelnatrium in Lösung erhalten

worden war, schlägt sich hierbei nieder. In anderen Fabriken treibt man

mit Hülfe einer Luftpumpe atmosphärische Luft 6-8 Stunden lang in

dünnen Strahlen durch die heisse Lauge. Dadurch wird das

Schwefelnatrium oxydirt und die Flüssigkeit entfärbt.

[Sidenote: Neuere Methoden der Darstellung von Aetznatron.]

Seit einigen Jahren stellt man auch Aetznatron durch Zersetzen einer

Lösung von Natriumsulfat mit Aetzbaryt dar, wobei als Nebenprodukt

Barytweiss auftritt. Neuerdings ist von =Ungerer= anstatt des Baryts

Aetzstrontian in Vorschlag gebracht worden. Das Aetznatron wird

ausserdem dargestellt bei der Verarbeitung des Kryolith auf

schwefelsaure Thonerde (siehe Alaun), oder durch Glühen von

Natriumsalpeter mit Braunstein; ferner durch Zersetzen von

Kieselfluornatrium oder Fluornatrium mit Aetzkalk. Man reinigt das

Aetznatron durch zwölfstündiges Schmelzen in einem eisernen Tiegel, wo

alle Salze und alle Thonerde und Kieselerde unlöslich sich ausscheiden.

Wo es auf grosse Reinheit ankommt, stellt man gegenwärtig Aetznatron

=auf synthetischem Wege= durch Zusammenbringen von Natrium mit Wasser

(unter Beobachtung der hierbei gebotenen Vorsichtsmaassregeln) dar.

Handbuch der chemischen Technologie Achte Auflage · 第 49 / 167 题