174. Schwingungsverhältnisse musikalischer Töne.

Besonders wichtig sind die #Schwingungsverhältnisse# derjenigen Töne,

welche in der Musik gebräuchlich sind. Bringt man auf der Sirenenscheibe

außer der ersten Lochreihe noch eine mit #doppelt so vielen# Löchern an,

so gibt bei gleicher Umdrehungsgeschwindigkeit die zweite Reihe die

#obere Oktave# des Tones der ersten Reihe. Es ist dabei gleichgültig,

wie rasch man die Scheibe dreht; wenn nur beide Reihen bei derselben

Geschwindigkeit angeblasen werden. Da sich hiebei die Schwingungszahlen

wie 1:2 verhalten, so sagt man: #Grundton und Oktave haben das

Schwingungsverhältnis 1 : 2#, oder die Oktave macht in derselben Zeit

doppelt so viele Schwingungen wie der Grundton. Aus dem Satze über die

Wellenlänge folgt dann, ^daß die^ #Wellenlänge# der ^Oktave 2 mal^

#kleiner# ^ist als die des Grundtons^.

Ähnlich findet man das Schwingungsverhältnis von Grundton zu Quinte,

also etwa: ~c : g~ = 2 : 3,

das von Grundton zu Quarte, also etwa: ~g : c̅~ = 3 : 4,

das von Grundton zur (großen) Terz, also: ~c̅ : e̅~ = 4 : 5.

[Abbildung: Fig. 225.]

Der ~Dur~-Dreiklang hat also folgende Schwingungsverhältnisse: ~c : e :

g : c̅~ = 4 : 5 : 6 : 8, und diese Schwingungsverhältnisse gelten nicht

bloß von dem hier als Beispiel angegebenen von ~c~ zu ~c̅~ gehenden

Dreiklang, sondern von ^jedem über einem beliebigen Grundton liegenden

Dreiklang^.

In Fig. 225 sind die Wellen angedeutet, welche einem ~Dur~-Dreiklang

entsprechen.

Den Musiker werden noch folgende Verhältnisse interessieren.

Man kann die Schwingungszahlen der Töne einer ~Dur~-Tonleiter durch

folgende Zahlen darstellen:

~c d e f g a h c̅~

24 27 30 32 36 40 45 48.

Lehrbuch der Physik zum Schulgebrauche. · 第 179 / 340 题