Ein Schall entsteht, wenn ein Körper eine sehr rasche hin- und
hergehende Bewegung macht; wenn sich diese Schwingungen durch die Luft
bis zu unserem Ohre fortpflanzen, so hören wir den Schall.
Die Fortpflanzung des Schalles in der Luft geschieht durch eine
wellenförmige Bewegung der Luft, und gerade diese #Wellenbewegung der
Luft# (oder eines anderen Stoffes) ^nennen wir^ #Schall oder Ton#,
während wir den schwingenden Körper den schallgebenden oder tönenden
Körper nennen.
Bei den Wasserwellen ist die ^Schwerkraft^ die Ursache des gestörten
Gleichgewichts. Bei einem tönenden Körper, z. B. einer Glocke, schiebt
die vorwärtsgehende Glockenwand die Luft vor sich her, bewirkt also eine
Verdichtung und damit eine #Drucksteigerung der Luft#; die
zurückgehende Glockenwand hinterläßt einen luftleeren (oder wegen des
Nachströmens der Luft nur verdünnten) Raum und bewirkt so eine
#Druckverminderung#. Beide #Druckänderungen# bedingen eine #Störung im
Gleichgewichtszustande der Luft#, und verursachen die Luftwelle.
Bei den Wasserwellen bewegen sich die Wasserteilchen in vertikaler
Richtung, während die Welle sich in horizontaler Richtung ausbreitet;
die Teilchen schwingen in einer zur Fortpflanzungsrichtung senkrechten
Richtung: ^transversale Schwingung^, Querschwingung. Bei den Luftwellen
schwingen die Luftteilchen gerade in der Richtung, in welcher sich die
Bewegung fortpflanzt: #longitudinale Schwingung#, Längsschwingung.