[1] Im Folgenden gebe ich zunächst eine kurze Inhaltsübersicht
des I. Teils, durch welche die Einführung in das Buch wesentlich
erleichtert werden soll; jedenfalls macht sie denjenigen, welchen er zu
schwer ist, die Lektüre von Abschnitt I leichter oder überflüssig.
[2] Siehe aber eine interessante Notiz in Romanes »_Mind and Motion and
Monism_« p. 111.
[3] Veröffentlicht in Trübners _English and Foreign Philosophical
Library_ 1878; es ist aber »einige Jahre vorher« (Vorwort) geschrieben.
»Ich habe mit der Veröffentlichung zurückgehalten,« erklärt der
Verfasser, »damit ich nicht hinterher entdecken möchte, daß reiferes
Nachdenken die Schlüsse, welche der Autor verkündigt, modifiziert.«
[4] Zuweilen habe ich die Beweisführung in dem Kapitel verständlicher
zu machen versucht, indem ich Aussprüche aus früheren Teilen des Buches
oder Erklärungen in meinen eignen Worten einschaltete. Diese letzteren
habe ich in eckige Klammern gesetzt. -- Der Herausgeber.
[5] d. h. in Bezug auf den Glauben an Gott -- Der Übersetzer.
[6] d. h. in dem höchst kompliziert gebauten Gehirn des Menschen. --
Der Übersetzer.
[7] Nach Kompliziertheit und Größe des Gehirns. -- Der Übersetzer.
[8] p. 24.
[9] p. 28.
[10] p. 28.
[11] p. 45.
[12] nämlich der Zwecksetzung. -- Der Übersetzer.
[13] p. 47.
[14] p. 50.
[15] p. 63.
[16] p. 58 ff.
[17] Nämlich der Theorie des Atheismus gegenüber. -- Der Übersetzer.
[18] In Bezug auf die Gesichtspunkte und Argumente der »Unbefangenen
Prüfung« mag es interessant sein, hier Folgendes zu bemerken:
1) Romanes kam zuletzt dahin, den subjektiven religiösen Bedürfnissen
und Anschauungen des menschlichen Geistes eine viel größere Bedeutung
beizulegen.
2) Er erkannte, daß das subjektive religiöse Bewußtsein objektiv als
ein großes Phänomen der menschlichen Natur betrachtet werden muß.
3) Er verurteilte später seine frühere Kausalitäts-Theorie und kehrte
zu der Anschauung zurück, daß alle Kausalität der Ausfluß eines Willens
ist.
4) Er wies später die materialistische Ansicht von der Entstehung des
Geistes entschieden zurück.
5) Er kehrte zu dem Gebrauch des Ausdrucks »Das Argument vom Zweck«
zurück und gab also auch seine heftige Abneigung gegen dasselbe auf.
6) Er durchschaute Herbert Spencers Widerlegung der im weiteren
Sinn gefaßten Teleologie von Baden Powell und fühlte die Kraft des
teleologischen Beweises von neuem.
7) Er erkannte, daß die wissenschaftlichen Bedenken gegen die Lehre
vom freien Willen schließlich doch nicht stichhaltig sind. -- Der
Herausgeber.
[19] Siehe _Mind and motion and Monism_ pp. 36 ff.
[20] In einigen Notizen des Sommers 1893 finde ich Folgendes: Das
Ergebnis (der philosophischen Untersuchung) ist gewesen, daß der
Mensch in seinen tausendjährigen Beobachtungen und Erfahrungen in
Bezug auf gewisse Seiten des Welträtsels Gewißheit erlangt hat,
die nicht weniger sicher ist, als die, welche er im Gebiet der
Naturwissenschaft besitzt, z. B. Logischer Vorrang des Geistes vor
der Materie -- daraus folgend Unhaltbarkeit des Materialismus, --
Relativität der Erkenntnis, -- Naturordnung, -- die Erhaltung der
Energie, Unzerstörbarkeit der Materie, soweit die menschliche Erfahrung
reicht, das Entwicklungsprinzip, das Überleben des Passendsten. -- Der
Herausgeber.
[21] Über die Bedeutung des »reinen« Agnostizismus siehe unten.
[22] Hiermit ist offenbar das materialistische Dogma gemeint. -- Der
Übersetzer.
[23] Vergleiche hiermit folgende Aussprüche, die sich hundertfach
vermehren lassen:
Baco von Verulam: »Nur eine oberflächliche Kenntnis der Natur vermag
uns von Gott abzuführen, eine tiefere und gründlichere dagegen führt zu
ihm zurück.«
Oswald Heer: »Wer oberflächlich die Natur betrachtet,
Im grenzenlosen All sich leicht verliert;
Doch wer auf ihre Wunder tiefer achtet,
Wird stets zu Gott, dem Herrn der Welt, geführt.«
-- Der Übersetzer.
[24] Die dritte Abhandlung wird hier nicht veröffentlicht, weil Romanes
Ansichten über die Beziehung zwischen der Naturwissenschaft und dem
Glauben an die geoffenbarte Religion in den »Notizen« besser und reifer
zum Ausdruck kommen. -- Der Herausgeber.
[25] Um Mißverständnisse zu vermeiden, will ich bemerken, daß ich bei
den obigen Definitionen von Religion und Naturwissenschaft diese in den
Verhältnissen nehme, in welchen sie wirklich existieren. Möglich, daß
beide Denksphären unter anderen Umständen nicht so scharf geschieden
sind. So z. B.: Wenn eine Religion erschiene, welche der Wissenschaft
eine Offenbarung über Sachen der natürlichen Kausalität brächte,
solch' eine Religion (vorausgesetzt, daß eine derartige Offenbarung
durch Versuche als wahr befunden wäre) -- würde vermutlich auf die
Wissenschaft einen ganz berechtigten Einfluß ausüben.
[26] Siehe _Mental evolution in animals_ p. 155-158.
[27] Das Beispiel, um welches es sich handelt, hat wohl Fenelon zuerst
benutzt, Paley beginnt mit ihm seine »Theologie der Natur.« Da es nun
aber den deutschen Lesern sehr viel weniger geläufig sein möchte als
den englischen, andererseits aber in diesen beiden Abhandlungen von
Romanes eine große Rolle spielt, so möchte es wohl angebracht sein,
es in der Paley'schen Fassung hier wiederzugeben. Es heißt bei ihm
folgendermaßen:
»Wenn ich, eine Wüste durchirrend, über einen Stein stolperte und mich
fragte: wie mag dieser Stein hierhin gekommen sein? -- dann genügte
es wohl zu antworten, daß er zu allen Zeiten dort gelegen haben mag.
Es möchte schwer zu beweisen sein, daß eine solche Antwort etwas
Widersinniges enthielte.«
»Setzen wir nun aber den Fall, ich hätte statt des Steines eine Uhr
gefunden, dann würde die Antwort, daß sie zu allen Zeiten dort gelegen
habe, sicherlich nicht so zulässig sein. Woher dieser Unterschied?
Weil ich bei der Untersuchung der Uhr vieles entdecke, was ich in dem
Stein nicht finden konnte, nämlich: daß an der Uhr verschiedene Teile
ersichtlich werden, die alle für einander gemacht erscheinen, und
zwar zu einem gewissen Zwecke, daß dieser Zweck die Bewegung ist, und
endlich, daß diese Bewegung die Angabe der Stunden, also des Zeitlaufes
bezweckt.«
.............
»Habe ich den Mechanismus der Uhr richtig erfaßt, dann erscheint
mir auch die Folge ihrer Wirkungen ganz klar. Nämlich ich gewahre,
daß ein derartiges Werk von einem klugen Bearbeiter und nicht von
ungefähr hervorgebracht sein müsse und daß vorher schon ein Werkmeister
vorhanden gewesen sein muß, der das Ergebnis beabsichtigte, als er die
Uhr anfertigte.«
»Eine derartige Folgerung würde auch nicht weniger unvermeidlich sein,
wenn wir niemals eine Uhr hätten verfertigen sehen oder nie einen
Uhrmacher gekannt hätten ......« Der Übersetzer.
[28] [Ich habe um des Arguments willen »verlangen mag« statt »verlangt«
gesetzt. -- Der Herausgeber.]
[29] Eine Note (von 1893) enthält folgendes: »Das Sein ist abstrakt
genommen logisch dem Nichtsein oder dem Nichts gleichwertig. Denn wenn
wir durch immer weiter gehende Abstraktion den Begriff des Seins seiner
Attribute und Beziehungen entkleiden, so kommen wir auf den Begriff
dessen, was nicht sein kann, d. h. auf einen logischen Widerspruch oder
auf das logische Korrelativ des Seins, nämlich das Nichts (alles dies
ist in _Caird's Evolution of Religion_ gut ausgeführt). Daß ich diese
Thatsache nicht erkannte -- ist ein Hauptfehler in meiner »Unbefangenen
Prüfung des Theismus«, wo ich das Sein als eine hinreichende Erklärung
der Naturordnung oder des Kausalitätsgesetzes darstellte.«
[30] [Dieses Versprechen ist in dem vorletzten Absatz der Abhandlung
nur teilweise erfüllt. -- Der Herausgeber]
[31] Essays vol. III p. 246 u. ff. Die ganze Stelle sollte nachgelesen
werden, da sie zu lang ist, um sie hier zu zitieren.
[32] In einem Aufsatz über Professor Flint's »Theismus«, Anhang zur
»unbefangenen Prüfung«.
[33] _A candid examination of Theism_. p. 171-172.
[34] [Ich habe als Herausgeber der Versuchung widerstanden in das obige
Argument einzugreifen. Aber ich möchte dies doch auf eine Thatsache hin
thun und darauf hinweisen, daß Gottes Wesen »gemäß der theologischen
Theorie der Dinge«, d. h. gemäß der Dreieinigkeitslehre, in dem
besteht, was ganz genau »den sozialen Verhältnissen entspricht«, und
daß Er in Seiner Schöpfung die Liebe nicht nur =offenbart=, sondern
daß er =selbst die Liebe= ist. Siehe über diesen Gegenstand besonders
R. H. Huttons Abhandlung über die Menschwerdung in seinen »_Theological
Essays_« (Macmillan). -- Der Herausgeber].
[35] _Scientific Evidences of Organic Evolution_, p. 76. Dieser ganze
Passus ist völlig unhaltbar, und es ist nicht verständlich, daß
Romanes auch hier noch an ihm festhält: im Gegenteil, die Natur ist
ein großartiges Netzwerk von unter einander durch ihre Lebensweise
verbundenen Individualitäten, es giebt nicht nur eine Korrelation
der Organe sondern auch der Spezies. Es genügt auf die großartigen
Lebensgemeinschaften der Natur und auf die zahlreichen Fälle von
Symbiose hinzuweisen, die ja z. B. bei den Flechten soweit geht, daß
Alge und Pilz ihre eigne Individualität völlig zu Gunsten des Ganzen
verlieren. -- Allerdings, dies ist eines der wichtigsten Argumente
=gegen= die Darwinsche Theorie. -- Der Übersetzer.
[36] _Nature_, April 5, 1883.
[37] S. unten p. 124 und Fußnote. Ich finde auch folgende Notiz aus
der Zeit nach dem Jahr 1889. »Es ist Thatsache, daß der Pessimismus
unlogisch ist, einfach deshalb, weil wir unzulängliche Beurteiler der
Welt sind, und der Pessimismus würde daher dem Agnostizismus gerade
entgegengesetzt sein. Wir wissen wohl, daß in der Beziehung zwischen
uns und der Welt etwas nicht ganz in Ordnung ist, aber wir können nicht
wissen, ob der Fehler bei der Welt oder bei uns liegt.«
[38] _Proceedings of the Aristotelian Society, Williams and Norgate I_.
[39] [Ich darf auch erwähnen, daß Romanes mir am Sonntag vor seinem
Tode mündlich seine völlige Übereinstimmung mit dem Argument von
Professor Knight in seinen »_Aspects of Theism_« (Macmillan 1893)
aussprach; in Bezug auf diesen Gegenstand siehe SS. 184-186: »ein
höheres Ziel wird durch den Sichtungsprozeß erreicht, durch den die
physische Natur ihre schwächeren Erzeugnisse bei der Seite wirft«
u. s. w.]
[40] Die erste Auflage, die im Jahre 1878 veröffentlicht wurde, war
rasch vergriffen; aber da der Zweck der Veröffentlichung nur der war,
die Kritik um meinerselbst willen herauszufordern, kam ich mit dem
Verleger überein, keine weitere Auflage herauszugeben. Das Werk ist
deshalb seit vielen Jahren vergriffen. [Diese Abmachung wurde indeß
nicht ganz eingehalten, oder war wenigstens dem gegenwärtigen Inhaber
der Firma Kegan Paul, Trench, Trübner u. Comp. nicht bekannt; so kam
es, daß zu des Verfassers großem Erstaunen 1892 eine neue Auflage
erschien. -- Der Herausgeber].
[41] [Oder vielmehr R. beabsichtigte sie unter dem Pseudonym
»Metaphysicus« erscheinen zu lassen. -- Der Herausgeber].
[42] Bemerkungen in eckigen Klammern sind von mir hinzugefügt. Aber ich
habe dieselben nicht angewandt, wenn ich einzelne unbedeutende oder für
den Sinn offenbar notwendige Worte eingefügt habe.
=Der Herausgeber=.
[43] [S. das Zitat aus dem Vorworte von »Physikus« S. 24. Der
Geisteszustand in dieser Notiz ist eine Rückkehr zu dem früheren in der
_Burney_-Abhandlung (p. 17). Der Verfasser war ganz erfüllt von dem
Gedanken, daß die Beweise für das Christentum sehr mannigfaltig seien
und außerhalb des Gebietes der Wissenschaft liegen. -- Der Herausgeber.]
[44] Nach welchem man möglichst viele Erscheinungen auf =eine= Ursache
zurückführen, mit neuen Ursachen also sparsam sein muß. -- Der
Übersetzer.
[45] [d. h. eine übernatürliche, aber nicht streng genommen göttliche
Person. Sicherlich jedoch ist diese Annahme nicht aufrecht zu erhalten.
-- Der Herausgeber.]
[46] [Dies ist wieder ein Beispiel, wie der Verfasser auf frühere
Gedanken zurückgreift; s. Burney Essay p. 25 und »Geist und Monismus«.
-- Der Herausgeber.]
[47] _Life and Letters of Charles Darwin_, p. 308.
[48] Faraday war jedoch ein strenggläubiger Christ. -- Der Übersetzer.
[49] [Ich hielt es doch für besser, die Namen fort zu lassen. -- Der
Herausgeber.]
[50] d. h. das, was dem ersten Eindruck, dem ersten Blick, dem
Augenschein entspricht. -- Der Übersetzer.
[51] [Im Manuskript fährt er fort: »Hier ist vor allem einzuschalten,
was ich über diesen Punkt in meiner Burney-Preisschrift gesagt
habe.« Ich habe indessen keine dieser Stellen in dieser Schrift
aufgenommen, einmal, weil ich denke, daß Romanes Meinung auch hier
klar genug ausgesprochen ist, sodann kann ich auch in der in Frage
stehenden Abhandlung keinen passenden Satz in angemessener Kürze
finden, um ihn hier einzuschalten. Der größere Teil der Abhandlung
soll dem wissenschaftlichem Einwand dagegen, das das Gebet auf dem
Naturgebiet erhört wird, begegnen, indem gezeigt wird, daß dieser
Einwand hauptsächlich auf dem Schluß von dem Bekannten auf das
Unbekannte beruht, d. h. von dem bekannten Gebiet der unveränderlichen
Naturgesetze auf das unbekannte Gebiet der Beziehungen Gottes zu diesen
Gesetzen. Und dieser Einwand ist um so hinfälliger, je weiter dieses
unbekannte Gebiet von der möglichen Erfahrung wissenschaftlicher Art
entfernt ist und eine unendliche Zahl von Möglichkeiten zuläßt, die für
unsere Einbildung mehr oder weniger begreiflich sind; und dies würde
oder könnte verhindern, daß das wissenschaftliche Argument auf die in
Rede stehende Frage berechtigter Weise angewendet werden kann. -- Der
Herausgeber.]
[52] Wenn ich im Folgenden das Wort »geistlich« gebrauche, so ist es
die Übersetzung des englischen »_spiritual_«; ich bin mir bewußt,
daß es die Sache nicht ganz genau trifft, allein ein wirklich genau
passendes Wort wird im Deutschen schwer zu finden sein, es soll
darin ein gewisser Gegensatz zu dem Begriff »verstandesgemäß« (d. i.
kausaliter, nach den Formen von Ursache und Wirkung durch Erfahrung
etwas feststellend) liegen, das ist aber nicht der Fall bei dem Wort
»geistig«, der gewöhnlichen Übersetzung von _spiritual_, denn dies
wird oft gerade als verstandesgemäß aufgefaßt. Ich gebrauche hier das
Wort »geistlich« also in demselben Sinn wie Paulus 1. Cor. 4, 14: Der
natürliche (oder seelische, also auch den Intellekt benutzende) Mensch
aber vernimmt nichts vom Geiste Gottes; es ist ihm eine Thorheit und
kann es nicht erkennen, denn er muß =geistlich= gerichtet sein -- Der
Übersetzer.
[53] In Deutschland würde man wohl als Vertreter dieser Klasse von
Forschern R. Wagner, den berühmten Physiologen, anführen, von dem
bekanntermaßen das so oft mißverstandene und doch in gewisser Hinsicht
so richtige Wort von der »doppelten Buchführung« auf dem Gebiet der
Wissenschaft und des religiösen Glaubens herrührt. -- Der Übersetzer.
[54] _Fortnightly Review Febr. 1894_. Die letzte Zeile enthält eine
Andeutung an ein Gedicht von Wordsworth, dieselbe bedeutet: Peter Bell
war kein Philosoph:
_A primrose by the river brim
A yellow primrose was to him
And it was nothing more._ -- Der Übersetzer.
[55] _First principles p. I. ch. I._
[56] [Hier beabsichtigte Romanes eine weitere Erklärung einzuschieben,
welche zeigen sollte, daß uns bloße Beobachtung der Kausalität in der
äußeren Natur nichts anderes als die Beziehungen von Zeit und Raum
offenbart haben würde. -- Der Herausgeber.]
[57] [Diese Theorie wurde in der Burney-Abhandlung Seite 136 besprochen
und in der »Unbefangenen Prüfung« lächerlich gemacht. Siehe oben
Seite 9. Romanes beabsichtigte an dieser Stelle seine alten Ansichten
»über die Kausalität als Folge des Seins als Sein« ausführlicher zu
behandeln. -- Der Herausgeber]
[58] [Siehe indessen _Aubrey Moore in Lux mundi_, p. 94-96 und _Le
Conte, Evolution in its relation to religious thought_ p. 355 ff.]
[59] Nämlich zwischen »natürlich« und »übernatürlich«. -- Der
Übersetzer.
[60] [Es wurde jedoch nichts weiter darüber geschrieben, als was jetzt
folgt. -- Der Herausgeber.]
[61] [Der Verfasser wollte weiterhin die Hohlheit dieser Theorie
zeigen und nachweisen, wie Mill dies selbst zu erkennen scheint, wenn
er hinter den Ausdruck »unveränderlich« den Ausdruck »bedingungslos«
einrückt; er bezieht sich auch auf _Martineau, Study of Religion_
p. 152 -- Der Herausgeber.]
[62] [Romanes Gedanken über den freien Willen sind klarer in einem
Aufsatz ausgesprochen, der nach diesen Notizen in _Mind and Motion and
Monism_ p. 129 ff. veröffentlicht ist. -- Der Herausgeber.]
[63] Nämlich derjenigen, die den freien Willen besitzt. -- Der
Übersetzer.
[64] [Siehe oben Seite 25. -- Der Herausgeber.]
[65] _Contemporary Review, July 1886_. [Aber »die letzte
Schwierigkeit«, auf die Romanes sich oben bezieht, würde das Verhältnis
der mannigfachen, abhängigen Willensäußerungen, zu dem einen letzten
und allumfassenden Willen sein. -- Der Herausgeber.]
[66] Im engl. Original steht _spiritual_, es will mir scheinen als ob
die Übersetzung »geistlich« den Sinn am besten trifft, s. oben. -- Der
Übersetzer.
[67] Dies möchte auf deutsche Verhältnisse nicht gerade anwendbar sein.
-- Der Übersetzer.
[68] Vergl. Pascal, »_Pensées_«. »Denn wir dürfen uns nicht täuschen,
wir haben in uns ebenso so viel Automatisches wie Intellektuelles,
und daher kommt es, daß das Mittel der Überredung nicht Demonstration
allein ist. Wie wenig Dinge werden wirklich demonstriert! Beweise
können nur den Geist überzeugen; Gewohnheit liefert uns unsere
stärksten Beweise und die, welche wir am festesten halten, sie
regieren den Automaten, der dann den unbewußten Intellekt nach sich
zieht ....... So ist es auch die Gewohnheit, die so viele Menschen zu
Christen macht, Gewohnheit macht andere zu Türken, Heiden, Handwerkern,
Soldaten u. s. w. Schließlich müssen wir auch zur Gewohnheit unsere
Zuflucht nehmen, wenn der Geist einmal gesehen hat, wo die Wahrheit
liegt, um unseren Durst zu löschen und uns in jenen Glauben zu tauchen,
der uns zu jeder Stunde entwischt, denn stets Beweise bei der Hand zu
haben, wäre zu beschwerlich. Wir müssen einen leichteren Glauben haben,
den Glauben der Gewohnheit, der ohne Gewaltthätigkeit, ohne Kunst, ohne
Argument unsern Beifall findet und dem alle unsere Kräfte zuneigen, so
daß unsere Seele ihm ganz naturgemäß zufällt .....
Es ist nicht genug nur kraft der Überzeugung zu glauben, wenn der
Automat geneigt ist, das Gegenteil zu glauben. Dann müssen beide Seiten
in uns genötigt sein zu glauben, der Intellekt durch Argumente, der
Automat durch Gewohnheit und indem man ihm nicht gestattet nach der
entgegengesetzten Richtung zu neigen. _Inclina cor meum Deus_.« Siehe
auch _Newmans Grammar of Assent. chap. VI_ und _Church's Human Life and
its conditions_. S. 67-69.
[69] Eine genaue Untersuchung zeigt übrigens, daß die Zahl der
»ungläubigen« Mathematiker gegenüber derjenigen der »gläubigen« ganz
verschwindend klein ist. Vergl. meine Schrift: Die Religion der
Naturforscher, Breslau 3. Auflage 1896. -- Der Übersetzer.
[70] Wobei der Intellekt keine Rolle spielt. -- Der Übersetzer.
[71] Nicht der =Inhalt=, sondern die =Thatsache= des Glaubens bezw.
Wissens kommt hier in Betracht. -- Der Übersetzer.
[72] [Der Verfasser hat hinzugefügt, »denn was das Leiden der Tiere
betrifft, siehe weiter unten«, -- er scheint aber über diesen
Gegenstand nichts weiter geschrieben zu haben. -- Der Herausgeber].
[73] [In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal erwähnen, daß
G. Romanes zwei Tage vor seinem Tod seine innige Zustimmung zu
Professor Knights »_Aspects of Theism_« gab, -- ein Werk, in welchem
großer Nachdruck auf das Argument von der Anschauung in verschiedenen
Formen gelegt ist. -- Der Herausgeber.]
[74] Siehe darüber Pascal, »_Pensées_« p. 103
[75]
Das Leben ist eitel: Das Leben ist kurz:
Ein wenig Lieben, Ein wenig Hoffen,
Ein wenig Hassen .... Ein wenig Träumen ....
Und dann .... Ade. Und dann .... Leb wohl.
[76]
Die Nacht hat tausend Augen,
Ein einz'ges nur der Tag;
Und doch erstirbt das Licht der ganzen Welt,
Wenn die Sonne niedersinkt.
Der Geist hat tausend Augen,
Ein einziges nur das Herz,
Und doch erstirbt des ganzen Lebens Licht,
Wenn die Liebe ist hin.
[77] [d. h. der Darwinismus ist eine Theorie, die zuerst als ein
gefährlicher Stoß gegen die landläufigen Lehren des Christentums
erschien, die aber, wie sich dann herausstellte, kein Gegner seiner
Grundprinzipien ist. -- Der Herausgeber.]
[78] [d. h. der Kampf in Bezug auf die christlichen Texte und
Dokumente. -- Der Herausgeber.]
[79] S. Gores _Bampton Lectures_ p. 74 ff.
[80] Math. 28, 17. Apostelgesch. 2, 13.
[81] Die Theorie, daß die Evangelien später bearbeitet worden sind. --
Der Übersetzer.
[82] _Three essays on Theism_ p. 255.
[83] [Unvollendete Notiz. -- Der Herausgeber.]
[84] [G. Romanes fing an, eine Sammlung von neutestamentlichen
Aussprüchen zu machen, die sich auf diesen Gegenstand beziehen. -- Der
Herausgeber.]
[85] S. Pascal »_Pensées_« p. 245.
[86] [Die Notizen über diesen Gegenstand waren zu fragmentarisch, um
veröffentlicht werden zu können. -- Der Herausgeber.]
[87] Psalm 51. 18 u. 19.
[88] _Pensées_ p. 91-93.
[89] [Die oben erwähnte Abhandlung sollte zur Erklärung dieses
Ausdrucks gelesen werden. Genauer würde Romanes Ansicht, denke ich,
so ausgedrückt sein: »Das Ideal des christlichen Charakters besteht
vor allem in dem, was wir als spezifisch weiblich ansehen, z. B.
Entwicklung der Affekte, Vertrauensseligkeit, Dienstwilligkeit,
Bereitwilligkeit zum Leiden u. s. w.« -- Der Herausgeber.]
[90] Siehe _Analogy Part I. ch. 7; Part II. ch. 3, 4_ u. ff.
[91] Siehe den Schluß, von »Darwin und nach Darwin« Teil I.
[92] Ich werde noch zeigen, daß Butler eine viel bessere Abhandlung
geschrieben haben würde, hätte er die Entwicklung als allgemeines
Naturgesetz gekannt.
[93] Siehe _Gore's Bampton Lectures II_.
[94] »_Pensées_«, p. 205 ff.
[95] [Romanes Argumentation in dieser Notiz ist meines Erachtens
unmöglich aufrecht zu erhalten. Der Nachdruck, den Jesus Christus
auf ein Wirken von Dämonen legt, ist so groß, daß er, wenn es nicht
Wahrheit ist, entweder selbst bezüglich der Wahrheiten des Seelenlebens
ernstlich irrte, oder aber andere ernstlich in die Irre führte. Und
weder in dem einen noch in dem anderen Fall könnte er der vollkommene
Prophet sein. Ich denke, ich bin berechtigt, meine Abweichung von
Romanes Argumentation in diesem Punkt ausdrücklich zu erklären. --
Der Herausgeber.]
[96] [In Darwins Schriften findet sich nichts, was
mir Romanes zu berechtigen scheint, ihm speziell dieses Bedenken
zuzuschreiben. Aber er kannte Darwin so genau und verehrte ihn so
sehr, das man einen Irrtum seinerseits nicht annehmen kann. -- Der
Herausgeber.]