Sie zuckte leicht zusammen. Dann verhüllte sie ihr Gesicht in ihrem Sari
und setzte sich weinend auf die Stufe zu Füßen des Sannjasin.
Er trat etwas zurück. Dann sagte er: »Sag' mir, was du auf dem Herzen hast,
damit ich dir den Weg zum Frieden zeige.«
Sie erwiderte in einem Ton unerschütterlichen Vertrauens, indem sie ab und
zu nach Worten rang: »Wenn du befiehlst, so muß ich dir alles sagen. Aber
es ist so schwer, ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll. Du, Herr,
mußt es ja erraten haben. Ich verehrte Einen wie einen Gott, ich betete ihn
an, und mein Herz war ganz erfüllt von der Seligkeit dieser Hingebung. Aber
eines Nachts hatte ich einen Traum. Mir träumte, der Herr meines Herzens
saß neben mir in einem Garten; er hielt meine rechte Hand in seiner Linken
und flüsterte mir Worte der Liebe zu. Alles schien mir vertraut und als
müsse es so sein. Der Traum verschwand, aber seine Wirkung blieb. Als ich
ihn am nächsten Tage wiedersah, erschien er mir im andern Licht als vorher.
Jenes Traumbild verfolgte mich. Ich floh in meiner Angst und hielt mich
fern von ihm, aber das Bild wich nicht. Seitdem hat mein Herz keinen
Frieden gekannt, -- alles in mir ist dunkel geworden!«
Während sie unter Tränen ihre Geschichte erzählte, fühlte ich, wie der
Sannjasin den rechten Fuß fest auf meine Steinstufe preßte.
Als sie geendet hatte, sagte er: »Du mußt mir sagen, wen du im Traum
sahst.«