Als sich das Ergebnis der Kämpfe des Jahres 1916 mit einiger Sicherheit
überblicken ließ, mußten wir über die Weiterführung des Krieges im Jahre
1917 ins klare kommen. Über das, was der Gegner im nächsten Jahre tun
würde, war bei uns kein Zweifel. Wir mußten auf einen allgemeinen
feindlichen Angriff rechnen, sobald die gegnerischen Vorbereitungen und
die Witterungsverhältnisse einen solchen zuließen. Vorauszusehen war, daß
unsere Feinde, gewitzigt durch die Erfahrungen der vorhergegangenen Jahre,
eine Gleichzeitigkeit ihrer Angriffe auf allen Fronten anstreben würden,
sofern wir ihnen hierzu die Zeit und Gelegenheit ließen.
Nichts konnte näher liegen und unser aller Wünschen und Empfindungen mehr
entsprechen, als diesem zu erwartenden Generalsturm zuvorzukommen, die
gegnerischen Pläne dadurch über den Haufen zu werfen und damit von Anfang
an die Vorhand an uns zu reißen. Ich darf wohl behaupten, daß ich in
dieser Beziehung in den vorausgehenden Feldzugsjahren nichts versäumt
hatte, sobald mir die Mittel hierfür in einem nur einigermaßen genügenden
Ausmaß zur Verfügung standen. Jetzt aber durften wir uns über diesen
Wünschen den Blick für die tatsächliche Lage nicht trüben lassen.
Es bestand kein Zweifel, daß sich das Stärkeverhältnis zwischen uns und
unseren Gegnern am Ende des Jahres 1916 noch mehr zu unseren Ungunsten
verschoben hatte, als dies schon bei Beginn des Jahres der Fall gewesen
war. Rumänien war zu unseren Gegnern getreten und trotz seiner schweren
Niederlage ein Machtfaktor geblieben, mit dem wir weiter rechnen mußten.
Das geschlagene Heer fand hinter den russischen Linien Schutz und Zeit für
seinen Wiederaufbau und konnte dabei auf die Mitwirkung der Entente im
weitesten Umfang rechnen.
Es war ein Verhängnis für uns, daß es unserer Heeresführung während des
ganzen Krieges nicht gelungen ist, auch nur einen unserer kleineren Gegner
mit Ausnahme von Montenegro zum baldigen Ausscheiden aus der Zahl unserer
Feinde zu zwingen. So war im Jahre 1914 die belgische Armee aus Antwerpen
entkommen und stand uns, wenn auch im allgemeinen tatenlos, andauernd
gegenüber, uns zu einem immerhin nicht unbedeutenden Kräfteverbrauch
zwingend. Mit der serbischen Armee war es uns im Jahre 1915 nur scheinbar
günstiger gegangen. Sie war unsern umfassenden Bewegungen entgangen,
allerdings in einem trostlosen Zustande. Im Sommer 1916 erschien sie
jedoch wieder kampfkräftig auf dem Kriegstheater in Mazedonien und erhielt
zur Auffrischung ihrer Verbände andauernd Zuzug und Ersatz aus allen
möglichen Ländern, zuletzt besonders auch durch österreichisch-ungarische
Überläufer slawischer Nationalitäten.
In allen drei Fällen, Belgien, Serbien und Rumänien, hatte das Schicksal
der gegnerischen Armee an einem Haare gehangen. Die Gründe ihres
Entrinnens mochten verschieden sein, die Wirkung war stets die gleiche.
Man ist angesichts solcher Tatsachen nur zu leicht geneigt, dem Zufall im
Kriege eine große Rolle zuzusprechen. Mit diesem Ausdruck würdigt man den
Krieg aus seiner stolzen Höhe zu einem Glücksspiel herab. Als solches ist
er mir niemals erschienen. Ich sah in seinem Verlauf und Ergebnis, auch
wenn letzteres sich gegen uns wendete, immer und überall eine herbe
Folgenreihe unerbittlicher Logik. Wer zugreift und zugreifen kann, hat den
Erfolg auf seiner Seite, wer das unterläßt oder unterlassen muß, verliert.
Für das Feldzugsjahr 1917 konnten wir darüber im Zweifel sein, ob die
Hauptgefahr für uns aus West oder Ost kommen würde. Rein vom Standpunkte
zahlenmäßiger Überlegenheit schien die Gefahr an der Ostfront größer. Wir
mußten annehmen, daß es dem Russen im Winter 1916/17 ebenso wie in den
Vorjahren gelingen würde, seine Verluste zu ersetzen und seine Armee mit
Erfolg angriffsfähig zu machen. Keine Kunde drang zu uns, aus der
besonders auffallende Zersetzungserscheinungen innerhalb des russischen
Heeres hervorgegangen wäre. Die Erfahrung hatte mich übrigens gelehrt,
derartige Nachrichten jederzeit und von wem sie auch kommen mochten, mit
äußerster Vorsicht aufzunehmen.
Dieser russischen Stärke gegenüber konnten wir die Verhältnisse in dem
österreichisch-ungarischen Heere nicht ohne Sorge betrachten. Nachrichten,
die uns zukamen, ließen die Zuversicht nicht recht aufkommen, daß der
glückliche Ausgang des rumänischen Feldzuges und die verhältnismäßig
günstige, wenn auch immer gespannte Lage an der italienischen Front auf
den moralischen Halt der k. u. k. Truppen einen ausreichend erhebenden und
stärkenden Einfluß ausgeübt hatten. Wir mußten weiterhin damit rechnen,
daß Angriffe der Russen wieder Zusammenbrüche in den österreichischen
Linien verursachen könnten. Es war sonach ausgeschlossen, den
österreichischen Fronten die unmittelbare deutsche Unterstützung zu
nehmen; wir mußten uns im Gegenteil bereithalten, bei gelegentlichen
Notfällen an den Fronten des Verbündeten mit weiteren Kräften auszuhelfen.
Wie sich die Verhältnisse an der mazedonischen Front gestalten würden, war
ebenfalls unsicher. Dort hatte im Verlauf der letzten Kämpfe ein deutsches
Heeresgruppenkommando die Führung der rechten und mittleren bulgarischen
Armee, d. h. im allgemeinen die Front von Ochrida bis zum Doiran-See,
übernommen; auch waren sonst noch aus den Kämpfen der Jahre 1915 und 1916
her höhere deutsche Befehlshaber in dieser Front tätig geblieben. Andere
unserer Offiziere waren ferner damit beschäftigt, die reichen
Kriegserfahrungen auf allen unseren Fronten der bulgarischen Armee zu
übermitteln. Das Ergebnis dieser Arbeit konnte sich aber erst beim
Wiederaufleben der Kämpfe zeigen. Vorderhand schien es gut, unsere
Hoffnungen nicht allzu hoch zu spannen. Unterstützungsbereit mußten wir
jedenfalls auch für die mazedonische Front sein.
Auch an unserer Westfront mußten wir damit rechnen, daß die Gegner im
kommenden Frühjahr trotz ihrer zweifellos schweren Verluste des
vergangenen Jahres mit voller Kraft wieder auf dem Kampfplatz erscheinen
würden. Ich möchte den Ausdruck „volle Kraft“ natürlich bedingt aufgefaßt
wissen, denn die verlorene alte Kraft ersetzt sich im Verlauf weniger
Monate wohl zahlenmäßig, aber nicht ihrem inneren Werte nach voll und
ganz. Der Feind unterlag in dieser Richtung den gleichen harten Gesetzen
wie auch wir.
Das taktische Bild an den wichtigsten Teilen dieser Front war folgendes:
Der Gegner hatte im zähesten, fünfmonatigen Ringen an der Somme unsere
Linien in 40 km Breite und etwa 10 km Tiefe zurückgeworfen. Vergessen wir
diese Zahlen für spätere Vergleiche nicht!
Dieser Erfolg, der mit hunderttausenden von blutigen Opfern bezahlt war,
war bei der Größe unserer Gesamtfront eigentlich gering. Die Einbiegung
unserer Linien drückte aber auf unsere nach Nord und Süd anschließenden
Nebenfronten. Die Lage forderte gebieterisch eine Verbesserung; wir liefen
sonst Gefahr, aus diesem Bogen heraus durch erneute feindliche Angriffe,
verbunden mit nördlich und südlich davon angesetzten Nebenangriffen,
umfaßt zu werden. Ein eigener, umfassender Angriff gegen den
eingebrochenen Feind war die nächstliegende, angesichts unserer Gesamtlage
aber auch die bedenklichste Lösung. Durften wir es wagen, alle unsere
Kraft zu einem großen Angriff in der mit feindlichen Truppen angefüllten
Gegend an der Somme einzusetzen, während wir vielleicht an anderer Stelle
der Westfront oder an der Ostfront einen Zusammenbruch erlebten? Es zeigte
sich hier wieder einmal, daß unsere Kriegführung, wenn sie mit großen
Plänen nach der einen Seite blickte, die Augen nach der anderen nicht
verschließen durfte. Das Jahr 1916 redete in dieser Beziehung eine
Sprache, die sich Gehör verschaffen mußte.
Wenn wir nun die durch die Sommeschlacht entstandene Frontgestaltung durch
einen Angriff nicht verbessern konnten, so mußten wir die Folgerungen
daraus ziehen und unsere Linien zurücknehmen. Wir entschieden uns daher
auch zu dieser Maßnahme und verlegten unsere Stellung, die bis Peronne
eingedrückt war und andrerseits noch bis westlich Bapaume, Roye und Noyon
vorsprang, in die Sehnenlinie Arras-St. Quentin-Soissons zurück. Diese
neue Linie ist unter dem Namen Siegfriedstellung bekannt.
Also Rückzug an der Westfront statt Angriff! Kein leichter Entschluß.
Schwere Enttäuschung für das Westheer, vielleicht eine noch schwerere für
die Heimat, die schwerste, wie zu befürchten, bei unseren Verbündeten.
Heller Jubel bei unsern Gegnern! Kann man sich auch einen geeigneteren
Stoff für Propaganda vorstellen? Glänzender, wenn auch spät sichtbarer
Erfolg der blutigen Sommeschlacht, zusammengebrochener deutscher
Widerstand, heftige unaufhörliche Verfolgungen mit großen Beutezahlen,
Schauergeschichten über unsere Kriegführung. Man konnte das ganze
Register, das aufgezogen werden würde, schon vorher hören. Welch ein Hagel
propagandistischer Literatur wird nunmehr auf und hinter unseren Linien
niederfallen!
Unsere große Rückwärtsbewegung begann am 16. März 1917. Der Gegner folgte
ihr ins freie Gelände zumeist mit gemessener Vorsicht. Wo diese Vorsicht
sich zu größerem Drängen steigern wollte, verstanden es unsere
Deckungstruppen, abkühlend auf den feindlichen Eifer zu wirken.
Mit der getroffenen Maßnahme schufen wir uns nicht nur günstigere örtliche
Kampfbedingungen an der Westfront sondern verbesserten auch unsere gesamte
Kriegslage. Gab uns doch die Verkürzung der Verteidigungslinie im Westen
die Möglichkeit zur Schaffung starker Reserven. Verlockend war der Plan,
wenigstens einen Teil derselben auf den Feind zu werfen, wenn dieser
unserem Rückzug in die Siegfriedstellung über das freie Gelände folgen
würde, in dem wir uns ihm unbedingt überlegen fühlten. Wir verzichteten
jedoch hierauf und hielten unser Pulver für die Zukunft trocken.
Man kann die Lage, wie wir sie uns bis zum Frühjahr des Jahres 1917
geschaffen hatten, vielleicht als eine große strategische Bereitstellung
bezeichnen, in der wir dem Gegner einstweilen die Vorhand überließen, aus
der heraus wir aber jederzeit imstande waren, gegen feindliche
Schwächepunkte zum Angriff zu schreiten. Geschichtliche Vergleiche aus
früheren Kriegen können bei der ungeheuer gesteigerten Größe aller
Verhältnisse nicht gezogen werden.
Im Zusammenhang mit diesen Ausführungen muß ich zwei Pläne besprechen, mit
denen wir uns im Winter 1916/17 zu beschäftigen hatten. Es waren
Vorschläge für einen Angriff sowohl in Italien als auch in Mazedonien. Die
Anregung in der erstgenannten Richtung ging noch im Winter 1916/17 vom
Generaloberst von Conrad aus. Er versprach sich von einem großen Erfolge
gegen Italien eine weitgehende Einwirkung auf unsere gesamte kriegerische
und politische Lage. Dieser Anschauung konnte ich mich nicht anschließen.
Wie ich schon früher ausführte, vertrat ich dauernd die Anschauung, daß
Italien viel zu sehr unter dem wirtschaftlichen und damit auch unter dem
politischen Druck Englands stünde, als daß dieses Land, selbst durch eine
große Niederlage, zu einem Sonderfrieden zu zwingen wäre. Generaloberst
von Conrad dachte bei seinem Vorschlage wohl in erster Linie an die
günstige Rückwirkung eines siegreichen Feldzuges gegen Italien auf die
Stimmung in den österreichisch-ungarischen Ländern. Er hoffte auf die
große militärische Entlastung, die mit einem solchen Erfolge für
Österreich-Ungarn eintreten mußte. Diese Gesichtspunkte konnte ich ihm als
wohlberechtigt durchaus nachempfinden. Allein ohne starke deutsche
Unterstützung – es handelte sich um etwa 12 deutsche Divisionen – glaubte
Generaloberst von Conrad nicht nochmals einen Angriff auf die Italiener
aus Südtirol heraus unternehmen zu können. Demgegenüber glaubte ich es
jedoch nicht verantworten zu können, so viele deutsche Truppen auf nicht
absehbare Zeit in einem Unternehmen festzulegen, das nach meiner
Anschauung zu weit von unseren allerwichtigsten und gefährlichsten Fronten
in Ost und West ablag.
Ähnlich verhielt es sich mit der Frage eines Angriffes auf die
Ententetruppen in Mazedonien. Bulgarien liebäugelte mit diesem Plane, und
von seinem Standpunkte aus natürlich mit vollster Berechtigung. Ein
entscheidender Erfolg unsererseits hätte die Entente zur Räumung dieses
Landes zwingen können. Bulgarien wäre dadurch militärisch und politisch
nahezu völlig entlastet worden. Das Unternehmen hätte auch den lebhaften
Wünschen des Landes und seiner Regierung entsprochen. Richtete man doch
bulgarischerseits fortgesetzt begehrliche Augen auf den viel umstrittenen,
schönen Hafen von Saloniki. Letzterer Gesichtspunkt machte freilich bei
mir keinen Eindruck. Auch die militärische Entlastung Bulgariens hätte
nach meiner damaligen Ansicht keinen Nutzen für unsere Gesamtlage
bedeutet. Hätten wir die Ententekräfte zum Abzug aus Mazedonien gezwungen,
so würden wir sie an unserer Westfront auf den Hals bekommen haben. Ob wir
dagegen die dadurch frei werdenden bulgarischen Truppen irgendwo außerhalb
des Balkans hätten einsetzen können, erschien mir mindestens fraglich.
Hatte doch schon die Verwendung bulgarischer Divisionen außerhalb des
unmittelbarsten bulgarischen Interessengebietes während des rumänischen
Feldzuges nördlich der Donau zu nicht sehr erfreulichen Reibungen mit
diesen Verbänden geführt. Nach meiner Anschauung verwertete sich also die
bulgarische Kampfeskraft im gesamten Rahmen unserer Kriegführung am
besten, wenn wir sie mit dem Festhalten der Ententetruppen in Mazedonien
beschäftigten. Das schloß natürlich nicht aus, daß ich einen selbständigen
Angriff der Bulgaren in Mazedonien jederzeit freudig begrüßt hätte. Das
Ziel eines solchen hätte dann aber wohl wesentlich begrenzter gefaßt
werden müssen, als es die Vertreibung der Entente aus dem Balkan oder die
Eroberung von Saloniki bedeutete. An irgendwelche Angriffsunternehmungen
glaubte indessen Bulgarien ohne sehr wesentliche deutsche Hilfe,
allermindestens 6 Divisionen, nicht herangehen zu können, und wohl mit
Recht.
Nachrichten über die Entwicklung der politischen Verhältnisse in
Griechenland klangen allerdings in der Zeit, in der die Frage eines
Angriffs in Mazedonien an uns herantrat, also im Winter 1916/17, wie
verführerische Lockrufe. Gegen solche Sirenenstimmen war ich aber völlig
unempfindlich. Ich bezweifelte es, daß das Volk der Hellenen mit großer
Begeisterung einen Kampf, ganz besonders aber einen solchen Schulter an
Schulter mit den Bulgaren, ersehnte. Im großen und ganzen wäre es dabei um
das gleiche Ziel gegangen wie 1913, und die beiden siegreichen Partner
hätten sich auch diesmal wieder nach dem gemeinsamen Erfolge nicht
poetisch in den Armen sondern prosaisch in den Haaren gelegen.
Aus meinen vorstehenden Ausführungen dürfte mit aller Klarheit
hervorgehen, daß die Anspannung der deutschen Kräfte durch die gesamte
Lage eine so hohe war, daß wir sie nicht durch weitere, außerhalb
unbedingtester kriegerischer und politischer Notwendigkeiten liegende
Absichten noch mehr steigern durften. Selbst vortreffliche Pläne, die
sichere Aussichten auf große kriegerische Erfolge boten, konnten uns nicht
von der zunächst wichtigsten Kriegsaufgabe ablenken. Diese war der Kampf
im Osten und Westen, und zwar auf beiden Fronten gegen erdrückende
Überlegenheiten.
Wenn ich mir aufgrund der inzwischen eingetretenen Folgen meiner im Jahre
1917 ablehnenden Haltung gegen Operationen in Italien und Mazedonien heute
nochmals die Frage vorlege, ob ich anders hätte entscheiden sollen und
dürfen, so muß ich diese Frage auch jetzt noch verneinen. Ich glaube sagen
zu können, daß der Gang der Ereignisse in Mitteleuropa späterhin unser
Verhalten als das Richtige bestätigt hat. Wir konnten und durften nicht
einen Zusammenbruch unserer West- oder Ostfront auf das Spiel setzen, um
billige Lorbeeren in der oberitalienischen Tiefebene oder am Wardar zu
pflücken.
Die Türkei war für 1917 mit besonderen Weisungen von unserer Seite nicht
zu versehen. Sie hatte ihren Landbesitz zu verteidigen und uns die ihr
gegenüberstehenden Kräfte vom Leibe zu halten. Gelang ihr beides, so
erfüllte sie durchaus ihre Aufgabe im Gesamtrahmen des Krieges.
Um die hierfür nötigen Truppen kampfkräftig zu erhalten, hatten wir schon
im Herbste 1916 bei der osmanischen Obersten Heeresleitung angeregt, sie
möchte die Masse ihrer beiden kaukasischen Armeen aus dem entvölkerten und
ausgesogenen armenischen Hochlande zurückziehen, um den Truppen die
Überwinterung zu erleichtern. Der Befehl hierzu wurde zu spät erteilt.
Infolgedessen erlagen ganze Truppenteile durch Hunger und Kälte dem
vorausgesehenen Verderben. Kein Lied, kein Heldenbuch wird vielleicht ihr
tragisches Ende je verkünden, so sei es an dieser bescheidenen Stelle
getan.